Stand: 18.10.2026, 20:57 Uhr
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Der SVE Heessen verliert gegen Tabellenführer Deuten mit 1:3. Zahlreiche Ausfälle wiegen schwer, dennoch lobt Trainer Schulzki den Aufsteiger.
Hamm – Als Mathis Paschko in der dritten Minute der Nachspielzeit sein Jokertor erzielte, schnappte sich der Stürmer des Fußball-Landesligisten SVE Heessen den Ball und rannte mit der Kugel schnurstracks zurück zum Mittelkreis. Doch Paschkos Optimismus war zu diesem Zeitpunkt der Partie gegen den SV Rot-Weiß Deuten allenfalls eine gute Miene zum bösen Spiel. Denn der Treffer kam gegen den Tabellenführer SV Rot-Weiß Deuten zu diesem Zeitpunkt zu spät. Mit 1:3 (0:2) unterlag der Aufsteiger aus dem Hammer Norden gegen den Spitzenreiter der Staffel (4), der den Erfolg in den Katakomben des Marienstadions bei einer Kabinenfete zelebrierte.
Für Kevin Schulzki und SVE-Kapitän Rouven Meschede blieb nach Schlusspfiff hingegen nur ein nüchternes Gespräch übrig, in dem sie nach Gründen für die erste Heimpleite der Saison suchten – und fündig wurden. „Wir haben am Ende des Tages total gemerkt, und deswegen mache ich den Jungs auch gar keinen Vorwurf, wie viel Qualität uns heute gefehlt hat“, sagte Trainer Schulzki.
SVE Heessen verliert Topspiel gegen Deuten mit 1:3
Vor der Partie gegen die Gäste aus Dorsten gesellte sich mit Yassin Ibrahim der nächste prominente Ausfall auf den Flügeln dazu. Der mit Regional- und Oberligaerfahrung gespickte Neuzugang zog sich in der Vorwoche im Auswärtsspiel bei der SpVg Emsdetten (1:1) in der Schlussphase eine Oberschenkelverletzung zu. Und sein Ausfall sowie das Fehlen der verletzten Leon Müsse und Alper Lafci machten sich beim SVE besonders in der ersten Halbzeit bemerkbar. Im Spiel mit dem Ball fehlte es gegen die kompakt und kaum durchlässigen Rot-Weißen, die selbst durch Fabian Schöneis (28.) und Kapitän Jonas Goeke (34.) erfolgreich waren, an Tiefe, die die Gastgeber erst mit der Einwechslung und einer Systemumstellung von Yusuf Öztürk erlangten. Dabei war auch er nach einer Leistenzerrung noch nicht komplett wiederhergestellt.
Doch Öztürk war auf der rechten Angriffsseite immer wieder anspielbar und von den Gästen nur schwer zu bändigen. Der SVE verlagerte das Spiel in die Breite und erspielte sich im zweiten Durchgang mehrere Chancen, aber „davon hatten wir nicht genug“, stellte Schulzki fest. „Deuten hatte auf jeden Fall drei bis vier mehr als wir.“
Zu viele Ausfälle beim SVE Heessen
Dazu zählte auch das entscheidende 3:0 durch den eingewechselten Thomas Kühlkamp (78.), das zumindest die Bemühungen der Platzherren, die aufkommende Niederlage zu verhindern, zunichte machte. Die Leistung wollte Schulzki aber nicht schmälern: „Ibrahim und Müsse in der Kombi kann keine Mannschaft in der Liga ersetzen. Auch wir nicht, und trotzdem haben die Jungs alles rausgehauen“, lobte der Trainer sein Team und „hätte das Spiel sehr gerne mit einer ansatzweise vollen Kapelle gespielt. Dennoch haben wir auch mit heute einen Topsaisonstart hingelegt, und das lassen wir uns auch nicht kaputt machen.“
Und auch Spielführer Meschede hielt sich nicht lange mit der verpassten Möglichkeit auf, an Deuten in der Tabelle vorbeizuziehen und noch weiter nach oben zu klettern. „Wir sind jetzt immer noch Fünfter. Hätten wir das vor der Saison gewusst, wäre alles gut. Das haken wir jetzt ab, und nächste Woche geht es gegen Lembeck weiter.“ Dann aber auch ohne Muhammed Cakir, der nach Abpfiff und Rudelbildung die zweite Gelbe Karte sah und Heessen beim Schlusslicht aus Dorsten fehlen wird. Genau wie Müsse, Lafci und vielleicht auch Ibrahim.