Stand: 13.08.2026, 19:45 Uhr
Kommentare
Rom investiert 1,6 Millionen Euro: Die Piazza di Spagna wird zur Fußgängerzone – und auch die Piazza Mignanelli soll autofrei werden.
Piazza di Spagna wird sein Gesicht verändern, mit mehr Platz für Fußgänger, weniger Autos und einem Budget von 1,6 Millionen Euro für die Neugestaltung, das auch die Piazza Mignanelli und die Via di Propaganda umfasst. Die Mittel stammen aus der Haushaltsanpassung und betreffen die Planung und Ausführung der Arbeiten, die bis zum ersten Halbjahr 2027 terminiert sind. Das erklärte Ziel des Kapitols ist es, die öffentlichen Räume eines der meistbesuchten Orte der Stadt neu zu organisieren, die fußläufige Nutzbarkeit zu erhöhen und in Sachen Stadtbildpflege sowie Aufwertung der monumentalen Kulissen einzugreifen.
Content-Partnerschaft
Dieser Artikel von Maurizio Perriello entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.
Eine der wichtigsten Veränderungen betrifft die Erweiterung der Fußgängerzone auf der Piazza di Spagna, die zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Rom zählt. Der für Fahrzeuge gesperrte Bereich wird auf den Raum zwischen der Colonna dell'Immacolata Concezione und der Fassade des Palazzo di Propaganda Fide ausgedehnt. Die neue Zone wird durch einen Bordstein aus Sampietrini mit Travertineinfassung abgegrenzt, der auch dazu dient, das unerlaubte Parken von Autos und Motorrädern zu verhindern. Zudem ist eine außerordentliche Instandhaltung des Pflasters aus Sampietrini vorgesehen, während die Gehwege mit Basaltplatten und Granitborden verbreitert werden.

Das Projekt sieht außerdem die vollständige Umwandlung der Piazza Mignanelli in eine Fußgängerzone vor, mit der Festigung der kompletten Sperrung für den Fahrzeugverkehr. Der Eingriff zielt darauf ab, eine größere Kontinuität zwischen den verschiedenen Bereichen des Tridente zu schaffen, die direkt im Herzen des monumentalen Areals für Autos geschlossen sind.
Mehr Fußgängerflächen und neuer Straßenschnitt in der Via di Propaganda
Auch die Via di Propaganda verändert sich. Die Querschnitte der Fahrbahn werden auf 3,90 Meter reduziert, um eine deutliche Verbreiterung der Gehwege auf beiden Seiten zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk gilt der Seite des Palazzo di Propaganda Fide, um die berühmte Fassade von Francesco Borromini besser zur Geltung zu bringen. Der Fußweg wird mit historischen Pollern in Stielform geschützt, während auf der Fahrbahn das Pflaster mit Sampietrini im Format 12 mal 12 Zentimeter wiederhergestellt wird.
Der Plan umfasst zudem die Sperrung des letzten Abschnitts der Via della Vite für den Fahrzeugverkehr, um die Kontinuität der Fußgängerbereiche rund um die Piazza di Spagna zu stärken. Die Verkehrsführung wird so organisiert, dass sie mit der Ztl A1 kompatibel ist, mit Zufahrt über die Kontrollstelle in der Via di Propaganda und Ausfahrt über die Via dei Due Macelli in Richtung Via Francesco Crispi und Via Capo le Case–Via della Mercede. So soll ein zusammenhängendes System von Verkehrsberuhigung und Fußgängerzonen geschaffen werden, das den historischen Stadtraum schützt.
Barrierefreie Querungen und Finanzierung des Projekts
Es werden außerdem zwei erhöhte Fußgängerüberwege angelegt: einer in der Via di Propaganda an der Kreuzung mit der Via Frattina und der andere in der Via dei Due Macelli. Sie erhalten eine befahrbare Oberfläche aus Basalt und Fußgängerstreifen aus Travertinplatten, wodurch eine barrierefreie und durchgängige Route entsteht, die auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut nutzbar ist. Diese Maßnahmen sollen Sicherheit und Komfort für alle Nutzer deutlich erhöhen.
Wie bereits erwähnt, beläuft sich die Gesamtfinanzierung auf 1,6 Millionen Euro. Wie der Vorsitzende der Tourismuskommission von Roma Capitale, Mariano Angelucci, erläuterte, wurden zu den anfänglichen 500.000 Euro im Rahmen der Haushaltsanpassung weitere 1,1 Millionen Euro bereitgestellt. „Das Projekt zur Neugestaltung der Piazza di Spagna, der Piazza Mignanelli, der Via di Propaganda und der Verbindung zur Via della Vite und zur Via di Frattina steuert auf seinen Abschluss zu“, erklärte Angelucci.
Ziel: Mehr Raum für Bewohner und Besucher der Stadt
Für den PD-Stadtrat besteht das Ziel darin, „den Bewohnern, den Touristen und all jenen, die unsere Stadt beleben, mehr Raum zurückzugeben“, und gleichzeitig die Colonna dell'Immacolata sowie die borrominische Fassade des Palazzo di Propaganda Fide aufzuwerten. Die Eingriffe sind, dem vom Kapitol vorgegebenen Zeitplan zufolge, bis zum ersten Halbjahr 2027 vorgesehen. Damit soll einer der symbolträchtigsten Orte Roms besser geschützt und gleichzeitig zeitgemäß nutzbar gemacht werden. Wer im Italien-Urlaub mit dem Auto unterwegs ist, muss generell aufpassen, kein Bußgeld zu kassieren.