Souverän in Runde zwei: Bei der Hammer SpVg spielt sich die neue Achse 45 Minuten lang ein

Stand: 26.07.2026, 17:55 Uhr

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Hammer SpVg, Jovan Mihajlovic (Mitte)

Jovan Mihajlovic (rechts) traf kurz vor der Pause gegen solide verteidigende Bergkamener zum 1:0 für die Hammer SpVg. © Philipp Retajski

Die Hammer SpVg hat die erste Runde im Kreispokal gegen TuRa Bergkamen gewonnen. Trainer Ralph Oberdiek nahm Jovan Mihajlovic nach dessen Führungstor zur Pause vom Feld.

Bergkamen – Als die Dinge am frühen Sonntagnachmittag im Grunde schon geklärt waren zwischen TuRa Bergkamen und der Hammer SpVg, da rauschte es noch einmal kurz in dieser Erstrundenpartie des Fußball-Kreispokals. Der beim A-Kreisligisten eingewechselte Necmi Tamer Kahraman räumte beim Stand von 3:0 für den Landesligisten Hamms Hendrik Beste kernig ab und sah dafür Gelb. Keine böswillige Aktion von Kahraman, der aber eben deutlich zu spät kam in dieser Szene – und dessen Einsteigen in Anbetracht der zu diesem Zeitpunkt mindestens vorentschiedenen Partie auch seinen Trainer erzürnte. „Lasst doch die Sch... sein“, entfuhr es Christoph Brügmann an der Linie.

Für das Pokalspiel bin ich zufrieden, denn so etwas kann auch immer nach hinten losgehen.

Derart ungemütlich wurde es für die Hammer beim zwar nicht hochklassigen, aber ungefährdeten 4:1 (1:0)-Erfolg im ersten Pflichtspiel der neuen Saison selten. „Phasenweise haben wir es ganz ordentlich runtergespielt. Für das Pokalspiel bin ich zufrieden, denn so etwas kann auch immer nach hinten losgehen“, wusste HSV-Trainer Ralph Oberdiek.

Hammer SpVg fehlt in Bergkamen zunächst die Präzision

Seine Elf übernahm nach einer ausgeglichenen Anfangsphase schnell die Initiative. Im ersten Durchgang fehlte in den Offensivbemühungen aber oftmals die nötige Präzision, um die solide sortierte TuRa-Defensive ärger in Bedrängnis zu bringen. „Im letzten Drittel müssen wir schärfer und ein bisschen aggressiver mit Ball zum Tor werden“, betonte Ex-Profi Fabian Holthaus, neben Alessandro Paschedag einer von zwei Neuzugängen in der Startformation der Gäste.

Oberdiek hatte erklärt, dass die neue Achse um Kapitän Louis Hein, Holthaus und Jovan Mihajlovic in der Offensive sich noch einspielen müsse. In Bergkamen hatte das Trio eine Halbzeit lang Gelegenheit dazu. Dann nahm der Coach Mihajlovic, der kurz vor der Pause zur 1:0-Führung traf (39.), vom Feld.

Der Torschütze habe nach dem Außenbandriss, der ihn in der vergangenen Rückrunde wochenlang außer Gefecht gesetzt hatte, „immer noch ein bisschen Probleme mit seinem Fuß“, erläuterte Oberdiek: „Aber das Tor tut ihm gut“. Der Treffer sei für seinen Mitspieler „ein sehr guter Schritt“, befand auch Hein, der ansonsten der Meinung war, sein Team hätte aus dem vielen Ballbesitz „ein bisschen mehr machen“ können.

Delcio Mateus und Elbing beruhigen die HSV-Nerven

Immerhin beruhigten im zweiten Durchgang der zur Pause eingewechselte Tomas Delcio Mateus (52.) und Leandro Elbing (61.) mit dem 2:0 und 3:0 die HSV-Nerven. Dass das Resultat nicht noch deutlicher ausfiel, lag unter anderem daran, dass Hendrik Beste und Jan Erkeling knapp 20 Minuten vor dem Ende binnen weniger Sekunden nur die Latte des verwaisten TuRa-Gehäuses trafen. „Das muss kosten, Lars!“, rief der gerade ausgewechselte Hein wohl in Richtung des Sportlichen Leiters Lars Rohwer: „Hundert Prozent, das muss kosten!“

Auf dem Platz hielt sich der Preis für die Fehlschüsse in Grenzen. Elbing legte mit einem per Lupfer kunstvoll verwandelten Foulelfmeter das 4:0 nach (88.), ehe Rene Lindner ebenfalls vom Punkt der Ehrentreffer für die Hausherren gelang (90.+1) – für Oberdiek lediglich ein „Schönheitsfehler“.