Skandal-Ausstellung in Oslo: Wachsfiguren von Mette-Marit und Jeffrey Epstein auf Sofa platziert

Stand: 03.10.2026, 06:37 Uhr

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Ein norwegischer Künstler zeigt Mette-Marit als Wachsfigur neben Sexualstraftäter Epstein – mitten in Oslo, nur wenige Schritte vom Königspalast entfernt.

Oslo – Ein Sofa, zwei Wachsfiguren, ein Eklat: In der Huitfeldts Gate 19 in Oslo hat der norwegische Konzeptkünstler Morten Viskum (61) seine neue Ausstellung „The Beginning of the End“ eröffnet. Sie zeigt Königin Mette-Marit (53) und den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019) nebeneinander auf einem Sofa – als lebensgroße Wachsfiguren, die nach einem realen Foto aus den veröffentlichten Epstein-Akten nachgebaut wurden. Besucherinnen und Besucher können sich zwischen die beiden setzen und fotografieren lassen.

Die Wahl des Ortes ist kein Zufall: Nur etwa zehn Fahrminuten entfernt befasst sich das norwegische Parlament in einer Anhörung mit den Verbindungen von elf norwegischen Politikern zu Epstein, wie der öffentlich-rechtliche Sender NRK berichtet. Königin Mette-Marit selbst ist von dieser parlamentarischen Anhörung nicht betroffen und muss dort nicht erscheinen. Schon früher hatte der Skandal um Mette-Marits Epstein-Kontakte das Königshaus in Bedrängnis gebracht: Laut Berichten der norwegischen Tageszeitung VG hatten freigegebene E-Mails aus den Jahren 2011 bis 2013 einen regelmäßigen Austausch zwischen der heutigen Königin und dem US-Milliardär offenbart.

Mette-Marit als Wachsfigur: Osloer Ausstellung macht Epstein-Verbindung zum Kunstskandal

Mette-Marit hatte sich im März 2026 erstmals ausführlich in einem Interview mit dem norwegischen Rundfunksender NRK zu den Vorgängen geäußert. Damals räumte sie ein, sie habe Epstein zu sehr vertraut und sei von ihm manipuliert worden. „Ich hätte mir natürlich gewünscht, ihn nie getroffen zu haben“, erklärte sie. Die beiden hatten sich 2011 über gemeinsame Bekannte kennengelernt. Mette-Marit betonte stets, es habe sich um eine reine Freundschaft gehandelt. Laut der norwegischen Tageszeitung Dagbladet wusste auch ihr Ehemann König Haakon (53) von den Treffen.

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Viskum ist in Norwegen seit Jahrzehnten für seine provokanten Aktionen bekannt. Berühmtheit erlangte er vor 30 Jahren, als er Olivengläser mit Rattenbabys in Supermärkten platzierte. Später geriet er in Italien wegen der Verwendung einer amputierten Menschenhand für seine Kunstwerke ins Visier der Ermittler. Für die aktuelle Ausstellung ließ er sich nach eigenen Angaben direkt von den freigegebenen Epstein-Akten inspirieren. Als die Installation konzipiert wurde, war Mette-Marit noch Kronprinzessin – inzwischen ist sie Königin, was das Werk nach Viskums Einschätzung noch brisanter macht.

Ob Mitglieder des Königshauses die Ausstellung je besuchen werden, bezweifelt Viskum selbst – doch er hegt eine stille Hoffnung. Gegenüber NRK begründete der Künstler seine Motivation mit eindringlichen Worten: „Das Bild von ihr auf seinem Sofa ist in meine Netzhaut eingebrannt. Es ist das Erste, woran ich bei ihm denke.“ Verwendete Quellen: vg.no, nrk.no, dagbladet.no