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Lage in hessischen Tierheimen sehr angespannt
Groß-Zimmern. Die Tierheime und Tierschutzvereine in Hessen sind nach eigenen Angaben derzeit stark ausgelastet. Wie eine Sprecherin vom Landestierschutzverband Hessen mitteilte, ist die Situation besonders auf den Katzenstationen sehr angespannt.
Viele Fundtiere kämen in schlechtem gesundheitlichem Zustand und mit hohem Versorgungsbedarf in die Einrichtungen. Mehrere Vereine hätten deshalb zeitweise Aufnahmestopps verhängt.
Auch bei Hunden seien freie Plätze knapp, insbesondere für Tiere mit besonderen Anforderungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Neben fehlenden räumlichen Kapazitäten seien der Fachkräftemangel und die angespannte finanzielle Situation zentrale Probleme der Einrichtungen.
Mit Beginn der Sommerferien, die in Hessen am 7. August geendet hatten, verschärfe sich die Lage erfahrungsgemäß. Vor allem Katzen und Kleintiere würden immer wieder ausgesetzt und als Fundtiere aufgenommen. Bei Hunden erschwere zudem häufig eine fehlende Kennzeichnung die Rückführung zu den Haltern. Die Einrichtungen sind nach den Ferien daher häufig noch voller.
Die Belastung bei Katzen halte vielfach bis in den Herbst an. Als einen wesentlichen Grund führen die Tierschutzvereine die weiterhin hohe Zahl unkastrierter Katzen an. Sie fordern deshalb unter anderem mehr Kastrationen sowie die Kennzeichnung und Registrierung von Katzen. Zudem setzen sie sich für einen Hundeführerschein ein, um speziell Ersthalter besser auf die Haltung vorzubereiten. (dpa)
Frische Böen und etwas Regen in Hessen
Offenbach. Etwas Regen und jede Menge Wind bringt das Wetter dieses Wochenende nach Hessen. Heute bleibt es zunächst trocken, aber zum Abend kommen von Westen dichtere Wolken und gebietsweise leichter Regen auf, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Außerdem gibt es demnach frische bis starke Böen. Die Höchstwerte liegen zwischen 23 und 26 Grad.
Am Sonntag soll es ähnlich windig werden. In exponierten Lagen rechnen die Meteorologen auch mit stürmischen Böen. Tagsüber bleibe es bei höchstens 23 bis 27 Grad meist trocken und teils sogar heiter. In der Nacht sollen allerdings Schauer und einzelne Gewitter durch das Bundesland ziehen.
Der Wochenstart wird dann voraussichtlich ungemütlich: Ab Montagnachmittag soll es laut DWD Schauer und einzelne, teils kräftige Gewitter geben. Blitz und Donner werden von Sturmböen begleitet sowie vereinzelt von Starkregen und Hagel. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 21 und 25 Grad.
Am Dienstag soll sich das Wetter allerdings wieder beruhigen: Es wird laut der Vorhersage wechselnd bewölkt bis heiter bei maximal 20 bis 25 Grad. Es soll nur noch vereinzelte Schauer geben, vor allem im Norden Hessens. (dpa)
Zwei Verletzte bei Unfall mit Streifenwagen bei Erlensee
Erlensee. Bei einem Unfall mit einem Streifenwagen sind in der Nacht zu Samstag zwei Polizisten leicht verletzt worden. Eine 24 Jahre alte Fahrerin habe den Streifenwagen beim Abbiegen übersehen, teilte die Polizei mit. Beide Polizisten seien nach dem Zusammenstoß auf einer Landstraße bei Erlensee im Main-Kinzig-Kreis in einem Krankenhaus behandelt worden. Auch die 24-Jährige sei vorsorglich untersucht worden, hieß es. (dpa)
Kassel: Polizeihund Maverick spürt Dieb in Brombeerhecke auf
Kassel. Mit seiner feinen Nase hat ein Polizeihund namens Maverick einen flüchtigen Dieb in einer Brombeerhecke in Kassel aufgespürt. Der 45 Jahre alte Mann sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Im Stadtteil Fasanenhof hatte er am Donnerstagabend zuvor versucht, Taschen aus einem in einer Tiefgarage geparkten Auto zu stehlen.
Als der Eigentümer ihn auf frischer Tat ertappte, flüchtete er zunächst mit einem Fahrrad, stürzte und rannte dann weiter. Auf dem Parkplatz eines Supermarktes versuchte ein Passant, ihn zu stoppen, er konnte sich jedoch losreißen und versteckte sich in der Brombeerhecke auf einer Grünanlage. Dort fand ihn dann dank des Hundes die Polizei. (dpa)
Frankfurt: Mann sprüht Pfefferspray in Gesicht eines Polizisten
Frankfurt. Ein 22 Jahre alter Mann hat bei seiner Festnahme zwei Polizisten Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Zuvor hatte der Beschuldigte mutmaßlich eine Körperverletzung in der Frankfurter Innenstadt begangen, teilte die Polizei mit. Demnach konnten Beamte den jungen Mann in der Nacht auf Freitag aufspüren.
Corona-Untersuchungsausschuss beginnt mit „Beweisaufnahme“
Wiesbaden. Rund zwei Jahre nach seiner Einsetzung will der Corona-Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags erstmals öffentlich tagen. Am 4. September würden in der zehnten Sitzung die ersten vier Sachverständigen befragt, wie Parlamentssprecher Benjamin Holler mitteilte. „Das ist der Auftakt der Beweisaufnahme“, ergänzte er.
Jede der fünf Fraktionen im Wiesbadener Landtag darf zwei Experten benennen. Am kommenden Freitag steht die Befragung der ersten vier Sachverständigen auf der Tagesordnung. Weitere werden in späteren Sitzungen erwartet. Im Anschluss sollen die Zeugenvernehmungen beginnen.
Den Untersuchungsausschuss hatte der Landtag bereits im Juni 2024 auf Betreiben der AfD-Opposition eingesetzt. Nach einem gerichtlichen Streit über die ursprünglich 43 Fragen der AfD zur einstigen Corona-Politik gelten nur noch elf als zulässig. Die abgelehnten Fragen hatten sich teils auch auf die Bundes- und EU-Ebene bezogen. Dagegen wandten sich alle anderen vier Fraktionen unter Hinweis auf fehlende Hessen-Bezüge. Bürger, die der Anhörung folgen wollen, sind gebeten, sich vorab per E-Mail anzumelden.
Am kommenden Freitag sollen im Plenarsaal des Wiesbadener Landtags folgende Experten befragt werden:
- Andrea Kießling, Professorin für Öffentliches, Sozial-, Gesundheits- und Migrationsrecht an der Universität in Frankfurt
- Tom Lausen, Datenanalyst und Publizist
- Ursel Heudorf, Medizinprofessorin, bis 2019 stellvertretende Leiterin des Frankfurter Gesundheitsamtes
- Matthias Friehe, Juraprofessor an der Hochschule EBS für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel im Rheingau (dpa.)
Wochenende mit Regen, Wind und kühlen Nächten
Offenbach. Am Freitag bleibt es in Hessen wechselnd bis stark bewölkt mit Schauern, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Örtlich komme es zu Gewittern mit Starkregen, Unwetter seien nicht ausgeschlossen. Es wehe ein mäßiger Wind aus Südwest mit teils starken Böen. Die Höchstwerte liegen laut Vorhersage zwischen 22 und 25 Grad.
In der Nacht zum Samstag regnet es und die Temperaturen sinken auf bis zu elf Grad. Am Samstag ist es erneut häufig bewölkt. Am Abend sei Regen möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 26 Grad. Zeitweise könne es starke Böen geben.
Am Sonntag werde es etwas freundlicher. Dennoch bleibe es wolkig und vereinzelt regne es. Die Temperaturen liegen zwischen 23 und 27 Grad. Auch zum Start in die neue Woche ist laut Vorhersage keine deutliche Wetterbesserung in Sicht. (dpa)
Vier CDU-Politiker in Frankfurter Magistrat gewählt
Frankfurt. In Frankfurt steht der neue Magistrat, die CDU ist zurück in der Stadtregierung. In der ersten Stadtverordnetenversammlung nach der Sommerpause wurden vier Dezernenten abberufen und vier neue Stadträte gewählt.
Nach der Kommunalwahl hatten sich die Koalitionsverhandlungen im Römer lange hingezogen. Schließlich einigte man sich auf eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen mit Beteiligung der Kleinpartei Volt.
Im Zuge dessen verschoben sich die Parteienverhältnisse. Grüne und FDP mussten je zwei Dezernate abgeben. Die vier Posten beansprucht die CDU für sich. (dpa)
Siebzehnjähriger stirbt bei Motorradunfall
Battenberg. Ein 17 Jahre alter Motorradfahrer ist im Landkreis Waldeck-Frankenberg tödlich verunglückt. Nach Angaben der Polizei stieß er am Donnerstagabend zwischen Battenberg und Allendorf mit einem Auto zusammen. Der junge Mann erlitt schwerste Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle.
Der 60 Jahre alte Autofahrer wurde den Angaben nach leicht verletzt und kam in eine Klinik. Ein Gutachter soll nun klären, wie es zu dem Unfall kam. (dpa)
Museumsuferfest in Frankfurt beginnt
Frankfurt. Mit mehr als 500 Einzelveranstaltungen und einer Million erwarteten Besuchern steht in Frankfurt eines der größten Kulturfestivals Europas vor der Tür. Es wird am Freitag, 28. August, um 18 Uhr offiziell eröffnet. 28 teilnehmende Museen, 12 Bühnen und 400 Stände verwandeln das Museumsufer in ein Festgelände. Das Musikprogramm endet Freitag und Samstag um Mitternacht, endgültiger Schlusspunkt ist am Sonntag um 22 Uhr das Feuerwerk.
Umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer nach Gewittern
Darmstadt-Dieburg. Die Gewitter in der Nacht zum Freitag haben in Hessen keine größeren Schäden angerichtet. Nach Angaben der Polizeipräsidien im Land gab es hauptsächlich umgeknickte Bäume und einige abgedeckte Dächer. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Zu tun hatten die Rettungskräfte trotzdem.
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg etwa gab es laut Feuerwehr 60 Hilfeersuchen und 40 wetterbedingte Einsätze. Großteils betraf das Sturmschäden auf öffentlichen Verkehrswegen oder an Gebäuden, wie der Kreis mitteilte: „Zum Großteil handelte es sich um abgebrochene Äste, in zwei Fällen kippten Bäume auf Häuser, ohne jedoch größeren Schaden zu verursachen.“ (dpa)
Frankfurt: Beeinträchtigungen beim S-Bahnverkehr
Frankfurt. In und um Frankfurt kommt es seit dem Abend zu Beeinträchtigungen auf mehreren S-Bahnlinien. Es gebe Verspätungen und Ausfälle, hieß es vom Rhein-Main-Verkehrsverbund. Grund sei ein Notarzteinsatz im Umfeld des Frankfurter Hauptbahnhofes. Betroffen seien die S-Bahnlinien 1 bis 9.
Strecken seien nur teilweise befahrbar, in Abschnitten würden keine Züge rollen. Die Dauer der Betriebsstörung sei noch unklar, hieß es auf der Homepage. (dpa)
Gießen: Pilot bei Flugzeugunfall schwer verletzt
Gießen. Bei einem Unfall mit einem einmotorigen Flugzeug auf dem Flugplatz in Gießen-Lützellinden ist der Pilot am Nachmittag schwer verletzt worden. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte sei er bereits von einem Augenzeugen des Unfalls aus der Maschine geborgen worden, teilte die Polizei mit.
Der Mann sei mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden. Nach ersten Erkenntnissen kam es im Landeanflug zu dem Unfall. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen wurde in die Ermittlungen einbezogen. (dpa)
Paar setzt Hund im Kasseler Hauptbahnhof aus
Kassel. Im Kasseler Hauptbahnhof ist ein Hund ausgesetzt worden. Die Beamten entdeckten in der Bahnhofshalle einen älteren Rauhaardackel, der unter einer Bank mit einer kurzen Leine angebunden war, wie die Polizei mitteilte. Der Hund war offenkundig mit zwei Decken und Futter zurückgelassen worden. Die Polizei wertete die Videoüberwachung aus, die den Verdacht der Aussetzung erhärtete.
Die Ermittlungen ergaben laut Polizei Hinweise auf zwei Menschen; eine polizeilich bekannte Frau wurde identifiziert. Da am Dienstag zunächst keine anderweitige Unterbringungsmöglichkeit bestand, wurde der Hund über Nacht auf der Bundespolizeidienststelle versorgt. Eine Überprüfung des Hundes mittels eines Chiplesegeräts verlief zunächst ohne Ergebnis.
Am Mittwoch konnte der Dackel an das Veterinäramt übergeben werden. Dem Hund gehe es gut, berichtet die Polizei. Gegen das Paar wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen tierschutzrechtliche Vorschriften ermittelt. (dpa)
Biontech entscheidet bis Ende September auch über Marburger Werk
Mainz. Biontech will bis Ende September über die Zukunft der von der Schließung bedrohten Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur entscheiden. Dabei gehe es um das Ausloten möglicher Veräußerungsoptionen für Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie die Standorte von Curevac in Deutschland und im Ausland, teilte das Mainzer Unternehmen mit. Insgesamt bis zu 1.860 Stellen könnten von den Maßnahmen betroffen sein. Bei Curevac allein sind nach früheren Angaben rund 820 Jobs bedroht – größtenteils am Hauptsitz in Tübingen.
Biontech begründet die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten, Kosteneinsparungen sowie dem Fokus auf der Krebsmedizin. Die Nachfrage nach Corona-Impfstoff, der das Unternehmen während der Pandemie weltbekannt machte, geht mittlerweile massiv zurück. Schwerpunkt ist nun die Entwicklung neuer Produkte vor allem in der Onkologie.
Im Zuge der Umstrukturierung trennen sich die Mainzer auch von der Tochtergesellschaft JPT Peptide Technologies GmbH. JPT ist nach Angaben des Unternehmens ein führender internationaler Anbieter peptidbasierter Dienstleistungen für die Forschung und Entwicklung. Die Dubag Group mit Sitz in München werden die gesamte Belegschaft mit rund 130 Stellen übernehmen, teilte Biontech mit.
Biontech hat global etwa 8000 Mitarbeiter. Unternehmensmitbegründer Ugur Sahin verlässt den Impfstoffhersteller. Spätestens zum Februar kommenden Jahres wird Guido Oelkers den Job des Vorstandsvorsitzenden antreten. Wegen der weltweit geringeren Nachfrage nach Covid-19-Impfstoff haben die Mainzer im ersten Halbjahr 2026 einen Verlust von 1,35 Milliarden Euro verbucht. (dpa)
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