Markus Söder: Tochter spricht über brutales Mobbing – und sehnlichen Wunsch

Wer Gloria-Sophie Burkandt heute als Model und Influencerin in den sozialen Netzwerken sieht, ahnt wohl kaum, welchen Weg die Tochter von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hinter sich hat. In der ProSieben-Dokumentation „Born Famous – Fluch oder Segen“ spricht die 27-Jährige jetzt so offen wie noch nie über ihre dunkelsten Zeiten. Es geht um Mobbing in der Schule, körperliche Gewalt und ihre Magersucht. Auch ihr Vater blickt auf eine Zeit zurück, die die Familie bis heute beschäftigt.

HANDOUT - Doku-Serie «Born Famous - Fluch oder Segen»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seine Tochter Gloria-Sophie Burkandt in der Doku-Serie „Born Famous – Fluch oder Segen“. Die Serie ist seit dem 23.07.2026 auf Joyn zu sehen.© -/Joyn/dpa | -

Marcus Söders Tochter gemobbt: „Ich habe die heftigste Form erlebt“

Dass berühmte Eltern nicht automatisch vor Leid schützen, musste Burkandt bereits in der Schule erfahren. „Kinder können bösartig sein, und ich hab’ die heftigste Form erlebt“, sagt die 27-Jährige. Nach ihren Schilderungen blieb es nicht bei Beleidigungen. Sie sei geschlagen worden und habe sich schließlich sogar Schienbeinschoner gekauft, damit die Tritte weniger schmerzten. „Die Demütigungen, was meine Seele durchgemacht hat, ist vom Allerfeinsten.“

Auch Markus Söder erinnert sich an diese Zeit. Es habe in der Schule Momente gegeben, „wo nicht klar war, wie das ausgeht“, sagt der CSU-Politiker. Seine Tochter habe „keinen einfachen Weg hinter sich“.

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Gloria-Sophie Burkandt mit ihrem Vater Markus Söder.

Burkandt spricht auch über ihre Magersucht

Die Mobbing-Erfahrungen gingen nicht spurlos an der jungen Schülerin vorbei. In der Folge entwickelte Burkandt eine Essstörung in Form einer Magersucht, über die sie ebenfalls offen in der TV-Dokumentation spricht. Rückblickend sagt sie offen: „Ich war so dumm in der Zeit, dass ich nichts gegessen habe.“

Besonders belastend sei diese Zeit nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie gewesen. Vor allem ihre Ziehgroßeltern, bei denen Gloria-Sophie Burkandt einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte, hätten unter ihrer Essstörung gelitten. Sie wuchs überwiegend bei ihnen auf, weil ihre Mutter Ulrike Burkandt alleinerziehend und berufstätig war. Markus Söder und Burkandts Mutter trennten sich bereits kurz nach der Geburt ihrer Tochter im Dezember 1998.

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Markus Söder: „Wenn sie bei den Grünen wäre...“

Die Dokumentation zeigt außerdem, dass das Verhältnis zwischen Vater und Tochter zwar eng, aber nicht immer unkompliziert ist. Burkandt erzählt, sie wünsche sich manchmal mehr gemeinsame Zeit mit ihrem vielbeschäftigten Vater.

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Söder wiederum gibt zu, dass er sich für seine Tochter einen klassischen Berufsweg gewünscht hätte. „Was Festes wär mir immer lieber“, sagt er. Ein sicherer Job und eine gute Altersvorsorge seien für ihn wichtiger als eine Karriere in der Öffentlichkeit. Trotz unterschiedlicher Ansichten habe er gelernt, vieles gelassener zu sehen. Über jede Entscheidung seiner Tochter wolle er sich nicht aufregen.

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Zum Schluss der Sendung zeigt Markus Söder dann auch nochmal seinen typisch trockenen Humor. Auf die Frage, was ihn wirklich schockieren würde, antwortet der CSU-Politiker: „Wenn sie krank wäre oder so – oder sie wär bei den Grünen oder bei der Linkspartei.“ Außerdem verrät der 59-Jährige, dass er sich auf Enkelkinder freut. Wie viele es sein dürfen? „Viele fänd‘ ich schon toll“, sagt der CSU-Chef.

Die ProSieben-Serie „Born Famous - Fluch oder Segen“ ist seit dem 23.07.2026 auf Joyn zu sehen.

mkx mit dpa