Stand: 16.08.2026, 17:47 Uhr
Kommentare

Der TV-Journalist trat am Samstag vor 170 Besuchern in Schmalförden auf. Im zweiten Set präsentierte er sechs Stücke, die erst 2026 erscheinen.
Schmalförden – Antikriegslieder, Sehnsuchtsballaden, vertonte Liebeserklärungen und Jugenderinnerungen: Reinhold Beckmann erwies sich am Samstag erneut als brillanter Musiker und charmanter Unterhalter. Der TV-Journalist und Moderator hatte Lust auf den Abend und sein Publikum auch.

Die 170 Besucher, die dem Regen zu Beginn des Abends trotzten, wurden mit einem großartigen Event unter freiem und am Ende wolkenlosen Himmel belohnt. Auf Beckmanns Wunsch – er war im vergangenen Jahr selbst Gast einer KulturGut-Veranstaltung in diesem Rahmen – fand das Konzert mit „background vocals“ der Hühner- und Entenküken-Schar und sporadischem Kirchenglockengeläut wie geplant im Sommergarten des Landhauses Kastens statt.
Kongenial begleitet von dem Gitarristen Johannes Wennrich präsentierte er ein vielseitiges Repertoire. Seine Songs boten Tiefgang und Leichtigkeit, die Texte Herz und feine Ironie. Im zweiten Set wagte Beckmann ein „Experiment“, wie er sagte: Gefeiert vom Schmalfördener Publikum spielte er sechs Stücke seines neuen Albums, das im nächsten Jahr herauskommt.
Natürlich durften auch die bekannten Hits wie die Hymne auf seine große Jugendliebe „Merle, Perle aus Brake“ oder seine erste Tour mit einem „nicht gut riechenden VW-Käfer in die Großstadt“ („Noch einmal mit dir nachts durch Bremen“) nicht fehlen. Eigentlich nicht auf dem Plan hatte Beckmann das Lied über das Schicksal der vier Brüder seiner Mutter Aenne, die an der Front ihr Leben verloren – ein Plädoyer gegen den Krieg. Beckmann: „Das ist heute wichtiger, denn je.“
Der gebürtige Twistringer, der im Publikum viele ehemalige Wegbegleiter ausmachte, freute sich über das „gewonnene Heimspiel“. Dem KulturGut-Team, das dieses Konzert ermöglicht hatte, versicherte er: „Ich komme gern wieder; vielleicht mit großer Band.“