Rauchen: Bundestag stimmt für höhere Tabaksteuer

Rauchen: Bundestag stimmt für höhere Tabaksteuer

Millionen Menschen rauchen in Deutschland, das beschert dem Bund Milliardeneinnahmen über die Tabaksteuer. Künftig soll es noch mehr werden. Raucher müssen sich daher auf höhere Preise einstellen.

Eine Frau raucht eine Zigarette (Archiv): Das könnte künftig teurer werden. Foto: dpa

Berlin. Zigaretten dürften in den kommenden Jahren in Deutschland deutlich teurer werden. Der Bundestag stimmte mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen aus Union und SPD für eine Gesetzesnovelle, mit der die Tabaksteuer in den kommenden Jahren schrittweise angehoben wird. 

Da diese Steuererhebung an die Kunden weitergereicht wird, steigt der Preis voraussichtlich von derzeit gut acht Euro pro 20er-Zigarettenpackung auf knapp 12 Euro im Jahr 2030. Auch Feinschnitt – also Zigaretten zum Selbstdrehen – wird deutlich teurer.

Der Bund hofft auf zusätzliche Steuereinnahmen von rund 12 Milliarden Euro binnen vier Jahren, die die Löcher im Haushalt stopfen sollen. Die schwarz-rote Koalition erhofft sich – ähnlich wie bei der geplanten Zuckersteuer auf Getränke – eine Lenkungswirkung, so dass Bürger gesünder leben.

Daran hat die Tabakbranche aber Zweifel – sie befürchtet, dass Raucher auf den Schwarzmarkt ausweichen und legale Händler Einbußen erleiden. In Deutschland greifen Millionen Menschen zur Tabakzigarette. Der Mikrozensus 2025 kam auf einen Raucheranteil von 19 Prozent der Ab-15-Jährigen.

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