Stand: 10.08.2026, 05:49 Uhr
Kommentare

Der SV Walpertskirchen hat seinen ersten Dreier der Saison eingefahren. Die Partie begann eine halbe Stunde später, weil zwei Schiedsrichter-Assistenten im Stau steckten.
Walpertskirchen – Seinen ersten Dreier hat der SV Walpertskirchen gestern Nachmittag mit einem 3:1 (0:1)-Sieg gegen den SV Miesbach eingefahren.
Zunächst waren die beiden, aus dem Landkreis Altötting kommenden, Schiedsrichter-Assistenten durch einen Stau auf der A94 ausgebremst worden. Nachdem die Partie vor 172 Zuschauern mit einer halben Stunde Verzögerung angepfiffen werden konnte, schien vor allem das Heimteam die lange Warterei und das ausgedehnte Aufwärmen ausgebremst zu haben. Nennenswerte Angriffsaktionen wurden aber in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten zur Rarität. Nach elf Minuten musste WSV-Keeper Marvin Thormann nach weitem Freistoß der Gäste und der Hereingabe von Noah Gumberger mal resolut zupacken.
Acht Minuten später wäre er an den knapp über die Latte zischenden Schuss von Benedikt Gerr wohl herangekommen. Nach der Trinkpause packte Paul Jäger mal einen Schuss aus, aber der ging knapp vorbei. Einen gefährlichen Abschluss von Daniel Schuler in der 27. Minute konnte die Gäste-Abwehr zur Ecke klären. Nach weiter Simml-Vorlage war SVM-Keeper Michael Wiesböck rechtzeitig vor Luca Fellermeier aus dem Sechzehner rausgekommen – hochprozentige Chancen waren das alles nicht.
Miesbach, das derzeit fast ohne seinen kompletten Angriff der letzten Saison auskommen muss, nutzte dafür einen Standard. Den flach hereingedrehten Freistoß von Fabian Bauer verlängerte Verteidiger Sebastian Ebeling am Fünfer mit langem Bein unter die Latte zum 1:0 (35.). Bis auf einen haarscharf vorbeigehenden Schuss von Tom Simml kam vom WSV bis zur Pause nichts mehr.
Hatten sich die Gelb-Schwarzen ihre Körner nur aufgehoben? Sie zogen die Partie in der zweiten Hälfte jedenfalls zunehmend auf ihre Seite. Als Christian Käser den bestens postierten Luca Fellermeier einsetzen wollte, spritzte gerade noch ein SVM-Verteidiger dazwischen (56.). Fünf Minuten später verlängerte Fellermeier einen weiten Ball des sehr agilen Verteidigers Bastian Keilhacker per Kopf zum Ausgleichstreffer. Nur zwei Minuten später hatte Fellermeier den Ball am Keeper bereits vorbeigezirkelt, aber ein Verteidiger klärte.
Nach der Trinkpause jagte Simml einen strammen Schuss knapp vorbei. Nach 83 Minuten und Foul an Marius Orthuber schien die Führung fällig, aber den Strafstoß des erstmals eingewechselten Michael Schrödl wehrte Wiesböck stark ab. Aus der folgenden Ecke jagte Käser den zweiten Ball mit Wucht in die Maschen zum 2:1. Gegen die nun aufmachenden Gäste veredelte der eingewechselte Youngster Moritz Bigalke einen Konter zum 3:1 (94.).