ÖFB Cup: Austria spaziert zu einem Kantersieg gegen den Sport-Club

Die Austria hat sich das doppelte Déjà-vu erspart und ist mit einem souveränen 5:0-Erfolg im kleinen Wiener Derby gegen den Sport-Club in die zweite Runde des ÖFB-Cups eingezogen. Im Vorjahr waren die Veilchen noch in der ersten Runde an Voitsberg gescheitert. 2022 gab es im Achtelfinale die 1:3-Blamage gegen den Regionalligisten in Dornbach. Von der Sensation war der Sport-Club diesmal weit entfernt.

Erster Schuss, erstes Tor

Die Pleiten waren der Austria Lehren, dementsprechend fokussiert startete sie in die Partie. Und ging gleich mit dem ersten Schuss in Führung. Eggestein hatte Keeper Haas, der von Rapid II zum Sport-Club kam,  überrascht. Da war das Spiel gerade erstmal 63 Sekunden alt. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Die insgesamt 5.622 Zuschauer im ausverkauften Stadion sorgten für richtige Derby-Atmosphäre.

Während Austria-Trainer Helm zwischen den Europacup-Spielen einigen Akteuren eine Pause gönnte, zog sein Gegenüber und guter Freund Seper alle Register. Der im Vergleich zur Vorsaison neu aufgestellte Ostligist hatte in der Anfangsphase jedoch nicht viel zu melden.

Doch die Austria verpasste es, nachzulegen, und der Underdog wurde mutiger. Waren es zunächst noch vereinzelte Aktionen wie gelungene Tacklings, die von den Fans lautstark gefeiert wurden, schafften es die Hausherren bald auch in den gegnerischen Strafraum. Der erste Eckball samt dem dazugehörenden Schlüsselklimpern auf der Tribüne blieb ungenutzt (19.).

Es folgte ein Schockmoment für die Austria. Routinier Dragovic blieb nach einem Zusammenstoß benommen liegen. Wenig später musste er ausgetauscht werden, konnte das Spielfeld aber immerhin gehend verlassen. Für ihn kam Ranftl – mit ihm, Fischer und Kos waren jetzt alle Veilchen am Feld, die von der 1:3-Blamage vor vier Jahren übrig geblieben sind.

Die Austria verlor ein bisschen den Faden, Fischer scheiterte an Haas (26.), dann wurde es hitziger. Der Sport-Club witterte plötzlich seine Chance. Nach einem Freistoß landete ein Ball von Abazovic sogar an der Latte (43.). Die Pausenführung der Veilchen war verdient, aber doch ein wenig mit Glück verbunden.

Die zweite Hälfte begann wie die erste – mit einem Knall. Diesmal war es allerdings ein Feuerwerk von den Austria-Fans. Kaum hatte sich der Rauch verzogen, zappelte der Ball auch schon im Netz. Saljic sorgte dafür, dass der Puls seines Trainers wieder etwas hinunterging (50.). Kurz darauf staubte Eggestein zum 3:0 ab (55.) – die Entscheidung. 
Der Sport-Club kämpfte zwar brav bis zum Ende, ein Tor war den Dornbachern, die am Freitag gegen den FavAC in die Ostliga-Saison starten, jedoch nicht vergönnt.

Dafür waren die Violetten noch nicht satt. Eggestein schnürte  per Heber den Triplepack (58.), Youngster Deshishku traf zum 5:0 (76.). Die Austria hatte sich das Leben vor der Pause selbst ein wenig schwer gemacht, am Ende aber hochverdient gewonnen. Weiter geht’s am Donnerstag mit dem Rückspiel in der 2. Qualirunde zur Conference League gegen Liepaja.

kurier.at, AHei  |  26.07.2026, 17:30