Stand: 21.10.2026, 08:00 Uhr
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Ein Mann verunglückt in den Alpen und stirbt, ein anderer ruft aus der Distanz die Rettung. Bald wird klar: Beide teilen eine mysteriöse Vergangenheit. „Ein unmöglicher Zufall“, glaubt der Richter im gleichnamigen ARTE-Drama. Sagt der Bergsteiger die Wahrheit - oder steckt doch ein Mord dahinter?
Wann ist eine zufällige Begebenheit so unwahrscheinlich, dass man nur an ihr zweifeln kann? Dieser Frage nähert sich ein ARTE-Spielfilm, der mit dem tödlichen Sturz eines Bergsteigers in den Alpen beginnt. Ein weiterer Mann, der auf demselben Weg unterwegs war, beobachtet das Unglück aus der Ferne und ruft die Rettungskräfte, die aber nichts mehr tun können. Bald wird klar: Die beiden Männer kannten sich, sie teilten eine geheimnisvolle Vergangenheit. Für den Untersuchungsrichter ist das „Ein unmöglicher Zufall“, so der Titel des französischen Werks, das auf der literarischen Vorlage des italienischen Autors Erri De Luca basiert.

Regisseur Emmanuel Finkiel, der auch das Drehbuch verfasste, inszeniert seinen Film von 2025 als aufregendes psychologisches Drama: Enzo Tovoli (Fabrizio Bentivoglio), der Zeuge des Unfalls, bekommt am darauffolgenden Tag Besuch von der Polizei und wird verhaftet. Denn der Untersuchungsrichter Dorieu (gespielt vom dreifachen César-Preisträger Swann Arlaud) hat Ungereimtheiten entdeckt, denen er auf den Grund gehen will. Mit dem Opfer, das seit 40 Jahren unter neuem Namen im Zeugenschutzprogramm lebte, verbindet Tovoli nämlich eine gemeinsame Geschichte als enge Freunde.
Dass sich ausgerechnet diese beiden Männer vier Dekaden später zufällig unter derlei Umständen in den Bergen begegnen, hält der jüngere Richter für ausgeschlossen. Er unterstellt dem Verdächtigen einen Rachemord und bohrt in eindringlichen Verhören weiter nach. Doch Tovoli bleibt hartnäckig bei seiner Aussage. Es beginnen aufreibende Psychospielchen und ein hartes Ringen um die Wahrheit. Im Zentrum steht laut ARTE-Ankündigung die Frage, „ob eine Tat nur deshalb wahrscheinlicher wird als ein unwahrscheinlicher Zufall, weil es ein Motiv gibt“. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)