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Ortsrat Fürth bemängelt Renovierungsstau Haus der Vereine und Römerbrücke beschäftigen den Ortsrat
Fürth · Zwei Jahre nach dem Pfingsthochwasser ist an der Römerbrücke in Fürth außer Rodungsarbeiten wenig passiert. Die SPD-Fraktion im Ortsrat verlangt nun Auskunft über geplante Maßnahmen.
12.08.2026 , 14:45 Uhr
Die alte Römerbrücke über die Oster in Fürth muss dringend saniert werden.
Foto: Heinz Bier
Die SPD-Fraktion im Ortsrat Fürth möchte Klarheit darüber, wie es mit der Römerbrücke in der Ortsmitte nach den Schäden durch das Pfingsthochwasser vor zwei Jahren weitergeht. Sie will außerdem wissen, wie es mit der Umgestaltung des Fürther Grundschulgebäudes zu einem Haus der Vereine weitergeht.
SPD will Klarheit über Römerbrücke
In der ersten Sitzung nach der Sommerpause am Dienstag hatte die Mehrheitsfraktion deshalb drei Anträge zu beiden Themen eingebracht. Zuerst erbittet die SPD Aufklärung, welche Maßnahmen an der Brücke im Hinblick auf die Hochwasserhilfen geplant sind, denn außer Rodungsarbeiten sei bisher nichts geschehen, monierte Fraktionssprecher Axel Haßdenteufel.
Er und sein Fraktionskollege Otfried Ratunde bemängelten hauptsächlich die Sauberkeit im Bereich der vier Brückenbögen. Christoph Hassel, der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt, verwies auf zwei größere Maßnahmen in diesem Bereich. Nach den Rodungsarbeiten würden demnächst weitere Arbeiten folgen. „Es muss dringend etwas passieren“, forderte Ortsvorsteher Pascal Keip von der SPD.
SPD: „Es gab noch keine Bodenuntersuchung.“
Auch im zweiten SPD-Antrag ging es um die alte Brücke in der Ortsmitte. Schon im Januar 2024 sei Geld für eine Renovierung bereitgestellt worden, heißt es darin, aber außer einer Bodenuntersuchung sei bisher nichts passiert, reklamierte die SPD. Ortsvorsteher Keip teilte mit, dass er seit Anfang des Jahres weder vom Landesdenkmalamt noch vom Kultusministerium irgendwelche Informationen erhalten habe, was mit der Brücke passiert, und das sei „schon sehr enttäuschend und absolut nicht in Ordnung, wie das bisher gelaufen ist“.
Zwischenzeitlich habe die Stadt Ottweiler Kontakt mit dem Landesdenkmalamt aufgenommen, informierte Christoph Hassel, und er erwarte nun weitere Auskünfte. Schließlich will die SPD-Fraktion im Ortsrat Aufschlüsse über die weitere Vorgehensweise beim Haus der Vereine, das in einem Teil des Fürther Grundschulgebäudes entstehen soll. Fraktionschef Haßdenteufel erinnerte hierzu an Ortstermine im vergangenen Jahr mit dem Planungsbüro und der Stadt.
Ortsvorsteher kritisiert geplante Entwidmung
Die Pläne seien fertig, bestätigte Bauamtsleiter Hassel. Er könne sie allen Ortsratsmitgliedern mit der Sitzungsniederschrift zukommen lassen. Er gehe davon aus, sagte Hassel, dass nun zügig die Entwidmung des entsprechenden Schulbereiches vorgenommen werde.
Für Ortsvorsteher Keip ist es nicht nachvollziehbar, warum eine Entwidmung nötig sei, denn das führe zu weiteren unnötigen Verzögerungen, befürchtet er. Ein ausdrückliches Lob zollte Keip dem Fachamt von Christoph Hassel, „denn dort wurde eine hervorragende Arbeit geleistet“.
Einen einstimmigen Beschluss gab es in der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus für das Investitionsprogramm 2027 und insbesondere für die Fortschreibung der Prioritätenliste für Fürth. Hierzu hatten der Bauamtsleiter und der Ortsvorsteher zuvor mehrere Fragen aus beiden Fraktionen beantwortet. (brn/sm)