Freiwillig in die Rentenkasse einzahlen: Aus 13.460 Euro werden über 34.000 Euro – so geht‘s

Tausende Euro mehr Rente: Für wen sich freiwillige Einzahlungen in die Rentenkasse wirklich lohnen

Stand: 25.07.2026, 17:30 Uhr

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Seniorenpaar und Schriftzug Rente

Freiwillig in die Rentenkasse einzahlen. ©  IMAGO / Christian Ohde

Für Frauen mit Lücken im Rentenkonto kann eine freiwillige Einzahlung tausende Euro mehr Rente bedeuten. Was dabei zu beachten ist und für wen es wirklich sinnvoll ist.

Die gesetzliche Rentenversicherung kennt die meisten als Pflicht. Was wenige wissen: Es gibt auch die Möglichkeit, freiwillig einzuzahlen. Und das kann sich erheblich lohnen.

Content-Partnerschaft:

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Fortunalista ist eine Plattform für Finanzbildung, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt zu gestalten. Mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen rund um Geld zeigt Fortunalista, wie Frauen mit dem Investment Code ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit finden.

Besonders für Frauen mit Lücken im Rentenkonto. Frauen, die selbstständig sind. Frauen, die lange in Teilzeit gearbeitet oder pausiert haben. Und Frauen, die kurz vor der Rente noch etwas aufholen möchten.

„Freiwillige Einzahlungen in die Rentenkasse sind eine der direktesten Möglichkeiten, die monatliche Rente zu erhöhen“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. „Wer die Voraussetzungen kennt, kann eine fundierte Entscheidung treffen.“

Wer freiwillig einzahlen kann

Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung können Menschen zahlen, die nicht pflichtversichert sind oder ihre Pflichtbeiträge aufstocken möchten.

Dazu gehören Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, Hausfrauen und Hausmänner ohne eigenes Einkommen, Personen im Ausland mit deutschen Rentenansprüchen und Personen, die die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren noch nicht erreicht haben.

Auch Arbeitnehmerinnen können unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig über die Pflichtbeiträge hinaus einzahlen.

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Was eine freiwillige Einzahlung bringt

Jeder Beitrag kauft Rentenpunkte. Was ein Rentenpunkt aktuell wert ist: 40,79 Euro monatliche Rente.

Der Mindestbeitrag liegt bei rund 1.346 Euro jährlich, also rund 112 Euro monatlich. Der Höchstbeitrag bei rund 17.578 Euro jährlich.

Was zehn Jahre Mindestbeiträge bedeuten:

  • Eingezahlt: rund 13.460 Euro
  • Erworbene Rentenpunkte: rund 3,5
  • Zusätzliche monatliche Rente: rund 143 Euro
  • Über 20 Jahre Rentenbezug: rund 34.320 Euro mehr Rente

Was das bedeutet: Aus 13.460 Euro Einzahlung werden über 20 Jahre 34.320 Euro mehr Rente. Das entspricht einer impliziten Rendite von rund 4 bis 5 Prozent jährlich, risikolos und staatlich garantiert.

Wann es sich lohnt

Freiwillige Einzahlungen lohnen sich besonders in drei Situationen:

  1. Wer die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren noch nicht erreicht hat. Ohne diese Mindestzeit gibt es überhaupt keine gesetzliche Rente. Wer nah an dieser Grenze ist, sollte prüfen, ob wenige freiwillige Beiträge den Anspruch sichern.
  2. Wer kurz vor dem Rentenalter steht und noch erhebliche Lücken hat. Was mit freiwilligen Beiträgen kurz vor der Rente einzahlt wird, wirkt sofort auf die Rentenberechnung.
  3. Wer eine sehr sichere, risikolose Anlage sucht und die Rendite des Aktienmarkts nicht möchte oder braucht.

Wann es sich nicht lohnt

Freiwillige Einzahlungen in die Rentenkasse sind nicht immer die beste Option.

Wer noch zwanzig oder mehr Jahre bis zur Rente hat, erzielt mit einem breit gestreuten ETF historisch eine deutlich höhere Rendite als mit freiwilligen Rentenbeiträgen. Das Geld arbeitet im Depot langfristig effektiver.

Wer außerdem unsicher ist, ob er die Voraussetzungen für eine volle Rentenleistung erreicht, oder wer plant, ins Ausland zu ziehen, sollte die Situation individuell prüfen.

„Freiwillige Rentenbeiträge sind kein Allheilmittel“, betont Margarethe Honisch. „Sie sind ein sinnvolles Instrument für bestimmte Situationen. Wer weiß, wann sie passen, nutzt sie gezielt.“