Stand: 13.08.2026, 18:57 Uhr
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Handelsbeschäftigte in Hessen streiken erneut: Am Freitag, 14. August, legen sie in Frankfurt die Arbeit nieder. Verdi fordert mehr Lohn.
Frankfurt – Im festgefahrenen Tarifstreit für den Einzel- und Versandhandel in Hessen ruft die Gewerkschaft Verdi Hessen zu einem erneuten Warnstreik auf. Wie Verdi Hessen mitteilt, legen Handelsbeschäftigte am Freitag, 14. August, ihre Arbeit nieder und versammeln sich zu einer zentralen Streikaktion in Frankfurt.
Der Protestzug startet gegen 11.30 Uhr am DGB-Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77. Gegen 12.15 Uhr ist eine Kundgebung an der Hauptwache geplant. Die Tarifrunde für den Einzel- und Versandhandel war zuletzt monatelang blockiert, nachdem die Arbeitgeber Anfang Juli alle bundesweit vereinbarten Verhandlungstermine einseitig abgesagt hatten. Nun sollen die Gespräche ab Mitte August wieder aufgenommen werden: In Hessen ist der nächste Verhandlungstermin für Montag, 24. August, angesetzt.
Warnstreik im Einzelhandel: Verdi legt Frankfurter Geschäfte am Freitag lahm
Bereits am Mittwoch, 19. August, wird im Tarifgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen weiterverhandelt. Verdi-Verhandlungsführer Marcel Schäuble erwartet dort ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite, von dem insbesondere untere Einkommensgruppen profitieren sollen.
Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Branche 250 Euro mehr Lohn sowie 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten bislang 2,4 Prozent mehr im ersten Jahr nach sechs Nullmonaten und weitere 2 Prozent im zweiten Jahr nach drei Nullmonaten.

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Schäuble kritisiert das Angebot scharf: „Die Beschäftigten im Handel benötigen jetzt ein deutliches und spürbares Plus im Geldbeutel, damit sie ihre laufenden Kosten und ihr Leben finanzieren können. Reallohnverlust und Kaufkraftverlust sind nicht hinnehmbar.“ Auch die Arbeitgeber hätten ein Interesse daran, die Kaufkraft der eigenen Belegschaft zu stärken, sagt Schäuble – schließlich seien die Beschäftigten oft selbst Kunden der Unternehmen.