Stand: 14.08.2026, 21:27 Uhr
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Schmid und Wolfram treffen beim 2:0-Sieg bei Drittliga-Absteiger Ulm

Die Offenbacher Kickers haben den ersten Big Point in der neuen Regionalliga-Saison geholt: Beim 2:0 bei Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846 zeigten sie eine reife Leistung.
Ulm – Die Offenbacher Kickers, vergangene Saison fast aus der Regionalliga Südwest abgestiegen, grüßen zumindest bis Samstagnachmittag von der Tabellenspitze. Zum Auftakt des zweiten Spieltags gelang bei Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846 ein verdienter 2:0 (2:0)-Erfolg und damit der zweite Sieg in Folge. Vor allem in der ersten Hälfte war es ein starker Auftritt des OFC.
Trainer Mark Zimmermann vertraute weitestgehend dem gleichen Personal wie beim 2:1-Auftaktsieg gegen Astoria Walldorf. In der Startelf gab es nur einen Wechsel: Dominik Crljenec begann anstelle von Nathan Doganay und reihte sich in die Dreierabwehrkette ein. Kristjan Arh Cesen rückte dafür auf die linke Schiene. Zudem kehrten die Offensivkräfte Jelle Goselink und Jan Becker in den Kader zurück.
„Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein“, hatte Zimmermann gefordert. Erst mal verursachte sein Team aber zwei Freistöße in der eigenen Hälfte. Danach folgte aber ein bockstarker erster Durchgang. Bereits nach fünf Minuten hätte es 1:0 für den OFC stehen können. Benedikt von Hagen lief Ulms Torwart Robin Mantel an, der sich verschätzte und den Offenbacher Stürmer anschoss. Als kurz darauf Maximilian Wolfram nach einer Ecke zum Kopfball kam, war der SSV-Schlussmann bereits geschlagen. Ein Verteidiger klärte aber auf der Linie (7.). In der 18. Minute sorgte erneut der auffällige Wolfram für Gefahr. Nach Kopfballhereingabe von Kristjan Arh Cesen versuchte er es am langen Pfosten aus spitzem Winkel direkt, scheiterte aber am stark reagierenden Mantel. Der stand auch kurz darauf im Mittelpunkt, als er eine Offenbacher Doppelchance vereitelte und sich nach der anschließenden Ecke den Kopfball von Hagens schnappte (22.).
Von Ulm kam bis dahin wenig. Quasi aus dem Nichts wäre der Gastgeber dennoch beinahe in Führung gegangen. Nach einem Konter über links zog Alexandre Azevedo aus spitzem Winkel ab. Der Ball wäre am langen Pfosten eingeschlagen. Doch Johannes Brinkies lenkte die Kugel gerade noch zur Ecke (30.). Kurz vor dem Ende der Pause belohnte sich der OFC dann doch noch für seinen insgesamt starken Auftritt. Diesmal konnte Mantel den Ball nur nach vorne abwehren. Maximilian Schmid reagierte am schnellsten und staubte zur ebenso verdienten wie überfälligen Offenbacher Führung ab - 0:1 (45.). Doch damit nicht genug. In der Nachspielzeit ließ Wolfram sogar noch das 2:0 folgen (45.+5). Nach einer Ecke kam der Ball über Umwege zu ihm und er schoss ihn volley unter die Latte. Direkt danach pfiff Schiedsrichter Jason Lieser (Trier) zur Pause.
Wolfram trifft die Latte und ist stolz aufs Team
Nach dem Seitenwechsel gestaltete Ulm das Spiel etwas ausgeglichener. Die besseren Chancen hatte aber weiterhin der konzentriert verteidigende OFC. Wolfram traf per Freistoß nur das Lattenkreuz (60.). Und als Staude links frei war, schloss er überhastet ab. Sein Schlenzer ging klar vorbei (67.). Ulm wurde nur nach einem Freistoß gefährlich. Brinkies war aber zur Stelle (75.). In der 85. Minute wäre dem eingewechselten Luka Garic fast noch das 3:0 gelungen. Mantel lenkte den Ball nach seinem 18-Meter-Schuss aber um den Pfosten. Die rund 500 mitgereisten OFC-Fans waren zu diesem Zeitpunkt längst in Feierlaune. OFC-Torschütze Maximilian Wolfram, der im zweiten Pflichtspiel zum zweiten Mal traf, meinte nach dem Abpfiff: „Das was ein sehr cooler und sehr reifer Auftritt. Das hat Spaß gemacht. Respekt an die Mannschaft, was sie nach viereinhalb Stunden Busfahrt inklusive einiger Staus geleistet hat.“