Super League: 3. Runde - Nach Fernandes-Rot: YB gibt in Lausanne 2:0-Führung aus der Hand

  • YB kommt in der 3. Runde der Super League in Lausanne nicht über ein 2:2 hinaus.
  • Beim Stand von 1:0 müssen die Berner ab der 58. Minute und der roten Karte an Edimilson Fernandes mit einem Mann weniger auskommen.
  • Am Abend steigt im SRF-Livespiel ab 20:30 Uhr das Duell zwischen Servette und GC.

Die Farbe Rot wurde für YB beim Gastspiel in Lausanne ein wenig zum Symbol des Tages. Da war nämlich erst die rote Karte an Edimilson Fernandes nach 58 Minuten, dann sorgte Goalie Marvin Keller mit einem Big Save dafür, dass die Partie trotz 2:0-Führung nicht noch verloren ging – inklusive blutender Nase.

Wenige Minuten zuvor hatte Keller noch hinter sich greifen müssen. Lausannes Nathan Butler-Oyedeji nutzte die Überzahlsituation eiskalt aus und sorgte mit einem traumhaften Schlenzer in die obere rechte Ecke für den 2:2-Endstand.

Zesiger trifft, dann fliegt Fernandes

Auch dass sich «Rot» und «Tor» nicht nur als Palindrom sehr nahe stehen, musste YB am eigenen Leibe erfahren: Kurz nach der Pause hatte Cédric Zesiger seine Farben mit seinem 1. Tor seit seiner Rückkehr nach Bern erlöst und nach einer Ecke per Kopf die Führung (48.) erzielt. Aber nur 10 Minuten später mussten die Berner eben nach dieser roten Karte an Fernandes mit einem Mann weniger auskommen.

Vorerst kein Problem für die «Rot-Experten» der letzten Saison – mit 8 Platzverweisen waren sie in der Liga in dieser Statistik Spitzenreiter. Denn anstatt sich hinten reinzustellen, spielte das Team von Gerardo Seoane weiter munter mit. Und kam so tatsächlich zum 2:0. Aus spitzem Winkel schloss der eingewechselte Dominik Pech einen mustergültigen Konter erfolgreich ab (75.).

Aus YB-Viertelstunde wird Lausanne-Viertelstunde

Für einmal folgte aber keine «YB-Viertelstunde», im Gegenteil. Just nach dem 0:2 konnten die Waadtländer durch Florent Mollet den Anschluss erzielen (77.). Spätestens ab diesem Zeitpunkt hatten sie Lunte gerochen – und mindestens einen Punktgewinn gewollt. Dank des Traumtors von Butler-Oyedeji wurde dieser dann auch Tatsache.

Wer in dieser Partie also nach dem fulminanten YB-Saisonstart (10 Tore in 2 Spielen) ein Torfestival erwartet hatte, kam erst in der 2. Halbzeit zu diesem Genuss. Und Lausanne stellte sich einmal mehr als Angstgegner der Berner heraus, nachdem sie in den letzten 4 Aufeinandertreffen in deren 3 als Sieger vom Platz gegangen waren.

So geht es weiter

Am nächsten Wochenende steht im Schweizer Fussball die 1. Cuprunde an. Lausanne trifft am Freitag auf den FC Kosova Neuchâtel (2. Liga), YB misst sich am Samstag mit dem FC Liestal (2. Liga inter.). Zweitere Partie gibt es ab 16:00 Uhr live bei SRF.

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