Tipps vom „GRIP“-Experten Matthias Malmedie: So machen Sie Ihr Auto fit für Herbst und Winter

Stand: 11.10.2026, 07:30 Uhr

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Tipps vom GRIP-Experten Matthias Malmedie: So machen Sie Ihr Auto fit für Herbst und Winter - Vor dem Herbst sollten Sie Ihr Auto auf Kälte und besondere Straßenverhältnisse vorberieten, um sicher unterwegs zu sein.

Tipps vom GRIP-Experten Matthias Malmedie: So machen Sie Ihr Auto fit für Herbst und Winter - Vor dem Herbst sollten Sie Ihr Auto auf Kälte und besondere Straßenverhältnisse vorberieten, um sicher unterwegs zu sein. © iStock/Ali Hanif Sumbul

Wenn die Temperaturen sinken, wird es Zeit, das Auto auf den Winter vorzubereiten. Kälte, Nässe und glatte Straßen stellen besondere Anforderungen an Reifen, Batterie und Beleuchtung. Was man selber umsetzen kann und wann man besser in die Werkstatt fährt, verrät „GRIP“-Experte Matthias Malmedie.

Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und Regen, Nebel und erste Nachtfröste den Herbst einläuten, ändern sich auch die Bedingungen auf den Straßen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet das: Die Sicherheit rückt jetzt besonders in den Fokus. Neben einer angepassten Fahrweise kommt es darauf an, das eigene Fahrzeug rechtzeitig auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Matthias Malmedie, Moderator von "GRIP - Das Motormagazin" - Matthias Malmedie weiß, worauf Autofahrerinnen und Autofahrer beim Winter-Check achten sollten.

Matthias Malmedie, Moderator von „GRIP - Das Motormagazin“ - Matthias Malmedie weiß, worauf Autofahrerinnen und Autofahrer beim Winter-Check achten sollten. © RTL ZWEI

In den neuen Folgen der Sendung „GRIP - Das Motormagazin“ immer sonntags um 18:15 Uhr bei RTLZWEI und vorab auf RTL+, gibt Moderator Matthias Malmedie praktische Expertentipps, wie man sein Auto auch selber für den Winter fit machen kann.

Reifen prüfen: Bereit für winterliche Straßen?

Die Faustregel beim Reifenwechsel lautet „Von O bis O“ - also von Oktober bis Ostern - Sie dient jedoch nur als grobe Orientierung für den Reifenwechsel. Entscheidend sind vielmehr die tatsächlichen Straßenverhältnisse.

Bei winterlicher Glätte etwa sind in Deutschland Winter- oder Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol vorgeschrieben. Man erkennt sie am Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke. Eine reine M+S-Kennzeichnung reicht dafür nicht aus. „Wenn es morgens plötzlich glatt ist, sollte die passende Bereifung längst drauf sein“, sagt Matthias Malmedie. „Deshalb lieber frühzeitig die Reifen checken und den Wechsel einplanen.“

Wer die Reifen nicht selber wechselt, sondern dazu eine Werkstatt beauftragt, sollte entsprechende Wartezeiten mit einplanen. Oft bemerken viele Autofahrerinnen und Autofahrer erst beim ersten Kälteeinbruch, dass es Zeit wird, die Reifen wechseln zu lassen. Entsprechend hoch ist dann der Andrang in den Werkstätten.

Vor dem Winter lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf den Zustand der Reifen. Kontrollieren Sie die Profiltiefe, achten Sie auf sichtbare Schäden und prüfen Sie den Reifendruck. So lassen sich mögliche Probleme rechtzeitig erkennen.

Klare Sicht und funktionierende Beleuchtung

Viele Autofahrende begnügen sich bei der Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit mit dem Reifenwechsel und lassen andere wichtige Stellen außer Acht. Regen, Spritzwasser und Schlieren auf den Scheiben können die Sicht im Herbst und Winter erheblich beeinträchtigen und so schnell zu einer Gefahr werden. Umso wichtiger ist es, die Autoscheiben gründlich zu reinigen - und zwar auch von innen.

Ein Blick auf die Wischerblätter gehört ebenfalls zum Winter-Check. Hinterlassen sie Schlieren auf der Scheibe, sollten sie überprüft werden. „Wenn die Wischer nur noch schmieren, wird jede Fahrt im Regen anstrengend“, sagt Malmedie. „Gute Sicht fängt mit ganz einfachen Handgriffen an.“

Auch die Scheibenwaschanlage muss auf die kalte Jahreszeit vorbereitet sein: Füllen Sie rechtzeitig geeigneten Winterreiniger mit Frostschutz ein und beachten Sie dabei die Dosierung auf der Verpackung.

Die Beleuchtung sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Kontrollieren Sie alle Fahrzeugleuchten rundum. Defekte Leuchtmittel oder falsch eingestellte Scheinwerfer lassen Sie am besten in einer Werkstatt überprüfen.

Feuchtigkeit vermeiden und Winterausrüstung bereitlegen

Nasse Schuhe, feuchte Kleidung und durchnässte Fußmatten bringen schnell Feuchtigkeit in den Innenraum. Dadurch beschlagen die Scheiben schneller, die Sicht wird eingeschränkt. Deshalb empfiehlt es sich, die Matten regelmäßig herauszunehmen und gründlich trocknen zu lassen.

Auch Laub kann im Herbst zum Problem werden: Entfernen Sie es aus den Bereichen unterhalb der Windschutzscheibe. Ansonsten drohen verstopfte Wasserabläufe und das Regenwasser kann nicht mehr ungehindert ablaufen.

Darüber hinaus lohnt es sich, die Winterausrüstung rechtzeitig zusammenzustellen. Eiskratzer, Schneebesen und eine warme Decke sollten jetzt griffbereit im Auto liegen. So sind Sie für die kalten Morgenstunden und winterliche Bedingungen besser vorbereitet.

Batterie und Frostschutz nicht vergessen

Beim Wintercheck des Autos wird auch ein weiteres wichtiges Detail gerne vergessen: Sinkende Temperaturen sind eine Belastungsprobe für die Starterbatterie. Ist sie bereits geschwächt, kann sich das besonders bei Kälte bemerkbar machen. An einem kalten Wintermorgen dann zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen, muss nicht unbedingt sein. Springt der Motor an kühlen Herbstmorgen schon schlecht an, sollten Sie die Batterie überprüfen lassen. „Ein Auto, das morgens nicht anspringt, kann den ganzen Tagesplan durcheinanderbringen“, sagt Malmedie. „Lieber vorher prüfen lassen, als beim ersten Frost liegen zu bleiben.“

Ebenfalls wichtig ist der Frostschutz im Kühlsystem. Ist unklar, ob der Schutz für die kalte Jahreszeit ausreicht, kann eine Werkstatt den Zustand kontrollieren. Wenn Sie den Check auf eigene Faust vornehmen, ist Vorsicht geboten: Prüfen Sie das Kühlmittel ausschließlich bei kaltem Motor. Bei warmem oder heißem Motor steht das System unter Druck und Sie könnten sich verbrennen.

Was Sie selber erledigen können und wann Sie besser die Werkstatt aufsuchen

Viele Punkte des Winter-Checks lassen sich ohne großen Aufwand selbst erledigen. Dazu gehören das Reinigen der Scheiben, das Auffüllen der Scheibenwaschanlage und das Zusammenstellen der Winterausrüstung. „Man muss kein Schrauber sein, um sein Auto auf den Winter vorzubereiten“, sagt Matthias Malmedie. „Die Basics kann man selbst im Griff haben. Und wenn man unsicher ist, lässt man einen Profi draufschauen.“

Wer sich jedoch bei der Starterbatterie oder beim Frostschutz im Kühlsystem sowie beim Reifenwechsel scheut, selbst Hand anzulegen, der kann das auch von Profis in der Werkstatt erledigen lassen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)