Stadt fordert 9000 Euro zu viel für Straßenreinigung: Was sollte sie jetzt tun? - Live-Chat

Stadt fordert 9000 Euro zu viel für Straßenreinigung Was sollte sie jetzt tun? - Live-Chat

Marlene Körbel Project Managerin User Generated Content

02.09.2026 14:21 Uhr

Mann mit Laubbläser.
Straßen- und Gehwegreinigung sorgt in Dortmund ab und zu für Streit. Schreiben Sie uns in unserem interaktiven Live-Chat zu unserer Demokratie-Serie „Amt & Ärger“. © picture alliance / dpa

Live-Chat mit der Redaktion zur Serie „Amt und Ärger“ in Dortmund: Haben Sie Fragen, eine Meinung oder eine Geschichte? Heute: Wie soll die Stadt reagieren?

1 Min Lesezeit

In unserer Serie „Amt und Ärger“ zeigen wir anhand konkreter Dortmunder Fälle, wo Bürokratie den Alltag ausbremst und welche Ursachen dahinterstecken.

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So funktioniert unser Live-Chat

Dieser Chat begleitet die Serie und lebt vom Austausch: Stellen Sie Fragen, diskutieren Sie mit und erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen mit Ämtern und Bürokratie!

Unsere Redakteurinnen und Redakteure sind hier direkt erreichbar und beantworten Fragen zu Artikeln und Recherchen.

„Straßenreinigung bezahlt für Gehweg, der nie gereinigt wurde“

Unter unserem neuen „Amt & Ärger“-Artikel hat ein Leser Goetz Lipphardt von einer eigenen Erfahrung mit Straßenreinigungsgebühren berichtet

„Jahrzehntelang Straßenreinigungsgebühren für einen Gehweg bezahlt, der nie gereinigt wurde, das kennen wir aus eigener Erfahrung. Am schlimmsten dabei war, dass nicht einfach nur die 10 m der realen Hausbreite berechnet wurden, sondern jeder Reihenhausnachbar auch die Länge der Nachbargrundstücke bis zu seinem eigenen Grundstück mitbezahlen musste!“

Sein Fazit: „So konnte die Stadt Dortmund hier also sechs mal (!) Gebühren für das selbe Wegstück kassieren, und das über Jahrzehnte!“ 

Löst das Lesen dieser Fälle bei Ihnen Erinnerungen an eine eigene Situation aus? Haben Sie auch schon einmal Gebühren oder Abgaben an die Stadt gezahlt, deren Berechnung Sie nicht nachvollziehen konnten? Erzählen Sie uns gerne hier im Chat davon!

9000 Euro für eine Straße, die er nie benutzt

Zwischen dem Grundstück von Dietrich T. und der Straße „Dortmunder Höhenweg“ liegen eine Hecke und eine 100 Jahre alte Eiche. Auf die Straße gelangt er von seinem Grundstück aus gar nicht. Trotzdem zahlte der 70-Jährige jahrelang Straßenreinigungsgebühren dafür.

Was zunächst mit rund 50 Euro im Jahr begann, wurde plötzlich richtig teuer. Am Ende hatte Dietrich T. nach eigener Berechnung bis zu 9000 Euro zu viel gezahlt.

Heute ist klar: So hätten die Gebühren nicht berechnet werden dürfen. Doch sein Geld bekommt der Dortmunder wohl trotzdem nicht zurück.

Wie es dazu kommen konnte und warum Dietrich T. auf den Kosten sitzen bleibt, lesen Sie im neuen Teil unserer Serie „Amt & Ärger“:

Gute Mitarbeiter, schlechte Strukturen? Was sich in der Verwaltung ändern muss

Wie kann Verwaltung effizienter werden – und welche Rolle spielen dabei Führung, Leistung und die Strukturen im öffentlichen Dienst?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein neuer Gastbeitrag in unserer Serie „Amt & Ärger“. Rik Steinheuer, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler NRW, nimmt darin zwei Berichte unserer Redaktion über Beschäftigte in der Verwaltung zum Anlass, grundsätzlicher auf den öffentlichen Dienst zu schauen.

Dabei betont er: Die meisten Beschäftigten machen ihre Arbeit korrekt, viele sind hochengagiert. Gleichzeitig sieht Steinheuer Probleme bei Leistungsanreizen, Führung und Verwaltungsstrukturen. Seine Forderung: Gute Leistung müsse sich stärker lohnen – und Minderleistung dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Welche Veränderungen er konkret vorschlägt und warum aus seiner Sicht auch ein schlechtes System gute Mitarbeiter ausbremsen kann, lesen Sie hier:

Wie diese Recherche begann – Erfahrung macht manchmal den Unterschied

Manchmal entstehen Geschichten wie die mit der achtmonatigen Wartezeit auf eine Auskunft auch nur deshalb, weil man schon an verschiedenen Orten gearbeitet hat.

Ich zum Beispiel habe viele Jahre in kleinen Orten im Münsterland gearbeitet. Unter anderem mehr als zehn Jahre in der rund 80.000 Einwohner zählenden Stadt Rheine.

Da war es üblich, dass ich am Tag nach einer Ratssitzung den Pressesprecher der Stadt anrief und fragte: „Was hat der Rat denn alles in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden?“ Innerhalb von Minuten hatte ich die Antwort.

Als ich in Dortmund dachte, das müsste doch da auch so möglich sein, war ich völlig überrascht: Gab es nicht, ist nicht möglich, hat’s noch nie gegeben. 

So begann diese monatelange Recherche, die es sicherlich nicht so schnell gegeben hätte, wenn ich ein Neuling in meinem Job gewesen wäre.

Manchmal hilft Erfahrung eben doch.

Wie genau diese Recherche aussah, lesen Sie hier:

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Ja, Vorteilsangebote und spannende Infos möchte ich in Zukunft nicht verpassen. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass die vier Verlage der „rumble“ (Zeitungsverlag Rubens GmbH & Co. KG, Medienhaus Bauer GmbH & Co. KG, Temming Verlag GmbH & Co. KG und Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG) mich über interessante Angebote zu Ihren Produkten (Tageszeitungen, ePaper, Webseiten, Apps und Magazinen) sowie zu Reisen, Events, Serviceleistungen und Aktionen per Telefon und/oder Email informieren. Ich kann diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per Email an [email protected]

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