„Es ist dennoch verrückt“: Olympiasiegerin Taubitz trauert dem Sommer nach

Olympiasiegerin ist zurück auf dem Eis und trauert dem Sommer nach

Stand: 21.10.2026, 14:00 Uhr

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Rodel-Olympiasiegerin Julia Taubitz steht wieder im Eiskanal – und blickt mit etwas Wehmut auf das rasante Ende des Sommers zurück.

München – Für Deutschlands Wintersport-Elite ist der Sommer endgültig Geschichte: Doppel-Olympiasiegerin Julia Taubitz hat die kufenfreie Zeit beendet und steht wieder auf dem Eis. Mit einem strahlenden Selfie direkt von der Bahn meldete sich die 30-jährige Ausnahmeathletin bei ihren Fans zurück – und schickte eine deutliche Botschaft an die internationale Konkurrenz.

Julia Taubitz

Olympia-Star Julia Taubitz genoss den Sommer in vollen Zügen. © Instagram: Julia Taubitz

Mit roter Mütze, verspiegelter Brille und einem breiten Lächeln lehnte sich die Sächsin an die Bande des Eiskanals, während im Hintergrund bereits die ersten Schlitten durch die Kurven jagten. „Ich bin absolut happy, wieder zurück zu sein. Aber es ist dennoch verrückt, wie schnell der Sommer vorbei war“, kommentierte Taubitz ihren Trainingsauftakt auf Instagram.

Vom Peking-Drama zur Doppel-Olympiasiegerin von Cortina

Die Vorfreude in der Rodel-Community ist riesig. Kein Wunder: Die Sportsoldatin vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal zählt längst zu den erfolgreichsten deutschen Kufensportlerinnen der Historie. Mit über 30 Weltcupsiegen und sechs großen Kristallkugeln dominierte sie den Einsitzer-Weltcup über Jahre fast nach Belieben.

Den emotionalen Höhepunkt ihrer Karriere erlebte Taubitz bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo, wo sie sich mit Gold im Einsitzer und im Team zur Doppel-Olympiasiegerin krönte. Ein Triumph, der zugleich eine tiefe Wunde heilte: Vier Jahre zuvor war sie in Peking nach einem Bahnrekord im ersten Lauf dramatisch gestürzt. Mithilfe eines Mentaltrainers kämpfte sich Taubitz aus dem Tief und kehrte noch stärker in die Weltspitze zurück.

Nach einer ereignisreichen Sommerpause – inklusive TV-Auftritten, Camping-Trips und einem Besuch auf dem Münchner Oktoberfest mit Lebensgefährte Lukas Schlierenzauer, dem Bruder der österreichischen Skisprung-Legende Gregor Schlierenzauer – gilt der Fokus nun wieder voll der Eisrinne.

Auf den Heimbahnen in Oberhof, Winterberg und Altenberg feilt Taubitz in den kommenden Wochen an der perfekten Linie und der Startzeit. Wenn die Weltcup-Saison beginnt, ertönt an der Bahn wieder ihr persönlicher Glücksbringer: Der Kulthit „Die immer lacht“ ihrer Annaberger Nachbarn von Stereoact.