Oberlöwe Mang: Laune schon jetzt aufstiegsreif

Stand: 21.07.2026, 13:41 Uhr

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Gernot Mang klatscht mit den 1860-Spielern ab

Auf geht, Löwen! Präsident Gernot Mang - im e.V.-Poloshirt - beim Bayernliga-Auftakt. © ulk

Die Spielbetriebs-GmbH des e.V. präsentiert ein neues Wappen – und Neuzugang Nummer sieben. Promi-Stürmer Florian Niederlechner kehrt zurück.

München – Poloshirt in Grün-Gold, e.V.-Schriftzug auf dem Rücken, Dauergrinsen im Gesicht. Gernot Mang klatschte am Freitagabend mit jedem Spieler der Bayernliga-Löwen ab. Zum Saisonstart gab es einen furiosen 5:1 (1:1)-Sieg gegen TuS Geretsried. Nach den Turbulenzen um den Zwangsabstieg und die Insolvenz der KGaA hat der Präsident endlich wieder Grund zur Zuversicht.

Seit Donnerstag nimmt der Neustart Fahrt auf. Die Spielbetriebs-GmbH des e.V., die die insolvente KGaA ablösen soll, stellte gleich mehrere wichtige Weichen: sechs Neuzugänge, den Servicevertrag mit der KGaA und die neuen Dauerkartenpreise. Spielfähig sind die neuen Löwen zwar noch nicht, doch es geht spürbar voran.

Und der Nachrichtenfluss riss auch am Freitag nicht ab. Am frühen Nachmittag folgte der bislang wichtigste Baustein: Florian Niederlechner (35) bleibt 1860 auch in der Regionalliga treu. Obwohl schon mit einem Bein bei Austria Salzburg, sagte er Ja zu einem e.V.-Vertrag bis 2027. „Schon bei meiner letzten Verlängerung habe ich gesagt, dass meine Zeit noch nicht vorbei ist und ich noch ein paar Tore für die Löwen schießen muss. Daran hat sich nichts geändert“, sagte der frühere Bundesligastürmer. „Ich habe mein Wort gegeben und werde es halten. Ich gehe den Weg mit und werde alles daransetzen, die Fans wieder glücklich zu machen.“

Sturm-Neuzugang Florian Niederlechner mit GmbH-Geschäftsführer Thomas Probst.

Willkommen zurück: Sturm-Neuzugang Florian Niederlechner mit GmbH-Geschäftsführer Thomas Probst. © TSV 1860

Für GmbH-Geschäftsführer Thomas Probst ist der Verbleib des Promi-Stürmers weit mehr als ein sportliches Signal: „Ein Spieler mit diesem Können, diesem Torriecher und dieser Erfahrung ist für uns Gold wert.“ Der Schluss, den er daraus zieht: „Die Löwen leben!“

Der Löwe im Achteck muss erst mal weichen

Passend zum Aufbruch trat auch 1860 II am Freitagabend verändert auf. Bekannt wurde zuvor, dass die Löwen beim BFV das Wappen der Fußball-Abteilung als neues Vereinslogo für den Spielbetrieb hinterlegt haben – jenes löwenlose Logo, das unsere Zeitung bereits vor einer Woche veröffentlicht hatte. Zudem präsentierte der e.V. ein Sondertrikot des neuen Ausrüsters Societas. Die U 21 lief darin erstmals auf, am Dienstag soll das Regionalligateam im Totopokal folgen. Die Trikots sind weiß – das vertraute Löwen-Wappen fehlt auch hier. Ein weiteres Indiz dafür, dass der Markenstreit mit Hasan Ismaik weiter schwelt. Im Begleittext heißt es: „Die offiziellen Trikots der Saison 2026/27 befinden sich in der Produktion und werden in Kürze gemeinsam mit unserem neuen Ausrüster @societas.club vorgestellt.“

Weitere Verpflichtungen hat Mang angekündigt. Juristisch dürfte die eigentliche Bewährungsprobe jedoch erst beginnen. Ismaik machte bei Facebook deutlich, dass er die Abnabelung des Profifußballs von seiner Firma nicht kampflos hinnehmen will: „Die Ankündigung neuer Regelungen oder der Abschluss neuer Verträge bedeutet für sich genommen nicht, dass die weiterhin offenen rechtlichen Fragen geklärt sind. Ebenso wird ein Schritt nicht allein dadurch rechtmäßig, dass er öffentlich bekannt gegeben wurde.“ Ob der Neustart auch rechtlich Bestand haben wird, dürfte die spannendste Frage der kommenden Wochen sein.