Stand: 22.10.2026, 20:12 Uhr
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Die Ergebnisse der Midterms 2026 werden mit enormer Spannung erwartet, denn die Zwischenwahlen könnten die US-Machtverhältnisse deutlich verändern. Zuvor gibt es Hochrechnungen und Prognosen. Der Zeitplan im kompakten Überblick.
Washington, D.C. – Zwischenwahlen finden traditionell zur Halbzeit einer US-Präsidentschaft statt: so auch 2026. Der Termin der Midterms ist der Dienstag, 3. November. Dann wird in Amerika ein neuer Kongress, bestehend aus den beiden Kammern – Repräsentantenhaus (435 Mandate) und Senat (35 Mandate) –, gewählt.
Der „Wahlabend“ wird sich ziehen, denn es wird in insgesamt sechs Zeitzonen abgestimmt. Während an der Ostküste die Wahllokale bereits schließen und erste Stimmen ausgezählt werden, geben Wählerinnen und Wähler an der Westküste, in Alaska und auf Hawaii noch ihre Stimme ab. Die vorläufigen Ergebnisse der Midterms werden somit erst am Mittwochmorgen (4. November) erwartet, wohl zwischen 5 und 7 Uhr deutscher Zeit. Das tatsächliche Endergebnis steht dann wahrscheinlich ab Mittwochnachmittag fest.
Hochrechnungen für die Midterms 2026: Wann es Prognosen für Ergebnisse gibt
Die Hochrechnungen und Prognosen dürften somit im Laufe der Nacht einlaufen. Hochrechnungen erfolgen dann auf Basis von sogenannten Exit Polls. Dabei handelt es sich um Nachwahlbefragungen von repräsentativen Gruppen. Hier finden Sie den kompletten Zeitplan für die Midterms 2026.
Die ersten Wahllokale schließen um 0:00 Uhr deutscher Zeit (MEZ), das entspricht 18:00 Uhr US-Ostküstenzeit (EST). Das betrifft zum Beispiel in Teilen von Indiana und Kentucky. Ab 1:00 Uhr MEZ (19:00 Uhr EST) beenden weitere Ostküsten-Staaten – darunter Virginia, Georgia, South Carolina und Teile von Florida – den Wahlakt. Allerdings kann es in eng umkämpften Schlüsselstaaten wie Pennsylvania, Arizona, Nevada oder Wisconsin zu Verzögerungen kommen:
- Briefwahlstimmen: In vielen Bundesstaaten dürfen Briefwahlstimmen erst am Wahltag geöffnet und registriert werden, was die vollständige Auszählung um Tage verzögern kann.
- Knappe Mehrheiten und Nachzählungen: Liegen Kandidaten in Schlüsselwahlkreisen nur wenige Zehntelprozentpunkte auseinander, greifen automatische Neuauszählungen.
- Mögliche Stichwahlen: Erreicht in Staaten mit besonderen Wahlgesetzen (beispielsweise in Georgia oder Louisiana) kein Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, findet Wochen später eine Stichwahl statt.
Die aktuellen Umfragen vor den Midterms 2026 fallen äußerst gemischt aus. Das zeigt sich sowohl in Befragungen zur Wahl des Repräsentantenhauses als auch bei Umfragen zur Senatswahl im Rahmen der US‑Zwischenwahlen. (Quellen: AP, CNN, dpa, eigene Recherche) (tu)