Stand: 13.08.2026, 19:00 Uhr
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Die Steinstraße und Am Burggraben sollen mit einem neuen Verfahren saniert werden. Das Schleifen des Pflasters könnte laut SPD deutlich günstiger sein als die bisherigen Pläne.
Diepholz – Die Steinstraße und die Straße Am Burggraben sollen nach dem Willen der Diepholzer SPD-Fraktion möglichst zeitnah saniert werden. Die Sozialdemokraten wollen dabei prüfen lassen, ob ein neues Schleifverfahren für Kopfsteinpflaster eine kostengünstige Alternative zu den bislang geplanten Sanierungsverfahren sein könnte. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion nach der Sommerpause beschlossen.
Konkret soll die Stadt Diepholz die Machbarkeit einer Sanierung im Schleifverfahren untersuchen und die zu erwartenden Kosten ermitteln. Als Beispiel nennt die SPD die Technik der Firma Fräsdienst-Service E. Feind GmbH. Das Verfahren wird nach Angaben der Fraktion seit 2025 erprobt und inzwischen an mehreren Orten eingesetzt.
Von einer Sanierung verspricht sich die SPD nicht nur einen besseren Zustand der beiden Straßen. Das Schleifen des vorhandenen Pflasters könne den Fahrkomfort für Autos und Fahrräder erhöhen und den Verkehrslärm reduzieren. Auch eine barrieregerechtere Gestaltung des Verkehrsraums und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit seien möglich. Zugleich könne der historische Charakter der Straßen erhalten bleiben.
SPD hat besonders die Steinstraße im Blick
„Die Gemeinden, die bislang Erfahrungen machen konnten, bestätigen, dass die Sanierungskosten mit dem neuen Verfahren deutlich reduziert werden können“, erklärt der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Ingo Estermann. Ob dies auch auf die Verhältnisse in Diepholz zutrifft, soll nun zunächst geprüft werden.
Besonders im Blick hat die SPD die Steinstraße. Sie stellt eine wichtige Verbindung aus dem südlichen Stadtgebiet in Richtung Innenstadt dar, ist in ihrer derzeitigen Beschaffenheit für Radfahrer jedoch wenig attraktiv. Frühere Überlegungen zur Sanierung konnten bislang nicht umgesetzt werden. Ein bereits 2025 gefasster Sanierungsbeschluss war von der Ratsmehrheit wieder aufgehoben worden, nachdem sich die Finanzierung einschließlich erhoffter Fördermittel als nicht ausreichend erwiesen hatte.
„Die Steinstraße und die Straße Am Burggraben sind schon lange fällig. Sie sollen möglichst zeitnah saniert werden und können so in ihrem historischen Charakter erhalten bleiben“, sagt Manfred Albers, SPD-Ratsmitglied und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung.
Radverkehr spielt für die Sozialdemokraten eine wichtige Rolle
Auch der Radverkehr spielt für die Sozialdemokraten eine wichtige Rolle. „Wir wollen den Radverkehr attraktiver machen und stärken. Dafür braucht es auch kurze, attraktive und sichere Radverkehrswege“, betont SPD-Ratsmitglied Ralf Evers.
Für die Straße Am Burggraben könnte sich nach Ansicht der SPD zudem durch die geplante Neugestaltung der Langen Straße Süd eine veränderte Bedeutung ergeben. Im Rahmen der Innenstadtsanierung soll die Lange Straße Süd zeitnah neu gestaltet werden. Dadurch könne die Straße Am Burggraben künftig eine neue funktionale Rolle bekommen, während zugleich ihr bereits seit Jahren bestehender Sanierungsbedarf weiter an Bedeutung gewinne, so Estermann.
Mit ihrem Antrag setzt die SPD zunächst auf eine Prüfung. Eine konkrete Sanierungsentscheidung ist damit noch nicht verbunden. Erst wenn technische Machbarkeit und Kosten des Schleifverfahrens bekannt sind, soll beurteilt werden können, ob die Methode für die beiden Diepholzer Straßen infrage kommt.