Spanien beendet irre WM-Serie der Franzosen
Stand: 15.07.2026, 00:13 Uhr
Spanien steht nach dem Sieg über Frankreich im WM-Finale. Damit beendet der Europameister eine unglaubliche Serie des Gegners.
Arlington – Es ist geschafft: Spanien steht erstmals seit 2010 wieder im Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft. In der Runde der besten vier bezwang die Truppe von Trainer Luis de la Fuente Frankreich mit 2:0 und untermauerte damit ihren Titelanspruch. Dass sie dabei nach der EM und Nations League zum dritten Mal in Folge den härtesten Konkurrenten aus Europa im Halbfinale ausschaltet, ist beeindruckend.

Mit diesem Erfolg hat die „Furia Roja“ aber auch eine andere WM-Serie der Franzosen beendet, die unglaublich klingt. So sind die Spanier erst die zweite Mannschaft seit 1958, die gegen Frankreich in einem K.-o.-Spiel vor dem Finale gewann. Einzig Deutschland ist dieses Kunststück in dem 68 Jahre langen Zeitraum gelungen.
Zwar zählt zur Wahrheit, dass sich die Équipe Tricolore zwischen 1962 und 1978 nur zweimal für eine WM-Endrunde qualifiziert hat – beide Turniere endeten jeweils in der Vorrunde –, dennoch ist es angesichts der Erfolge in den Jahren danach mehr als beachtlich. So bezwang das DFB-Team 1982 den Nachbarn in einer der wohl legendärsten Halbfinalpartien der WM-Geschichte mit 5:4 nach Elfmeterschießen.
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Vier Jahre später war ebenfalls die deutsche Mannschaft zu stark, im Halbfinale sorgten Andi Brehme und Rudi Völler für das Aus der Franzosen. Nach der verpassten Qualifikation für 1990 und 1994 wurde Frankreich bei der Heim-WM 1998 prompt Weltmeister, nur um dann vier Jahre später sang- und klanglos in der Vorrunde zu scheitern.
2006 ging es erneut ins Finale, das nach einem Kopfstoß vom zukünftigen Nationaltrainer Zinedine Zidane im Elfmeterschießen gegen Italien verloren ging. Nach dem blamablen Vorrunden-Aus 2010 war es in Brasilien mal wieder die deutsche Mannschaft, gegen die man den Kürzeren zog. Mats Hummels sorgte mit seinem Treffer für den dritten deutschen Sieg in Folge. Seither zog die Mannschaft des scheidenden Didier Deschamps stets ins Endspiel ein.
Übrigens: Vor Deutschland gelang dies zuletzt Brasilien. Obwohl Frankreich mit Just Fontaine einen überragenden Stürmer besaß, der noch immer den Rekord von 13 Treffern bei einer WM hält, unterlag es im Halbfinale mit 2:5 gegen Brasilien um den jungen Pelé. Allerdings verlor Frankreich, weil das Team nach dem Beinbruch von Kapitän Robert Jonquet rund zwei Drittel der Partie in Unterzahl spielen musste, da er laut Regeln nicht ersetzt werden durfte. (smu)