Unwetter-Alarmstufe Rot in Griechenland: Katastrophenschutz wird aktiv – auch Urlauber-Inseln im Fokus

Stand: 26.10.2026, 20:28 Uhr

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Wieder rollen schwere Unwetter auf Griechenland zu. In mehreren Regionen hat der Katastrophenschutz Alarmstufe Rot ausgerufen.

Athen – Bereits Mitte Oktober hatten schwere Unwetter in Griechenland für Ausnahmezustand und schwere Schäden gesorgt. Jetzt rollt der nächste Sturm auf die Region im Mittelmeer zu. In vielen Regionen rechnet man in der griechischen Regierung offenbar mit heftigen Folgen und hat die Alarmstufe Rot ausgerufen.

Anfang Oktober hatten schwere Unwetter in Griechenland für Gefahr gesorgt. Hier ein blick auf die Insel Skiathos. (Archiv)

Anfang Oktober hatten schwere Unwetter in Griechenland für Gefahr gesorgt. Hier ein blick auf die Insel Skiathos. (Archiv) © Diane Gore/dpa

Von Montag, 26. Oktober, bis Donnerstag, 29. Oktober, hat das Generalsekretariat für Katastrophenschutz den Alarmzustand der Stufe Rot ausgerufen. Man rechnet nach Angaben von Skai mit starken Regenfällen, Hagel und Gewittern. Zudem erwartet man, dass sich die Lage am Mittwoch, dem griechischen Nationalfeiertag, noch verschlimmern soll. Besonders der Osten Griechenlands ist nach Einschätzung des Nationalen Meteorologischen Dienstes betroffen. Dennoch sind auch andere Regionen vorsichtshalber in Alarmbereitschaft.

Roter Unwetter-Alarm in Griechenland: Diese Regionen trifft es besonders

Betroffen sind folgende Regionen in Griechenland:

  • Die Region Attika. Damit ist die bevölkerungsreichste Region Griechenlands betroffen, in der auch die Hauptstadt Athen liegt.
  • Nördliche Ägäis: Zu der Verwaltungsregion im Nordosten Griechenlands zählen etwa die Inseln Lesbos, Samos, Limnios und Chios.
  • Die Regionaleinheiten der Dodekanes-Inseln in der südlichen Ägäis: Zu dieser Region gehören die Urlauber-Inseln Rhodos, Kos, Symi und Karpathos.
  • Die Regionaleinheiten Sporaden, Magnesia und Larissa der Region Thessalien.
  • Die Regionaleinheiten Evia, Phthiotis und Böotien der Region Mittelgriechenland.

Behörden mobilisieren Streitkräfte und Rettungskräfte

Besonders im Fokus sind dem Bericht nach die beiden Regionen Attika und die nördliche Ägäis. Das liege vor allem an dem vorangegangenen Unwetter, das hier schwere Schäden verursacht hatte. Deshalb habe man den roten Alarmcode frühzeitig aktiviert, um die Einsatzbereitschaft von Feuerwehr und Polizei zu stärken und notwendige Präventivmaßnahmen einzuleiten. Militär, Feuerwehr, Polizei und Küstenwache sind in Alarmbereitschaft.

Der rote Code sorgt in Griechenland dafür, dass alle nationalen Notfallmechanismen vollständig aktiviert werden. So werden personelle Ressourcen sowie Materialien bereitgestellt und vorbereitet. Damit sollen im Notfall die Bevölkerung versorgt werden können sowie im Falle eines Katastrophenereignisses kurzfristige Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Gleichzeitig hat das Ministerium für Katastrophenschutz auch die Gemeinden in der Region aufgefordert, lokale Koordinierungsstellen einzuberufen.

Verschärfung am Nationalfeiertag: Gefahr für Feiertagsurlauber

Der aktuellen Prognose zufolge kracht es am Montag vor allem auf der Dodekanes-Halbinsel, in Ost-Mittelgriechenland. Am Dienstag lässt das schlechte Wetter dann zunächst etwas nach. Dennoch kann es im Osten und Süden des Landes örtlich zu starken Gewittern kommen. Besondere Vorsicht ist demnach auf Euböa, Magnesia und den nördlichen Sporaden geboten. Am Mittwoch verschlechtert sich das Wetter dann noch einmal.

In vielen Regionen wird mit Regen von bis zu 140 Litern pro Quadratmeter gerechnet. Für die trockenen Böden, gerade im Süden von Griechenland, könnte das zu viel sein. Es drohen Schlammlawinen und Überflutungen. (Verwendete Quellen: Skai.gr, frühere Berichterstattung) (rjs)