Mythos Mont Ventoux: Deutsche Tour-Hoffnung glänzt bei Königsetappe in der Provence

Rosenheimerin fährt bei der Tour de France weiter in Weiß

Stand: 08.08.2026, 12:41 Uhr

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Die Tour de France Femmes biegt langsam auf die Zielgerade ein. Auf der Königsetappe am Mont Ventoux glänzte auch die beste deutsche Starterin.

Mont Ventoux – Der Mont Ventoux hat eine mystische Ausstrahlung. Der höchste Berg der Provence mit seinem kahlen Gipfel ist eine feste Größe in der Radsportgeschichte. Hier spielten sich während der Tour de France sowohl tödliche Dramen als auch legendäre Kletterduelle ab. Jetzt war der Ventoux auch das erste Mal Teil der Tour de France Femmes. Unter den ersten Fahrerinnen am Gipfel: Die Rosenheimerin Antonia Niedermaier.

Antonia Niedermaier

Antonia Niedermaier in Aktion (Archivbild). © David Pintens/picture alliance/dpa/Belga

Die U23-Weltmeisterin im Einzelzeitfahren von 2023 und 2024 startet in diesem Jahr das erste Mal bei der Tour. In ihrem Team gilt sie als Edelhelferin für die ehemalige Tour-Siegerin Kasia Niewiadoma und erfüllte diesen Job auch auf der härtesten Etappe am Mont Ventoux tadellos. Niedermaier war die einzige Helferin, die auch am finalen Anstieg eine Zeit lang an der Seite ihrer Teamleaderin bleiben konnte.

Tour de France Femmes: Niedermaier-Team kämpft gleich in zwei Wertungen um den Sieg

Am Ende gelang Niewiadoma ein echter Husarenritt. Sie gewann nicht nur die Königsetappe der diesjährigen Tour, sondern schlüpfte auch ins Gelbe Trikot. Der Kampf um den Gesamtsieg könnte vor den letzten beiden Etappen spannender nicht sein: Niewiadoma, Demi Vollering und Marlen Reusser liegen innerhalb von gerade einmal 39 Sekunden. Aber auch Niedermaier, als Sechste am Gipfel des Ventoux, sicherte sich den Spitzenplatz in der Nachwuchswertung.

Damit wird sie auch am Samstag das Weiße Trikot überstreifen dürfen. Niedermaiers ärgste Verfolgerin Paula Blasi liegt derzeit über eine Minute hinter ihr. Isabella Holmgren liegt dagegen schon fast drei Minuten zurück. Doch einfach wird es für die 23-jährige Rosenheimerin nicht auf den letzten beiden Etappen.

Zum einen wartet am Samstag die längste Etappe der Tour, ehe beim Finale am Sonntag auf dem Weg nach Nizza viermal der kurze, aber steile Col d‘Eze erklommen werden muss. Und Niedermaier muss zwei Kämpfe gleichzeitig kämpfen. Zum einen will sie das Weiße Trikot bis ins Ziel tragen, zum anderen muss sie ihrer polnischen Teamkollegin im Kampf um den Gesamtsieg helfen. (phm)