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Ein persönlicher KI-Assistent, der an den Schlüsselbund passt? Für Mark Zuckerberg ist das ein Teil der technologischen Zukunft. Der Facebook-Gründer setzt mit seinem Konzern Meta, zu dem auch Instagram und WhatsApp gehören, auf Geräte, die Künstliche Intelligenz im Alltag möglichst einfach zugänglich machen sollen.

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Auf seiner Entwicklerkonferenz hat das Unternehmen dafür Muse Charm vorgestellt. Das Gerät ist etwa so groß wie ein Schlüsselanhänger und soll den direkten Austausch mit dem KI-Assistenten Muse ermöglichen. Auch seine smarten Brillen entwickelt Meta weiter. Eine neue Variante kommt ohne Kamera aus. Damit reagiert der Konzern auch auf Bedenken wegen heimlicher Aufnahmen.
Muse Charm: Metas KI-Gerät soll im Dezember kommen
Klein, rund und mit einer digitalen Figur auf dem Display: Muse Charm erinnert an das Elektronikspielzeug Tamagotchi aus den 1990er-Jahren. Doch statt eines virtuellen Haustiers steckt dahinter ein persönlicher KI-Assistent.

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, trägt eine mit künstlicher Intelligenz ausgestattete intelligente Brille, während er bei der Entwicklerkonferenz Meta Connect spricht. © Nic Coury/AP/dpa | Nic Coury
Nutzer sollen darüber mit Muse sprechen können, ganz ohne Smartphone. Konzernchef Mark Zuckerberg bezeichnete das Gerät bei der Vorstellung als die „mit Abstand schnellste Möglichkeit“, mit dem Assistenten zu sprechen, „wenn man keine Brille trägt“. Die Markteinführung ist nach Angaben des Konzerns für Dezember geplant. Einen Preis nannte Meta bei der Präsentation noch nicht.
KI-Assistent Muse soll Aufgaben im Alltag übernehmen
Hinter dem neuen Gerät steckt ein Plan: Meta will seine KI zu einem alltäglichen Begleiter machen. Der im September gestartete Agent Muse soll als persönlicher digitaler Assistent Aufgaben übernehmen, etwa Termine vereinbaren oder E-Mails schreiben.
Zuckerberg bezeichnete Muse als „das Herzstück unserer Vision“. Der Zugang soll über verschiedene Geräte möglich sein. Neben dem neuen Anhänger spielen dabei vor allem smarte Brillen eine wichtige Rolle.
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Mit den entsprechend ausgestatteten Brillen können Nutzer Fotos machen, Videos aufnehmen oder telefonieren. Dazu kommen KI-Funktionen wie das Übersetzen von Texten. Künftig sollen die Brillen auch den Austausch mit Muse ermöglichen.
Zuckerberg setzt auf einen großen Markt für KI-Brillen
Wie groß Meta das Geschäft einschätzt, machte Zuckerberg mit einer Prognose deutlich. „Es gibt heute fast zwei Milliarden Menschen auf der Welt, die eine Brille tragen“, sagte er. „Und wir gehen davon aus, dass die meisten davon in den kommenden Jahren auf KI-Brillen umsteigen werden“.
Für Meta wären die Geräte ein weiterer Weg, seine Dienste im Alltag zu verankern. Wer eine solche Brille trägt, hätte auch den Zugang zum digitalen Assistenten stets bei sich.
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Neue Audio-Brille: Meta reagiert auf Datenschutzbedenken
Die Technik wirft allerdings Fragen zum Schutz der Privatsphäre auf. Kritiker warnen davor, dass winzige Kameras in Brillen und anderen am Körper getragenen Geräten für heimliche Aufnahmen missbraucht werden können. Die Bedenken betreffen unter anderem Aufnahmen von Frauen und Mädchen. In Dutzenden von Beispielen zeigt sich bereits jetzt, wie die Brille zum heimlichen Filmen genutzt wurde.
Meta stellte deshalb auch eine reine Audio-Version seiner Smartbrille vor. Sie hat keine Kamera und soll am 13. Oktober auf den Markt kommen. Bei den Modellen mit Kamera setzt Meta auf eine sichtbares Licht, das Menschen in der Umgebung darauf aufmerksam machen soll, dass gerade Bilder aufgezeichnet werden. Im Netz zeigen zahlreiche User, wie sich die Brille manipulieren lässt, damit das Licht nicht sichtbar ist. Die Sorge heimlich gefilmt zu werden würde bei der Brille ohne Kamera wegfallen.
Der für KI-Produkte zuständige Meta-Vizepräsident Vishal Shah erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, Datenschutzfunktionen seien „wirklich wichtig“. Das gelte auch für die Anzeige von Aufnahmen. „Wir wollten, dass die Menschen klar verstehen, dass hier etwas aufgezeichnet wird“, sagte er. Die Aufnahmeanzeige sei daher im Laufe der Zeit „noch deutlicher“ gestaltet worden.
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Meta will seine KI für Milliarden Nutzer leichter zugänglich machen
Hinter den neuen Geräten steht auch der Wettbewerb mit anderen großen Technologiekonzernen. Meta investiert viele Milliarden Dollar, um bei Künstlicher Intelligenz mithalten zu können. Zuckerberg setzt darauf, dass smarte Brillen und andere Wearables für die monatlich fast vier Milliarden aktiven Nutzer im Ökosystem des Konzerns ein möglichst niedrigschwelliger Einstiegspunkt sind, um Metas KI zu nutzen.
Bereits wenige Wochen nach dem Marktstart hat Muse mit mehr als zwei Millionen Downloads den KI-Chatbot ChatGPT von OpenAI überholt. Zuckerberg verzeichnete durch diese Nachricht einen Vermögenszuwachs von 25 Milliarden Dollar binnen eines Tages.
ari/AFP