Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises auf Hochtouren. Mittendrin: Stephan Neumann, einer von drei Geschäftsführern der Produktionsfirma Riverside Entertainment, die die TV-Gala seit der Rückkehr ins Fernsehen vor nunmehr sechs Jahren inszeniert. Auf der After-Show-Party dürfte aber auch Neumann selbst in der kommenden Woche für Gesprächsstoff sorgen. Der Grund: Nach fast acht Jahren hat er sich dazu entschlossen, das Unternehmen - eine Tochter des NDR-Produktionshauses Studio Hamburg - zu verlassen. Entsprechende Informationen des Medienmagazins DWDL.de hat Studio Hamburg auf Nachfrage bestätigt.
Neumann war Anfang 2019 von Bavaria Entertainment zu Riverside Entertainment gewechselt, das zu diesem Zeitpunkt eine neue Dependence in Köln eröffnete. Seither produzierte die Firma neben dem ZDF-Dauerbrenner "Der Quiz-Champion" unter anderem das ARD-"Kneipenquiz" zur Fußball-EM und die ESC-Shows rund um das diesjährige Halbfinale und Finale beim Eurovision Song Contest. Ab 2027 wird Riverside außerdem für die Show- und Spielanteile des "Tigerenten Clubs" verantwortlich zeichnen. Darüber hinaus machte sich Riverside unter Stephan Neumanns Führung in der Branche einen Namen als verlässlicher Produzent großer Preisverleihungen: Neben dem Fernsehpreis übernahm Riverside zuletzt auch die Produktion des Blauen Panthers und der "Sportler des Jahres"-Gala. Auch der "Semperopernball" wird von dem Unternehmen hergestellt.
Doch nun stehen die Zeichen auf Abschied. "Nach fast acht sehr bereichernden und erfolgreichen Jahren bei der Riverside, habe ich mich entschlossen, meinen Vertrag nicht zu verlängern und neue Wege zu gehen", sagt Stephan Neumann zu DWDL.de. "Ich konnte während meiner Zeit bei der Riverside viele Dinge bewegen, einen neuen Standort sowie neue Shows innerhalb der Firma etablieren. Dies alles war dank des wunderbaren Riverside-Teams und seinem besonderen Engagement möglich. Ich danke Peter Schönrock und Christian Löwendorf sowie besonders Michael Lehmann für die vertrauensvolle, bemerkenswerte Zusammenarbeit. Großen Dank spreche ich außerdem Markus Schäfer und dem gesamten Kreis der Gesellschafterinnen und Gesellschafter sowie Aufsichtsrätinnen und Aufsichtsräten für die erfolgreiche gemeinsame Zeit aus."
© Stefan Malzkorn
Michael Lehmann
Auch Schönrock und Löwendorf äußern sich zu Neumanns Abschied. Gegenüber DWDL.de erklären die beiden verbliebenen Geschäftsführer: "Eine großartige, gemeinsame Reise geht für uns in der Konstellation mit Stephan Neumann zu Ende, auf die wir mit großer Wertschätzung zurückblicken und die wir dankbar immer in guter Erinnerung behalten werden. Wir sind glücklich an unseren Standorten in Hamburg und Köln mit so hervorragenden Menschen zusammenarbeiten zu dürfen."
Wohin es Stephan Neumann zieht, ist bislang noch nicht bekannt. Er selbst sagt: "Ich freue mich nun abschließend auf die Produktion des Deutschen Fernsehpreises und blicke positiv in die Zukunft."