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Serie Mission Spielplatz Dieser Spielplatz ist ein Paradies für kleine Abenteurer – mit einem kleinen Haken
Serie · Wie steht es um die Spielplätze im Landkreis? Das sollen nicht Erwachsene bewerten, sondern die, für die sie gebaut wurden: Kinder. Unsere jungen Tester klettern, rutschen, schaukeln und vergeben dann Schulnoten. Und auch Sie können die Spielplätze bewerten. Diesmal: der Spielplatz Hobels.
22.08.2026 , 20:04 Uhr
Elias verbringt sehr viel Zeit auf dem Kletterturm. Hier kann man sich richtig austoben. Der Spielplatz ist wie ein zweites Zuhause für ihn.
Foto: Daniel Bonenberger
Auf die Plätze, fertig, los! Zielsicher und ortskundig steuern die Zwillinge Emilia (6) und Elias (6) gemeinsam mit Freundin Luzi (5) auf den großen Kletterturm auf dem Spielplatz Hobels zu, den sie sogleich für sich in Beschlag nehmen. Die drei sind wahre Spielplatzexperten, verbringen viel Zeit auf der Anlage, die gleich neben ihrer Kita liegt, der Kindertagesstätte St. Josef in der Reinhold-Becker-Straße in St. Ingbert.
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Jede Menge verschiedener Spielgeräte
Der Spielplatz Hobels hat für viele Geschmäcker etwas zu bieten. Unterteilt in einen Kleinkinderbereich und einen Bereich für die etwas älteren Klettermaxe kann hier an insgesamt sieben Stationen geklettert, gerutscht und getobt werden. Neben zwei Schaukeln, einer weiteren Nestschaukel sowie einer Rutsche garantiert auch die große Seilbahn eine Menge Fahrvergnügen. Das Herzstück der Anlage ist jedoch unangefochten der große Kletterturm, der mit Kletternetz, Brücke, Spielturm und einer Kletterwand ausgestattet ist: „Hier wird uns nicht langweilig, den Kletterturm finde ich toll. Ich hangele besonders gerne“, sagt Emilia in voller Aktion.
Derweil wechseln die drei Spielplatzexperten das Objekt der Begierde. Auf der Nestschaukel kommen alle drei so richtig in Fahrt: „Hier haben wir mal zwei Stunden geschaukelt, gar nicht so leicht aufzuhören“, betont Luzi. Während die drei sich in luftige Höhen schaukeln, kommt eine weitere Mutter auf dem Spielplatz auf uns zu. Sie ist neugierig geworden. Sie berichtet, dass sie den Spielplatz sehr möge, aber dass der Kleinkinderbereich nicht ausreichend ausgestattet sei. Es fehle eine weitere Kleinkindschaukel, es ist nur eine vorhanden und die sei regelmäßig belegt.
Emilia zeigt an den Stangen des Kletterturms ihre Fähigkeiten. Hangeln bereitet ihr besondere Freude.
Foto: Daniel Bonenberger
Jede Menge Fahrt machen Emilia und Elias auf der Seilbahn, die Freude ist mit Händen greifbar: „Das geht hier richtig rund“, sagt Elias. Einziges Manko: Die Mutter muss den Kindern aufhelfen, das Gehänge der Seilbahn ist etwas zu hoch geraten.
Wahrer Favorit ist das Geheimversteck
Auf der großen Korbschaukel erreichen Elias (von links), Emilia und Luzi teilweise luftige Höhen. Hier lässt sich eine Menge Zeit verbringen.
Foto: Daniel Bonenberger
So vergnügt die Kinder auch jedes einzelne Spielgerät in Beschlag nehmen, so einig sind sie sich auch bei ihrem Favoriten. Der wahre Star des Spielplatzes ist nämlich weder Schaukel noch Kletterturm, sondern das Geheimversteck: Elias nimmt uns mit. Am Rande des Spielplatzes im Gebüsch erstreckt sich ein rund hundert Meter langer Gang, in dem die Kinder vor aller Augen verborgen sind: „Hier jagen wir die Verbrecher“, erklärt uns Elias voller Stolz.
Stunde um Stunde verbringen die drei Freunde auf dem angrenzenden Spielplatz und in ihrem Geheimversteck. Durch die benachbarte Kita gehen den Kindern die Spielkameraden nie aus, der Platz ist ein wahrer Hotspot und gesellschaftlicher Treffpunkt, erklärt uns die Mutter der Zwillinge, Kristina Sprengart.
Einige Kritikpunkte gibt es dann aber doch
So sehr die drei Spielplatz-Tester auch für ‚ihren‘ Spielplatz brennen, einige Verbesserungsvorschläge haben sie dennoch in petto: „Wir brauchen hier unbedingt ein Baumhaus, das sollten sie noch machen“, verrät uns Elias seinen sehnlichen Wunsch. Aber auch ganz pragmatische Dinge haben die Kinder im Sinn. So wünschen sie sich einen Trinkwasserspender und mehr Schutz vor der Sonne. Das Spielen sei in den vergangenen Wochen sehr anstrengend gewesen. Elias wünscht sich zudem noch Sitzbänke auf dem an den Spielplatz angrenzenden Bolzplatz, denn auch dort verbringe er viel Zeit. Alles in allem fühlen sich die drei Spielplatz-Experten aber pudelwohl auf ‚ihrem‘ Spielplatz, wie sie nicht müde werden zu betonen. Der Spielplatz sei einfach toll, da sind sie sich einig.
Die drei Spielplatz-Tester Luzi (von links), Emilia und Elias zeigen ihr Geheimversteck. Dort gehen sie regelmäßig auf Verbrecherjagd.
Foto: Daniel Bonenberger
Platz ist sehr sauber und gepflegt
Und tatsächlich, der Spielplatz Hobels hat für Kinder jeden Alters einiges zu bieten. Ruhig und idyllisch gelegen, von dem Verkehr zu den Kita-Stoßzeiten einmal abgesehen, lässt es sich hier gut aushalten. Der Platz liegt an einer verkehrsberuhigten Straße, ist leicht zu erreichen und dennoch etwas abgelegen, was die heimelige Atmosphäre noch unterstreicht. Parkplätze sind an der Straße ausreichend vorhanden. Die Spielgeräte sind gut in Schuss, auch wenn einige davon etwas in die Jahre gekommen sind. Drei Sitzbänke sowie eine weitere Tisch-Bank-Kombination laden zum Verweilen ein, bei Hochbetrieb wird es aber sicherlich schwer, eine Sitzgelegenheit zu ergattern. Der Platz wirkt sauber und gepflegt, außerhalb der aktuellen Dürreperiode sollte ausreichend Grün vorhanden sein. Ein Manko besteht in der fehlenden Beschattung. Auch wenn es vereinzelt Bäume gibt, so stehen doch die meisten Spielgeräte, vom Geheimversteck einmal abgesehen, in der prallen Sonne. Ein Hauptkritikpunkt von Eltern und Kindern gleichermaßen. Weitere Bäume oder Sonnensegel könnten hier Abhilfe schaffen. Auch die zwei vorhandenen Mülleimer sind aufgrund der Weitläufigkeit des Platzes ziemlich knapp berechnet, auch wenn das saubere Erscheinungsbild des Spielplatzes etwas anderes vermuten lässt.
Richtig Tempo erreicht Elias auf der Seilbahn. Das Spielgerät ist eines der Highlights auf dem Spielplatz Hobels.
Foto: Daniel Bonenberger
Summa summarum ist der Spielplatz Hobels eine kleine Wohlfühloase, die weder bei den Eltern noch bei den Kindern viele Wünsche offenlässt. Für Emilia, Elias und Luzi steht jedenfalls fest: Daumen hoch! (ust)
In der nächsten Woche testen Kinder den Spielplatz „An den Birken“ in Homburg.