Stand: 15.09.2026, 14:27 Uhr
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Die Spritpreise in Deutschland sind zuletzt deutlich gestiegen. Kanzler Merz kündigt nun Entlastungen an. Er sei überzeugt, „dass wir handeln müssen“.
Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim Unternehmertag des Handelsverbands BGA in Berlin angekündigt, auf die steigenden Spritpreise zu reagieren. „Ja, wir werden auf Preistreiberei reagieren“, sagte Merz. „Ich bin der Meinung, dass wir handeln müssen.“ Das konkrete Instrumentarium stehe noch nicht fest, doch der Kanzler stellte in Aussicht: „Sie können aber davon ausgehen, dass wir sehr bald einen Vorschlag dazu vorlegen werden.“ Die Bundesregierung stehe dazu im engen Austausch mit den Ländern.

Merz für Entlastung wegen Spritpreisen in Deutschland
Merz räumte ein, dass das mit einer Missbrauchsaufsicht ausgestattete Bundeskartellamt aus Verbrauchersicht nicht ausreiche. Für viele Menschen, die täglich auf das Auto angewiesen seien, sei eine Belastungsgrenze erreicht. Zuletzt stieg der Preis für einen Liter Super E10 auf durchschnittlich 2,286 Euro, Diesel kostete 2,412 Euro – und ist damit nur noch wenige Cent von einem Rekordpreis entfernt.
Innerhalb der Union gehen die Vorstellungen über mögliche Entlastungen auseinander. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach sich für gezielte Direktzahlungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen aus. CDU-Politiker Sebastian Steineke hingegen forderte im Handelsblatt eine vorübergehende Absenkung der Energiesteuer auf „das europäische Mindestmaß“ und mahnte: „Wir müssen aufpassen, dass Klimaschutz nicht zu einer sozialen Überforderung führt.“
Die AfD verlangt weitergehende Schritte: eine dauerhafte Steuersenkung auf Kraftstoffe. „Die AfD-Fraktion hat genau das in den Bundestag eingebracht: die Energiesteuer für Gas, Benzin und Diesel auf das EU-Minimum zu senken, die CO2-Steuer abzuschaffen und die Mehrwertsteuer zu reduzieren“, sagte Leif-Erik Holm dem Handelsblatt. BSW-Chefin Sahra Wagenknecht forderte mindestens eine Halbierung der Spritsteuern und einen „Spritpreis-Gipfel im Kanzleramt“. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf drängte gegenüber t-online auf Tempo: „Wir brauchen schnell Maßnahmen gegen die Abzocker-Spritpreise.“ (Quellen: dpa, Handelsblatt, t-online) (fbu)