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- Beim „Aarauer Rave“ in der Schweiz ist eine 22-Jährige durch Schüsse getötet worden, mehrere Menschen wurden verletzt
- Die Fahndung nach dem unbekannten Täter läuft, sein Motiv ist noch völlig unklar
- Ein DJ berichtet von „herzzerreißenden“ Szenen
Bei dem Techno-Festival „Aarauer Rave“ in der Schweiz sind in der Nacht Schüsse gefallen. Dabei wurde eine 22 Jahre alte Frau getötet. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren seien leicht bis schwer verletzt worden. Alle Opfer wohnen den Angaben zufolge in der Schweiz. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet jedoch, dass die Getötete Italienerin gewesen sein soll. Wer die Schüsse abgegeben hat, war zunächst unklar. Nach dem Täter wird laut Polizei gefahndet. „Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat sind noch unklar“, hieß es von den Ermittlern.

Am Nachmittag gab ein Polizeisprecher bekannt, man gehe nicht davon aus, dass der oder die Täter sich noch in Aarau aufhielten. Als Motiv kommen sowohl ein Anschlag als auch ein persönliches Motiv oder eine Schießerei infrage. Gegen einen Anschlag spreche laut Ermittlern jedoch, dass sich der Vorfall erst ereignete, als die Veranstaltung an ihr Ende gekommen war.
Noch immer läuft ein Großeinsatz der Polizei. „Bleiben Sie dem Gebiet fern“, schrieb die Polizei am Morgen. Die Gegend ist großräumig abgesperrt. Auf einem Video, das die Schweizer Zeitung „Blick“ veröffentlichte und das von der Nähe des Tatorts stammen soll, sind rund zehn Schüsse zu hören. Die Polizei könne „mehrere Schussabgaben bei einer größeren Personengruppe“ bestätigen, so Polizeisprecherin Vanessa Rumpold. Die Polizei bat darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden.
Auch die Polizei auf deutscher Seite sei an den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen beteiligt, hieß es. Dies sei reine Routine in der Polizeiarbeit, betonte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. Angaben zu den konkreten Maßnahmen machte er nicht. Der Tatort liegt Luftlinie knapp 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Polizisten patrouillieren auf einer Straße in der Innenstadt von Aarau. © Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa | MICHAEL BUHOLZER
„Aarauer Rave“: Techno-Festival mit rund 3500 Besuchern
Laut Schweizer Medien fielen die Schüsse in der Nacht zwischen 2 und 3 Uhr bei der Veranstaltung „Aarauer Rave“. Dabei handelt es sich um eine Techno-Party von Samstagnachmittag bis in die Nacht zum Sonntag mit rund 3500 Besuchern auf der Pferderennbahn von Aarau. Aarau im Schweizer Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich.

Tatort der tödlichen Schüsse: der „Aarauer Rave“ im Schweizer Kanton Aargau.© AFP | Harold Cunningham
Gegenüber der Schweizer Zeitung „Blick“ äußerten sich mehrere Zeugen. Zunächst hätten die Besucher die Schüsse für ein Feuerwerk gehalten, so eine Frau. Dann habe jemand „Alle runter!“ gerufen. Die Gruppe habe sich daraufhin unter dem DJ-Pult versteckt. Eine Frau sei von einer Kugel getroffen worden. Alle Besucher des Raves seien von der Polizei in eine Turnhalle gebracht worden. „Es war schrecklich“, so die Zeugin gegenüber der Zeitung. Das Ganze habe sich unmittelbar nach dem Ende der Veranstaltung abgespielt.

Das Gelände der Pferderennbahn Schachen. © Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa | MICHAEL BUHOLZER
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DJ nach Schüssen in der Schweiz: „Absolut herzzerreißend“
Bei Instagram äußerte sich auch der DJ der betroffenen Veranstaltung. Was auf dem Rave passiert sei, sei absolut herzzerreißend, schrieb DJ Tekibo. „Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein.“
Er versuche immer noch, das Ganze zu verarbeiten. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und finde einfach nicht die richtigen Worte. Er werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen, kündigte er an.
bee/dpa/afp