Sie hatte eine Mitschülerin gefoltert und getötet: Mörderin aus den USA soll nach 30 Jahren hingerichtet werden

Mehr als 30 Jahre nach ihrer Tat soll die US-Amerikanerin Christa Pike am Mittwoch in Tennessee hingerichtet werden. Wie mehrere Medien berichten, soll Pike wegen eines Mordes, den sie gemeinsam mit zwei weiteren Personen im Jahr 1995 begangen hatte, durch eine Giftspritze sterben. Ihr Fall wird in den USA kontrovers diskutiert.

Pike soll als damals 18-Jährige eine Mitschülerin zunächst gefoltert und schließlich getötet haben. Wie unter anderem die „Bild“ berichtet, hatte Pike ihrem Opfer ein Pentagramm als satanisches Symbol in die Brust geritzt und ein Stück ihres Schädelknochens mitgenommen.

In einem Prozess war Pike daraufhin zur Todesstrafe verurteilt worden. Ob die Strafe gerechtfertigt ist, darüber gab es immer wieder Debatten. Christa Pike soll selbst als Kind und Jugendliche schwerste Gewalt erfahren haben und unter anderem an einer bipolaren Störung erkrankt sein.

Ein Antrag auf Umwandlung der Strafe wurde abgelehnt

Seit ihrer Verurteilung 1996 sind drei Jahrzehnte vergangen. Die heute 50-Jährige sitzt heute immer noch im Todestrakt eines Gefängnisses. „Sie hat die letzten 30 Jahre in einer winzigen Zelle verbracht – etwa so groß wie ein Parkplatz. Eine Stunde am Tag darf sie hinaus. Fast die gesamte Zeit über war sie die einzige Frau im Todestrakt“, zitiert die „Bild“ einen Anwalt von Pike.

Laut dem „Spiegel“ soll Pike während ihrer Haft einen weiteren Mordversuch begangen haben, indem sie versuchte, eine andere Gefangene mit einem Schnürsenkel zu erdrosseln. Auch diese Tat ist inzwischen 25 Jahre her.

Ein Antrag auf eine Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft ist vom Supreme Court in Tennessee abgelehnt worden. Wie die „Bild“ berichtet, wurde auch ihrem Antrag, statt der Giftspritze durch Erhängen hingerichtet zu werden, nicht stattgegeben. Angesetzt ist der Hinrichtungstermin für den 30. September. Verhindern könnte die Hinrichtung noch der Gouverneur von Tennessee, an den Pike ein Gnadengesuch gestellt hat.

Laut dem „Spiegel“ wäre Christa Pike die erste Frau seit 200 Jahren, die im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden würde. (kko)