(+) So geht es jetzt mit dem „Geisterhaus vom Klosterstern“ weiter

Hamburg

Seit Jahren verwaist: So geht es mit diesem Geisterhaus im Nobel-Viertel weiter

Im Fokus von Bezirksamt und Nachbarn: das „Geisterhaus“ Rothenbaumchaussee 164.
Florian Quandt

Zinsen, Statik, Corona – nix ging. Jetzt entstehen hier Mietwohnungen.

Prachtvolle weiße Fassade, mehrere Balkone und Terrassen und ein großer Vorgarten: Die Villa an der Rothenbaumchaussee/Ecke Abteistraße ist ein echter Hingucker. Doch seit mindestens acht Jahren steht das Gebäude unweit des Klostersterns leer, wurde zum Geisterhaus. Aber nun ist ein neuer Investor am Start, und er kündigt in der MOPO an: „Wir wollen hier sieben Mietwohnungen errichten.“

Die Gründe für den langen Leerstand in bester Lage sind komplex. Im Sommer 2020 ging ein Bauantrag zur Sanierung der großen Villa Rothenbaumchaussee 164 beim Bezirksamt Eimsbüttel ein. Der Antrag wurde im März 2021 genehmigt. Doch gebaut wurde nicht.

Die WochenMOPO 34/26

Drei Wochenmagazine liegen auf rotem Hintergrund; in der Mitte die WochenMOPO mit großer Schlagzeile.

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Der Eigentümer nannte folgende Gründe: Die Lage des Grundstücks am Bolivar-Park über der U-Bahn-Linie U1 erfordere komplexe Untersuchungen über Schall und Schwingungen. Wegen des Standorts über der U-Bahn sind auch die Arbeiten für die Statik kompliziert.

In der Villa sollen Mietwohnungen entstehen

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Dazu kamen die Corona-Krise und das Problem, einen geeigneten Bauunternehmer für das komplizierte Bauvorhaben zu finden. Schließlich kam dann noch der „Schock“ über gestiegene Zinsen, der die Immobilienbranche traf, und viele Projektentwickler gingen in die Insolvenz.

Inzwischen ist die Baugenehmigung erloschen, und die Immobilie hat den Besitzer gewechselt. Nach MOPO-Informationen handelt es sich um ein solventes Hamburger „Family Office“.

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Dessen Architekt teilte mit: „Wir wollen im Gebäude sieben Wohnungen realisieren. Die Mietwohnungen sollen ab 80 Quadratmeter groß sein.“ Der Architekt kündigte an, den Bauantrag  beim Bezirksamt kurzfristig einzureichen und das Vorhaben dann so schnell es geht umzusetzen.