Pop-Art am Handgelenk – und Rolex wird wieder komplizierter

Rolex mit Mondphase, Hublot mit Jeff Koons: Der Uhrenherbst bringt einige Überraschungen

Rolex belebt eine Uhr wieder, die italienische Sammler einst «grosse Bratpfanne» tauften. Hublot holt einen der bekanntesten Pop-Art-Künstler ans Handgelenk, und Blancpain setzt mit einer winzigen mechanischen Uhr ein unerwartetes Zeichen.

19.09.2026, 07.30 Uhr

9 Leseminuten


Die Uhrenmarke Hublot hat dem Künstler Jeff Koons bei der Gestaltung der «Balloon Dog» viel Freiraum gelassen – und es geschafft, seine Ideen technisch umzusetzen.

Die Uhrenmarke Hublot hat dem Künstler Jeff Koons bei der Gestaltung der «Balloon Dog» viel Freiraum gelassen – und es geschafft, seine Ideen technisch umzusetzen.

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Hublot: kunstvoll aufgeblasen

Hublot Classic Fusion Balloon Dog

Hublot Classic Fusion Balloon Dog

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Jeff Koons ist eine Ikone der Pop-Art. Weltberühmt wurde der amerikanische Künstler unter anderem mit seinen «Balloon»-Skulpturen: Tierfiguren, die wie aus aufgeblasenen Ballons geformt wirken, tatsächlich aber aus hochglanzpoliertem Metall bestehen. Sie überführen die vergänglichen Gebilde von Strassenkünstlern in dauerhafte, begehrte Kunstobjekte. Nun hat Hublot Koons für eine Zusammenarbeit gewonnen. Ein erstes Resultat ist diese höchst originelle Interpretation der Classic Fusion, erhältlich in rot oder blau eloxiertem Aluminium sowie in poliertem Stahl. Gehäuse und Zifferblatt der «Balloon Dog» wirken, als wären sie durch einen zu hohen Innendruck nach aussen gewölbt worden. Die Illusion ist verblüffend: Am Handgelenk entsteht tatsächlich der Eindruck, die Uhr bestehe aus einem weichen, aufgeblasenen Material. Selbst Gehäuseboden und Armband greifen die Wölbungen auf. Limitiert auf je 200 Stück. 20 800 Franken.

Rolex: Die «Bratpfanne» ist zurück

Rolex Perpetual Padellone

Rolex Perpetual Padellone

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Rolex ist heute vor allem für robuste, vergleichsweise schnörkellose Modelle wie Submariner, GMT-Master oder Daytona bekannt. Dabei baute die Genfer Manufaktur früher durchaus komplizierte Uhren. An diese Tradition knüpft sie nun mit der neuen Perpetual Padellone an. Ihr Vorbild ist die Referenz 8171 aus den frühen 1950er Jahren, ein heute hoch gehandelter Vollkalender (Datum, Wochentag, Monat) mit Mondphase. Wegen ihres für damalige Verhältnisse grossen, flachen Gehäuses – wir sprechen von 39 Millimetern! – tauften italienische Sammler sie «Padellone»: grosse Bratpfanne. Rolex macht den einstigen Spitznamen nun zum offiziellen Modellnamen.

Vintage Rolex ref. 8171 «Padellone»

Vintage Rolex ref. 8171 «Padellone»

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Die Uhr übernimmt das charakteristische Anzeigeschema des historischen Vorbilds, ist technisch aber eine moderne Konstruktion. Im Innern arbeitet das neu entwickelte Automatikkaliber 7190 mit einer Frequenz von 5 Hertz. Der Kalender ist jetzt ein sogenannter Jahreskalender, das heisst, er unterscheidet selbständig zwischen Monaten mit 30 und 31 Tagen und muss nur einmal jährlich, Ende Februar, korrigiert werden. Damit setzt Rolex einen Weg fort, der sich bereits mit der eleganteren 1908 und der technisch ambitionierten Land-Dweller abgezeichnet hat: Die Marke verbreitert ihr Portfolio – ohne ihre industrielle Herangehensweise bei der Uhrmacherei aufzugeben. 64 800 Franken.

Mauron Musy: ohne Dichtungsring

Mauron Musy MU05-111nO-Ring

Mauron Musy MU05-111nO-Ring

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2013 gründeten Eric Mauron und Christophe Musy im Kanton Freiburg ihre feinmechanische Werkstatt mit einem ungewöhnlichen Ziel: Sie wollten ein Uhrengehäuse entwickeln, das ohne Dichtungsringe aus Kunststoff wasserdicht ist. «Dichtungsringe bestehen aus einem Material, das altert und regelmässig ersetzt werden muss», sagt Christophe Musy. «Eine Uhr sollte aber ein Leben lang halten.» Die Lösung, die die beiden 2016 mit ihrer ersten Kollektion präsentierten, prägt das Aussehen ihrer Uhren. Um die gewünschte Dichtigkeit zu erreichen, müssen die Komponenten aus Stahl und Saphirglas sowie ein dazwischenliegender Metallring mit höchster Präzision gefertigt und unter starkem Druck zusammengefügt werden. Vier Klammern halten die Konstruktion zusammen und verleihen dem Gehäuse seine charakteristische Form. Die bis 300 Meter wasserdichte MU05-111 nO-Ring Origin erinnert nun an das dreizehnjährige Bestehen des Unternehmens. Auf dem skelettierten Werk sind die handschriftlichen Berechnungen von Christophe Musy zu sehen. Limitiert auf 13 Exemplare, 34 000 Franken.

Blancpain: Hommage an eine Pionierin

Blancpain Lady B

Blancpain Lady B

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Mit ihrer neuen Lady B erinnert Blancpain an einen weniger bekannten Teil der eigenen Geschichte: an die Zeit von Betty Fiechter. Fiechter wurde 1933 Mitinhaberin der Manufaktur. Nach dem Tod ihres Geschäftspartners führte sie das Unternehmen ab 1939 allein weiter – damals mit mehr als 200 Mitarbeitenden. Unter ihrer Leitung entstand 1956 die Ladybird Bullet. Deren nur 11,85 Millimeter grosses Kaliber gilt laut Blancpain bis heute als kleinstes rundes mechanisches Uhrwerk, das je in Serie gefertigt wurde. Zum 70-Jahr-Jubiläum der Ladybird greift Blancpain die Idee der mechanischen Miniaturisierung wieder auf. Die neue Lady B misst gerade einmal 19 Millimeter im Durchmesser. In ihrem fast kugelförmigen Gehäuse arbeitet das automatische Manufakturkaliber 615 mit 180 Einzelteilen und 38 Stunden Gangreserve. Das doppelt gewickelte Lederband wird ohne sichtbare Bandanstösse durch das Gehäuse geführt. Die Lady B gibt es in Stahl und in Rotgold. Ab 9500 Franken.

Oris: The Muppets, dritter Streich

Oris ProPilot X Gonzo Edition

Oris ProPilot X Gonzo Edition

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Mit der ProPilot X Gonzo Edition geht Oris in die dritte Runde in der Zusammenarbeit mit Disney und den Muppets. Auf Kermit und Miss Piggy folgt der eigensinnige Gonzo mit seinem Erkennungszeichen, der Pfefferschote. Diese weist auf dem skelettierten Zifferblatt mit kunterbuntem Farbverlauf auf die verbleibende Gangreserve des Uhrwerks, das bei Vollaufzug zehn Tage lang läuft. Auf diese verweist das X im Namen der Uhr. «10 GREAT DAYS» verspricht die Anzeige sogar. Gonzo selbst hat sich versteckt. Er kommt nur zum Vorschein, wenn man die Uhr komplett aufgezogen hat. Dann nämlich schmiegen sich die Spiralen der Aufzugsfeder aneinander und offenbaren ihn als Lasergravur auf ihren Flanken. Wenn die Sonne scheint, hat die Uhr eine weitere Überraschung parat: Der sonst silberne Zifferblattreif erstrahlt dann dank einer Laserbehandlung in den Farben des Regenbogens. 8500 Franken.

Certina: ungeahnte Tiefen

Certina DS Super PH2000M

Certina DS Super PH2000M

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Diese Uhr überlebt Tauchgänge, von denen kein Mensch lebend zurückkäme, denn Certina hat ihr Titangehäuse mit Heliumventil so konstruiert, dass sie dem Wasserdruck in 2000 Metern Tiefe, also 200 bar, standhält. Während für übliche Taucheruhren 300 Meter der Standard und bereits mehr als genug ist, reizt die neue DS Super PH2000M das Machbare aus. Mit einem Durchmesser von 43 mm und einer Dicke von 16 mm macht diese Uhr den Trend zu kleineren und feineren Uhren nicht mit. Das hat sie auch gar nicht nötig. Mit ihren in unterschiedlichen Farben erhältlichen Zifferblättern ist sie wie gemacht für den Wassersport. Die bei Certina übliche Double Sécurité (DS-)Bauweise wird hier mit dem Kürzel PH ergänzt für «Pression Hydrostatique», also den Wasserdruck, dem das Gehäuse widersteht. Im Inneren tickt ein Powermatic-Kaliber mit 80 Stunden Gangautonomie und Siliziumspirale zum Schutz vor Magnetfeldern. 1235 Franken.

Gallet: Auferstehung

Gallet Flying Officer

Gallet Flying Officer

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Georges Kern hat um die Marke Breitling eine kleine Uhrengruppe mit insgesamt drei Marken aufgebaut. Im obersten Preissegment thront Universal, während unter Breitling neu die 1826 gegründete Marke Gallet angesiedelt ist, die lange ungenutzt vor sich hinschlummerte. «Breitling hat sich mit seiner immer grösseren Fertigungstiefe und den eigenen Kalibern immer weiter vom Einsteigermarkt entfernt. Mit Gallet füllen wir nun diese Lücke», sagte Kern anlässlich der Markeneinführung an den Geneva Watch Days. Die Preise starten bei 2500 Franken.

Gallet Tribute to Yachting Big Eye

Gallet Tribute to Yachting Big Eye

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Einige Uhren kosten jedoch etwas mehr, wie diese Tribute to Yachting Big Eye. Sie ist eine Hommage an einen Yachttimer aus dem Jahr 1960. Die farbigen Sektoren im Minutenzähler sind ein Hilfsmittel für den Countdown zum Regattastart. Alle Uhren von Gallet haben denselben Abstand der Bandanstösse, so dass sämtliche Armbänder der Marke, die auch separat erhältlich sind und ohne Werkzeug gewechselt werden können, an jede Uhr passen. 5900 Franken.

Omega: zurück zu den Wurzeln

Omega Speedmaster 38 mm

Omega Speedmaster 38 mm

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Mit ovalen Totalisatoren sollte sich die letzte Edition der Speedmaster 38 mm Kollektion einst von der Moonwatch emanzipieren. Doch nun hat Omega es sich anders überlegt: Die runden Zähler für kleine Sekunde, Minuten und Stunden sind wieder zurück auf dem Zifferblatt der Uhr, die eine etwas kleinere, automatische Version der berühmten Speedmaster Professional ist. Es gibt sie in sieben Varianten, entweder mit Diamanten oder der berühmten Tachymeterskala auf der Lünette. Die preisgünstigste Variante mit schwarzem Zifferblatt und schwarzer Lünette, die der Moonwatch am ähnlichsten sieht, ist die einzige Variante, die auf ein Datum verzichtet. Alle anderen zeigen das Datum in einem Fenster bei sechs Uhr. Ab 5500 Franken.

Maurice de Mauriac: Tennis zum Geburtstag

Maurice de Mauriac Rallymaster

Maurice de Mauriac Rallymaster

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Swiss Tennis feiert dieses Jahr seinen 130. Geburtstag. Das sorgt auch bei der Zürcher Independent-Marke Maurice de Mauriac für Partylaune. Immerhin wurde das von Carlton DeWoody gestaltete Modell Rallymaster mit dem Thema Tennis im Hinterkopf gestaltet, was sich im Netz äussert, das sich quer übers Zifferblatt spannt. Zur Feier des Geburtstags bringt Maurice de Mauriac eine auf 130 Stück limitierte Sonderausführung der Uhr im Rotton von Swiss Tennis. Die Uhr kommt zusammen mit einem speziellen Tennisball in einer Box mit dem Swiss-Tennis-Logo. Das ebenfalls rot gefärbte Stretcharmband erinnert an die Armbänder der Tennisspieler. Besonders schön anzusehen ist die Uhr, wenn das Licht ausgeht. Super-LumiNova-Leuchtmasse lässt die Gestaltung des Zifferblatts dann in den Vordergrund treten. 2500 Franken.

Mondaine: Tiefeneffekt

Mondaine Doppio

Mondaine Doppio

Mondaine, die Marke, die das Design der Schweizer Bahnhofsuhr ans Handgelenk brachte, ergänzt ihre Doppio-Kollektion um eine 33 Millimeter grosse Variante mit roségoldfarbenem Zifferblatt. Feine schwarze Kreismuster erzeugen darauf einen dezenten Moiré-Effekt – ein Effekt, der durch feine schwarze Kreismuster entsteht, die dem Zifferblatt Tiefe und optische Spannung verleihen. Schwarze Indizes und Zeiger sorgen für Kontrast und gute Ablesbarkeit. Typisch für die Doppio sind die doppelt ausgeführten Linien von Zeigern und Indizes, das konkav gewölbte Zifferblatt und das doppelt gewölbte Saphirglas. Das Gehäuse besteht aus poliertem Edelstahl und wird mit einem ebenfalls polierten Milanaise-Armband aus Stahl kombiniert. Im Innern arbeitet ein Schweizer Quarzwerk; die Uhr ist bis 50 Meter wasserdicht. 259 Franken.

Hermès: Ein Klassiker wird sportlich

Hermès Cape Cod

Hermès Cape Cod

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Das wohl bekannteste Uhrenmodell von Hermès, die Cape Cod, wurde 1991 von Henri d’Origny gestaltet und erinnert an das Glied einer Ankerkette, wie es sie auch als Schmuckstücke von Hermès gibt. Dass das Zifferblatt im rechteckigen Gehäuse quadratisch ist, sieht man erst auf den zweiten Blick. Die Uhr, die bisher nur in Stahl oder Edelmetallen hergestellt wurde, bekommt nun erstmals ein leichtes Kleid aus Titan. Gleichzeitig verschwinden die Rundungen, die noch stärker an eine Kette denken liessen. Der orangefarbene Sekundenzeiger und die Kautschukbänder, die in unterschiedlichen Farben erhältlich sind, verleihen der sportlichen Uhr, die bis 100 m wasserdicht ist, einen fröhlichen Charakter. 6280 Franken.

Jaeger-LeCoultre: winziges Kaliber neu geschmückt

Jaeger-LeCoultre 101 Secrets

Jaeger-LeCoultre 101 Secrets

Die Manufaktur Jaeger-LeCoultre gehört zu den Uhrenherstellern mit einer besonders grossen Zahl unterschiedlicher Uhrwerke, die noch immer produziert werden. Einige davon sind legendär – etwa das 1929 erstmals vorgestellte Kaliber 101. Mit einem Volumen von nur 0,2 Kubikzentimetern gilt es bis heute als kleinstes rechteckiges mechanisches Uhrwerk der Welt. Der winzige Mechanismus eignet sich besonders für Schmuckuhren, bei denen die Zeitanzeige nicht im Vordergrund steht. Mit der 101 Secrets zeigt Jaeger-LeCoultre einmal mehr, dass die Manufaktur nicht nur komplizierte Uhrwerke beherrscht, sondern auch das traditionelle Kunsthandwerk pflegt. Hauseigene Steinfasser besetzen den Armreif mit zahlreichen rosa Saphiren und Brillanten. Besonders raffiniert ist der verborgene Mechanismus, mit dem sich das Zifferblatt zum Vorschein bringen lässt. Im geschlossenen Zustand ist dem Schmuckstück nicht anzusehen, dass sich darin überhaupt eine Uhr verbirgt. Von dem Modell entstehen lediglich drei Exemplare. Preis auf Anfrage.

Titoni: Tourbillon-Premiere

Titoni Tourbillon Luxe

Titoni Tourbillon Luxe

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In der Schweiz ist Titoni ausserhalb von Uhrenkreisen erstaunlich wenig bekannt. In China jedoch hat das über 100-jährige Grenchner Familienunternehmen seit Jahrzehnten einen Namen. Der chinesische Markt ist bis heute der wichtigste für die Marke, doch seit einigen Jahren setzt Titoni verstärkt auch wieder auf Europa. Nun hat das in vierter Generation geführte Unternehmen erstmals ein Tourbillon lanciert. Das neue Handaufzugskaliber T1000 bietet mehr als 100 Stunden Gangreserve und wird in Grenchen von Hand montiert; das Gehäuse besteht aus schwarzer Hightech-Keramik. Mit dem Tourbillon erschliesst sich Titoni erstmals eine der prestigeträchtigsten Komplikationen der mechanischen Uhrmacherei – und zugleich eine neue Preiskategorie. Das Gros des bisherigen Sortiments bewegt sich preislich im niedrigen vierstelligen Bereich. 12 800 Franken.

Louis Erard: wertvolles Stroh

Louis Erard Marquetterie de Paille

Louis Erard Marquetterie de Paille

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Einst kurz vor dem Untergang, hat sich Louis Erard zu einer Marke entwickelt, die in regelmässigen Abständen für Überraschung sorgt. Unter der Leitung von Manuel Emch entstehen Uhren, die sowohl Sammler als auch Amateure begeistern. Emch, der in der Uhrenindustrie bestens vernetzt ist, schafft es immer wieder, mit ungewöhnlichen Kooperationen zu überraschen. Es gibt davon zwei Arten: die Zusammenarbeit mit Uhrmachern und diejenige mit Handwerkskünstlern. Die jüngste Edition entstand mit dem Künstler Bernardo d’Orey, der mit eingefärbtem Stroh aufwendige Einlegearbeiten erschafft. Für das Zifferblatt dieser Uhr musste er mit winzigen, geometrisch zurechtgeschnittenen Flöckchen aus Stroh arbeiten, die er auf der Fläche einer Briefmarke zu einem Mosaik zusammensetzt und auf die Basis aus Messing aufklebt. Die natürliche Textur der flachgehämmerten Halme sorgt für optische Tiefe und dafür, dass jede Uhr ein Unikat ist. 4500 Franken.

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