YB-Diplomat Wüthrich dank Zesiger-Rückkehr druckbefreit (B+)

Darum gehts

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Alain KunzReporter Fussball

Im ersten Spiel gegen Sion spielt Sandro Lauper neben dem gesetzten Abwehrchef Cédric Zesiger. YB gewinnt 4:2. Defensiv ist das noch ein bisschen wacklig. Gregory Wüthrich schaut sich das Ganze von draussen 90 Minuten lang an. In Thun dann darf er neben Zesiger starten. Und YB liefert ab. Von A bis Z. 6:0! So spielt ein Meisterkandidat! Oder?

Wüthrich antwortet sehr defensiv. «Der Start hat gezeigt, dass wir aus der letzten Saison viel gelernt haben. Speziell aus den Dingen, die wir nicht gut gemacht haben.» Und die waren letzte Saison bekanntlich in der Überzahl. «Wir zeigen jedenfalls unseren Fans, dass wir uns sehr viel vorgenommen haben.»

Eine Rückkehr, die zum Albtraum wurde

Das hatten sich die Berner auch letzte Saison gedacht, als sie Wüthrich von Sturm Graz als Hoffnungsträger für eine schon in der Saison davor morsche Abwehr und als Leader zurückholten. Besser wurde aber nichts. Im Gegenteil. Wüthrichs Rückkehr wurde zum Albtraum. Da half ein fast dreimonatiger Verletzungsausfall in der Vorrunde auch kein bisschen.

Am Ende standen unfassbare 69 Gegentore. Nur die drei Zürcher Klubs (die auch die drei letzten Plätze belegten) waren da schlechter. Wüthrich, der eloquente Stadtberner, der das KV gemacht hat, musste ganz viele Niederlagen erklären. Und tat das in seiner besonnenen, durchaus diplomatischen Art.

Wer ausser YB kann den Titel holen?

Schon nach der Rückkehr aus den Ferien, so meldet Wüthrich auf dem YB-Kanal, habe er gespürt, dass eine andere Energie herrsche, dass die Köpfe befreiter seien. «Das hat man auf und neben dem Platz gemerkt.» Dieses Gefühl scheint nicht getrogen zu haben, wie die beiden ersten Spiele zeigen. Der Erfolg ist jedenfalls zurück.

Und die Berner Fans stellen sich bereits jetzt die Frage: Wer ausser YB kann den Titel heuer holen? Wenn dieses schon letzte Saison beeindruckende Kader nun auch richtig performt. Nur ist Wüthrich jetzt nicht mehr der Hoffnungsträger in diesem Verbund, sondern einfach einer von vier Innenverteidigern, der nicht alle Spiele machen wird und auf dem auch kein hoher Druck mehr lastet.

Wie sieht er seinen gewissermassen neuen Job? «Man sieht, dass wir vier Innenverteidiger eine gute Moral haben, füreinander da sind und uns gegenseitig pushen. Das ist das Wichtigste. Ob jetzt Sandro (Lauper, d. Red.) spielt oder ich.» Da ist er wieder: Wüthrich, der Diplomat.

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Mannschaft

SP

TD

PT

1

BSC Young Boys

BSC Young Boys

2

8

6

2

FC Lugano

FC Lugano

2

4

6

3

FC St. Gallen

FC St. Gallen

2

2

6

4

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

2

1

4

5

FC Sion

FC Sion

2

1

3

6

FC Zürich

FC Zürich

2

0

3

7

FC Basel

FC Basel

2

0

3

8

FC Thun

FC Thun

2

-4

3

9

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

2

-3

1

10

FC Vaduz

FC Vaduz

2

-2

0

11

Servette FC

Servette FC

2

-2

0

12

FC Luzern

FC Luzern

2

-5

0

Meisterschaftsrunde

Abstiegsrunde