Hamburg
Privatadressen von Hamburger AfD-Politikern veröffentlicht – Staatsschutz ermittelt
Die Privatadressen von drei Hamburger AfD-Politikern, darunter ein Bürgerschaftsabgeordneter, sind im Internet veröffentlicht worden. Es ist nicht das erste Mal.
Die Namen und Privatadressen der Hamburger AfD-Politiker sind bereits am Donnerstag auf einer linken Online-Plattform veröffentlicht worden. Darauf hat die AfD-Fraktion selbst in einer Pressemitteilung aufmerksam gemacht. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz.
Betroffen sind der Bürgerschaftsabgeordnete Eugen Seiler aus Lohbrügge sowie die Bezirkspolitiker Harald Wellmann aus Eimsbüttel und Peter Schierhorn aus Bergstedt. Ihre Fotos und privaten Adressen wurden auf der linken Plattform „Indymedia“ veröffentlicht.
Zu jedem Politiker sind außerdem kurze Texte verfasst worden, in denen auf ihre vergangenen Stationen und umstrittene Aussagen eingegangen wird. Eugen Seiler ist zeitgleich Mitglied der Bezirksversammlung Bergedorf und Abgeordneter in der Bürgerschaft. Er zeige durch seine Anfragen, dass er versuche, die Rechte queerer Menschen einzuschränken, heißt es in dem Text.
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Adressen von Hamburger AfD-Politikern veröffentlicht
Harald Wellmann war zunächst in der Kleinpartei „dieBasis“ aktiv, die sich im Zuge der Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen gegründet hatte und auch als „Verschwörungspartei“ Schlagzeilen machte. Später wechselte er zur AfD und ist nun stellvertretender Fraktionschef im Bezirk Eimsbüttel.
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Peter Schierhorn ist Abgeordneter im Bezirk Wandsbek sowie stellvertretender Schatzmeister des AfD Landesverbands. Als Rentner und Steuerberater gebe sich Schierhorn laut der Webseite eher gemäßigt, trat jedoch erst 2019 in die AfD ein, obwohl damals bereits klar gewesen sei, dass die AfD nur Politik zugunsten der Reichen mache.
Staatsschutz ermittelt
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Dies teilte die AfD-Fraktion am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Fraktionschef Dirk Nockemann sprach von „linksextremer Einschüchterung mit Ansage“. Das sei keine Debatte, sondern das Erschaffen von Zielscheiben. Auf MOPO-Anfrage bestätigte die Polizei, dass der Staatsschutz bereits Ermittlungen eingeleitet hat.
Es ist nicht das erste Mal, dass Privatadressen von Hamburger AfD-Politikern auf der Plattform veröffentlicht werden. Im Oktober 2025 waren zudem in der Nähe von Wohnungen zweier Hamburger AfD-Abgeordneter und eines Bezirksabgeordneten Sticker mit deren Gesichtern, Adressen und der Aufschrift „Achtung, AfD-Faschist in eurem Viertel“ aufgetaucht.