Oregon statt Maine: Republikaner schalteten Negativwerbung gegen Demokraten in falschem Portland

Senatswahlkampf

Oregon statt Maine: Republikaner schalteten Negativwerbung gegen Demokraten in falschem Portland

Mehr als eine Million Menschen im Nordwesten der USA erhielten Informationen über angebliche Charakterschwächen von Troy Jackson. Der ist allerdings Kandidat in Maine, am anderen Ende der USA

Ein Mann in einem blauen Hemd und einer schwarzen Weste spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund ist eine amerikanische Flagge zu sehen.
Zumindest eine Werbeschaltung gegen Troy Jackson lief kürzlich ins Leere.

Der finanzielle Schaden ist zwar überschaubar, doch peinlich ist die Sache allemal. Als Internet-User in Oregon und Portland, im Nordwesten der USA, kürzlich ihre Google-Werbung erhielten, wurden sie unter anderem vor drohenden Steuererhöhungen gewarnt: "Taxin' Troy Jackson" drohe die Abgaben noch weiter zu erhöhen, so wie er das schon in seiner Abgeordnetenkarriere immer wieder gemacht habe.

Günstiger Preis, ...

Allzu viele Sorgen werden sich die Angesprochenen vor Jackson allerdings nicht gemacht haben. Denn Jackson kandidiert als Senatskandidat der Demokraten im Bundesstaat Maine, im Nordosten der USA.

Die Auflösung für den Fehler ist schnell gefunden. Sowohl in Maine als auch in Oregon heißt die größte Stadt Portland. Das freilich müsste auch einer politischen Organisation in Maine bekannt sein, zumal die beiden Preise unterschiedlich sein dürften. Portland, Oregon, hat mit rund 630.000 Einwohnerinnen und Einwohnern immerhin rund zehnmal so viele Bewohner wie Portland, Maine.

Verantwortlich für den Fehler ist ein sogenanntes PAC, also eine politische Interessenvereinigung, die sich formell nicht mit Kandidaten absprechen dürfen. Allerdings sind PACs in der politischen Realität der USA fast immer einem bestimmten Kandidaten klar zuordenbar.

... keine Wirkung

Wieviele die Werbung tatsächlich gesehen haben, ist aber offen: Immerhin werden die fehlinvestierten Kosten mit 25.900 US-Dollar nicht als besonders üppig angegeben. Ein Sprecher des attackierten "Taxin'" Troy Jackson sagte, die Werbeschaltung belege, wie weit sich die Kampagne seiner republikanischen Gegnerin Susan Collins von den Menschen in Maine entfernt habe.

Jackson selbst, der sich laut Umfragen mit Amtsinhaberin Collins ein enges Rennen liefert, macht dieser Tage mit einem anderen Werbevideo von sich reden: Er nutzt seine Werbezeit von einer Minute, um auf Angebote für bedürftige Menschen in Maine aufmerksam zu machen. (mesc, 13.10.2026)

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