Putin droht Nato mit Atomwaffen: Kaliningrad im Fokus

Erstmals seit Kaltem Krieg

Russland droht der Nato offiziell mit Atomwaffen

Russland droht der Nato erstmals seit dem Kalten Krieg mit Atomwaffen. Grund ist die Sorge um die Exklave Kaliningrad, die an Litauen und Polen grenzt. Die Nato weist die Drohungen als unbegründet zurück.

Publiziert: 30.09.2026 um 21:39 Uhr

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Aktualisiert: 30.09.2026 um 22:23 Uhr

  • Russland droht Nato mit Atomwaffen wegen Spannungen um Kaliningrad-Exklave.
  • Erste nukleare Drohung gegen Nato seit Ende des Kalten Krieges.
  • Nato betont: Keine Bedrohung für Russland, Kaliningrad bleibt unberührt.
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Mattia JutzelerRedaktor News

Die Situation zwischen der Nato und Russland bleibt angespannt. Besonders im Baltikum scheint es aktuell zu brodeln. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wirft der Kreml dem Verteidigungsbündnis in der Region einen «gefährlichen und rücksichtslosen Kurs» vor, der «ein hohes Risiko des Ausbruchs eines bewaffneten Konfliktes» mit sich bringe.

Kreml-Chef Wladimir Putin (73) sorge sich wohl besonders um seine Exklave rund um die Stadt Kaliningrad. Das russische Gebiet grenzt an die Nato-Staaten Litauen und Polen. Russland droht dem Verteidigungsbündnis nun jedoch ganz konkret: «Russland wird bereit sein, sein gesamtes Arsenal an Streitkräften und Fähigkeiten, einschliesslich Atomwaffen, zur Verteidigung seines Territoriums einzusetzen», heisse es in einem russischen Dokument.

Nato sei keine Bedrohung für Russland

Laut «Focus» handelt es sich hier um die erste offizielle nukleare Drohung Russlands gegen die Nato seit dem Ende des Kalten Krieges. Eine Drohung, die aus Sicht der Nato völlig unbegründet ist. In einer schriftlichen Antwort erklärte das Verteidigungsbündnis, dass keine seiner «Übungen oder Aktivitäten eine Bedrohung für Kaliningrad darstellt.»

«Wir sind ein Verteidigungsbündnis. Und wir müssen diese nuklearen Drohungen stoppen. Das ist absolut nicht angebracht und nicht hilfreich», sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte zu Reuters. Russland solle stattdessen seinen Krieg gegen die Ukraine einstellen und die Nuklearrhetorik einstellen.