Oktoberfest Promis 2026: Oliver Pocher posiert mit Andrea Kaiser, Claudia Obert bleibt ganz zahm

Die Leiden des Giovane Élber

Foto: Johannes Simon/Getty Images

Es gibt Dinge, die können selbst Legenden nicht haben. Und sogar Bayern-Legenden nicht. Die haargenaue Analyse dieses Bildes zeigt klar und deutlich: Giovane Élber, seines Zeichens früherer Weltklasse-Stürmer in den Diensten des FC Bayern, ist noch vor dem Anstich im Paulaner-Zelt. Keine Mass weit und breit zu sehen, dafür Élber in bester Christus-Pose, wie sie das Wahrzeichen von Rio nicht besser könnte. Aber es gibt hier keine Extrawurst. Bier ab 12 Uhr, vorher nur Fotos. Was will uns der Mann auf diesem sagen? Vielleicht: Wo ist die Fotografentraube, die mich früher oft umgeben hat? Am wahrscheinlichsten ist aber eher, dass er seinen Spezl gerade wieder getroffen hat, mit dem er seit gestern Nachmittag am Eingang gewartet hat, um morgens gleich ins Zelt zu kommen.

DJ Ötzi und die Wiesnmode 2036

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Dies ist kein dystopisches Wiesnmode-KI-Bild für das Oktoberfest 2036. Nein, so geht man offenbar schon heute auf ein Volksfest. DJ Ötzi ist dabei ja noch ganz harmlos unterwegs, das Umhängeband weist ihn als Zugehörigen der hiesigen VIP-Kaste aus, zu welcher auch immer. Und kein Wunder, dass der Mann ein Handtuch braucht, wenn man mit Mütze zum Zelt marschiert. Da kommt er dem offenbar live-sendenden Abfahrts-Skifahrer mit Ansteckmikro gerade recht. Wahrscheinlich telefonieren sie gerade mit irgendeinem Anton aus Tirol, Trainingspartner vom Ski-Ass. Leoparden-Jacke: „Hey, das ist der, der das Lied für dich geschrieben hat.“ Ötzi: „Hi Anton, kannst du deinen Freund fragen, warum er einen Rückspiegel im Gesicht hat?“

Ralf Möller vertritt Arnold Schwarzenegger

Foto: Julian Degler/dpa

Irgendein Bodybuilder muss offenbar jedes Jahr als Maskottchen den Wiesnstart im Marstallzelt begleiten. Und wenn Arnold Schwarzenegger ausnahmsweise mal nicht kann, weil er auf Kuba auf einem Zigarren-Retreat sein muss, dann kommt eben sein Body-Buddy Ralf Möller, 67. Die beiden sind eng befreundet, das ist bekannt. Der Beziehungsstatus zu Laura Engelmann, 25, eher noch nicht. Der Boulevard führt sie als seine Freundin. Engelmann war Polizistin, ehe sie die Polizei verließ, um als Model zu arbeiten. Nun sind sie ja auf dem Oktoberfest, einer zweiwöchigen Veranstaltung, die schon Hunderttausende Beziehungsstati verändert hat. (Doch doch, so schreibt man den Plural von Beziehungsstatus bei einem, der mal römischer Gladiator war.)

Marianne trifft Michael

Foto: Spöttel Picture/IMAGO

Wenn es eine Ausnahme zur oben genannten Beziehungsstatus-Regel gibt, dann natürlich die von Marianne und Michael, die nach Fix und Foxi vielleicht das berühmteste noch lebende Namenspaar sind, zumindest an diesem Samstag auf dem Oktoberfest. Die Freude in ihren Gesichtern wirkt aufrichtig und authentisch. Darüber, dass sie wieder im Schottenhamel, also im Chef-Zelt des Anstichtages, feiern dürfen. Und vielleicht auch darüber, dass sie noch immer von den Fotografen erkannt und abgelichtet werden, obwohl die Konkurrenz aus dem Trash-TV-Sektor seit Jahren härter wird. Aber von ihnen stammt nun einmal eine der 78 offiziellen Wiesn-Hymnen: „Jung san ma, fesch san ma“.

Florian Silbereisen und Anna Ermakova

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Da kann einer wohl nicht aus seiner Moderatorenrolle. Einem Model zeigen, in welche Kamera es nun schauen soll? Das ist wie Eulen nach Athen oder VIP-Bändchen ins Käferzelt tragen. Florian Silbereisen macht es trotzdem für Anna Ermakova. Der Schlager-Moderator und die Boris-Becker-Tochter posieren auf dem Balkon, der auf dem gesamten Festgelände der mit Abstand meistfotografierte Ort ist. Bavaria im Hintergrund, Käferzelt vor Augen, da wird es noch einige Bilder und Posts geben. Am Ende werden vielleicht sogar die Geranien noch berühmt.

Oliver Pocher und Andrea Kaiser

Foto: Manuel Tilgner/Agency People Image

Bildinterpretation wird im ersten Semester eines jeden Klatschreporterstudiums gelehrt, und dieses Motiv ist ein gefundenes Fressen. Zum einen gibt's offenbar für Moderatorin Andrea Kaiser und Moderator Oliver Pocher kein gastronomisches Angebot in der Wildstuben, man muss die armen Nelkenblätter abgrasen. Zum anderen wird angeknabbert, aber was sonst wiesnstatistisch oft eher die Männer bei den Frauen versuchen, geschieht hier andersherum. Kaiser begegnet der Blumengeste ihres Moderatorenkollegen mit einer interessanten Reaktion. Die rote Nelke, die immerhin auch unter anderem für Zuneigung stehen soll, wird von Kaiser nicht angenommen, sondern weggeschnappt. Oder ist es doch eher ein Anbeißen?

Claudia Obert und Verena Kerth

Foto: Manuel Tilgner/Agency People Image

Claudia Obert, Reality-TV-Größe und Unternehmerin, hat schon gewagtere Posen gezeigt auf dem Oktoberfest. Wobei es ja erst Tag eins ist. Vor zwei Jahren führte Obert in Vollendung vor, wie man die Wiesn zur Klarstellung nutzen kann. Sie schnappte sich ihren jugendlichen Freund Max Suhr, der damals 27 Jahre jünger war und es mutmaßlich noch heute ist, stellte sich vor die Geranien, die längst einen eigenen Insta-Account verdient hätten, und küsste ihn, als müsse ein Kaugummi mündlich übergeben werden. Diesmal starten die Klatschfotografen-Dompteurinnen Obert und Freundin und Moderatorin Verena Kerth ganz gemäßigt.

Der Herzog und der Chefdirigent

Foto: Felix Kirberg/dpa

Die Antwort auf so eine Frage könnte selbst einen über Jahrzehnte geübten Oktoberfest-Profi wie Franz Herzog von Bayern wohl interessieren, der neben Lahav Shani und einem Brotzeitbrett Platz gefunden hat: Die Frage der dpa an den neuen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker lautete, ob er dem Mix aus Schlagern, Blasmusik und Party-Hits wirklich etwas abgewinnen kann? Die Antwort an die Kollegen: „Privat höre ich Beethoven.“ Gut, das machen wahrscheinlich doch viele andere auch, nur eben nicht in einem Bierzelt. Es hört ja auch niemand im Konzertsaal DJ Ötzi, also bis auf den Skifahrer vielleicht.