Hamburg
In Altengamme ruhen Rotoren nahe dem Horst, Betreiber rechnen mit 50.000 Euro Verlust.
Bereits während der Brutzeit im Mai und Juni stand ein Windrad nah des Seeadler-Horstes still. Das war noch auf freiwilliger Basis des Windparkbetreibers NET aus Hamburg passiert. Seit Anfang Juli ist das Küken geschlüpft und es stellte sich die Frage, wie es bei den ersten Flugübungen mit den rotierenden Hindernissen klarkommen würde.
„Erhöhtes Tötungsrisiko“: Fünf Windräder in Altengamme stehen still
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Die Hamburger Umweltbehörde (BUKEA) ordnete daraufhin an, dass alle zehn Windräder des Windparks in Altengamme stillgelegt werden. Doch der Widparkbetreiber NET machte offenbar sehr deutlich, dass er das nicht ohne Widerstand mittragen würde. So einigte man sich nach erneuten Gesprächen auf einen Kompromiss: Es ruhen die fünf Rotoren, die dem Horst am nächsten sind.
Die Umweltbehörde begründet ihren drastischen Schritt damit, dass im gesamten Bereich des Windparks sonst ein „signifikant erhöhtes Tötungsrisiko“ der stark kollisionsgefährdeten Seeadler ausgehe. Die Anordnung gilt seit knapp zwei Wochen und soll aufrecht erhalten werden, bis die Seeadler nicht mehr durch ihren Nachwuchs an den Horst gebunden sind.
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Zunächst hat man sich jetzt auf eine Frist bis Ende des Monats geeinigt. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang dürfen die Anlagen aber in Betrieb sein, da fliegen die Adler nicht. Ob der Jungvogel mittlerweile das Nest schon einmal verlassen hat, ist nicht ganz klar. Aber die Umweltbehörde hat aktuell jemanden beauftragt, dort vor Ort regelmäßig zu gucken.
Laut NET-Geschäftsführer Jens Heidorn hätten sich die Ertragsausfälle bei einer kompletten Stilllegung für einen Monat auf 100.000 Euro belaufen. Durch die Halbierung müssen die Betreiber (es sind mehrere, darunter auch Hamburg Energie) nun gemeinsam 50.000 Euro hinnehmen. „Das ist ein schmerzhafter Kompromiss, aber dazu sind wir bereit“, so Heidorn. Sollte die Behörden den Betrieb der Rotoren auch über Juli hinaus anordnen, „so würden wir die Lage neu bewerten“.
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Windparkbetreiber haben Einbußen über 50.000 Euro
Denn laut Heidorn gibt es eine sogenannte Zumutbarkeitsschwelle. Ist die überschritten, gebe es durchaus Ansprüche. „Diese Schwelle liegt bei sechs Prozent wirtschaftlicher Einbußen und die sind in diesem Fall längst überschritten.“
Sollten die Fachleute vor Ort bald melden, dass die Seeadler und ihr Junges sich für dieses Jahr dauerhaft vom Horst entfernen und Richtung Elbe aufmachen, dann dürften wohl alle Beteiligten erleichtert sein, Vogelschützer und Windpark-Betreiber.
Bereits während der Brutzeit im Mai und Juni stand ein Windrad nah des Seeadler-Horstes still. Das war noch auf freiwilliger Basis des Windparkbetreibers NET aus Hamburg passiert. Seit Anfang Juli ist das Küken geschlüpft und es stellte sich die Frage, wie es bei den ersten Flugübungen mit den rotierenden Hindernissen klarkommen würde.