Schweinestall steht in Flammen: Mehr als 1000 Tiere sterben

Stand: 07.08.2026, 07:03 Uhr

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Ein Großbrand auf einem Bauernhof in Ried hat in der Nacht verheerende Schäden angerichtet. Stall und Lagerhalle brannten vollständig nieder – kein einziges Tier überlebte.

Ried – Ein verheerender Brand hat in der Nacht auf einem Bauernhof im Landkreis Aichach-Friedberg gewütet. Mehr als tausend Schweine kamen bei dem Feuer in Ried, nahe Augsburg, ums Leben – kein einziges Tier überlebte das Inferno.

Schweine sterben bei Brand in Ried im Landkreis Aichach-Friedberg

Schweine sterben bei Brand in Ried im Landkreis Aichach-Friedberg. © Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mega-Brand in Bayern: 1000 Tiere sterbe bei Feuer in Schweinestall

Sowohl der Schweinestall als auch eine angrenzende Halle standen am Abend komplett in Flammen, wie Kreisbrandrat Christian Happach von der Feuerwehr mitteilte. Die Löscharbeiten dauerten die gesamte Nacht an – noch am Morgen waren Einsatzkräfte vor Ort, um letzte Glutnester zu bekämpfen, wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord bestätigte. Neben dem Stall wurde auch eine Lagerhalle mit Getreide vollständig vernichtet.

Wegen einer massiven Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr die Bevölkerung in der Umgebung zunächst aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Polizei bat Autofahrer, einen großen Bogen um das betroffene Gebiet zu fahren. Inzwischen bestehe laut einem Polizeisprecher keine Gefahr mehr für die Anwohner. Die an den Hof grenzende Staatsstraße bleibt jedoch vorerst weiterhin gesperrt.

Warum das Feuer ausbrach, stand zunächst nicht fest. Auf Brandstiftung gebe es bislang keine Hinweise, erklärte ein Polizeisprecher in der Nacht. Auch eine erste Einschätzung des entstandenen Schadens war den Ermittlern zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.

Landwirte eilen mit Traktoren und Wassertanks zu Hilfe

Den Feuerwehrleuten gelang es dabei, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern – auch auf einen in der Nähe stehenden Heizöltank sowie eine Getreidetrocknungsanlage.

Wie viele Tiere genau in dem Stall waren, blieb zunächst unklar. Die Polizei berief sich auf den Landwirt und sprach von 1600 Schweinen, die Feuerwehr nannte eine Zahl zwischen 1200 und 1300 Tieren. Kreisbrandrat Happach erklärte, das Ruinengebäude sei zunächst nicht begehbar gewesen – es sei jedoch davon auszugehen, dass kein Tier den Brand überlebt habe.

Zahlreiche Landwirte unterstützen die Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Mit ihren Traktoren zogen sie in der Nacht große Wassertanks zur Einsatzstelle. Teile der Wände rissen die Einsatzkräfte mit einem Bagger ein, um auch an die dahinter liegenden Glutnester zu gelangen. Insgesamt waren rund 350 Einsatzkräfte zu dem Bauernhof ausgerückt. (Quelle: dpa) (kam)