Chaos Space Marines gehören nicht zu den vier spielbaren Startfraktionen von Total War: Warhammer 40.000. Ganz ohne Verräter und Häretiker müssen wir zum Start aber trotzdem nicht auskommen. Creative Assembly bestätigt, dass die Verrätergarde in der Kampagne auftaucht, gegen euch kämpft und sogar Aufstände auslösen kann.
Aufgefallen ist das Ganze Fans in einem Livestream. Dort war das Fraktionssymbol der Traitor Guard zu sehen. Die Truppen selbst tauchten in der Demo allerdings nicht auf. Wenig später wurde im Netz schon fleißig darüber spekuliert, was dahintersteckt.
Creative Assembly hat inzwischen Klarheit geschaffen: Die Verrätergarde wird euch in der Kampagne reichlich Ärger bereiten und kann sogar in bereits eroberten Gebieten Aufstände anzetteln. Wie groß ihre Rolle am Ende ausfällt, verraten die Entwickler bisher nicht.
Verräter können mitten in eurem Reich auftauchen
Damit bekommt das Chaos auch ohne Heretic Astartes schon zum Start einen festen Platz in Total War: Warhammer 40.000. Wenn in eurer Kampagne die Ordnung zusammenbricht, tauchen nicht einfach x-beliebige Rebellen auf, sondern Verräter und Anhänger des Chaos.
Das passt deutlich besser zur Welt von Warhammer 40.000 und macht aus einer bekannten Total-War-Mechanik direkt etwas, das perfekt zu 40k passt.
Um die Bedrohung greifbarer zu machen, nutzt Creative Assembly einen coolen Kniff: Statt gegen eine x‑beliebige Rebellenarmee zu kämpfen, könnten euch ehemalige imperiale Soldaten gegenüberstehen, die sich dem Chaos angeschlossen haben.
Wie weit CA dabei geht, wissen wir bisher nicht. Nutzen die Verräter einfach bekannte Einheiten des Astra Militarum mit anderem Aussehen oder bekommen sie sogar einen eigenen Einheitenpool? Games Workshop hat dafür einige fantastische Modelle im Angebot, die den düsteren Chaos-Look perfekt einfangen.
Was ist die Verrätergarde?
Die Verrätergarde besteht aus ehemaligen imperialen Soldaten, die ihre Waffen gegen das Imperium richten. Games Workshop beschreibt Traitor Guardsmen als sterbliche Anhänger der Heretic Astartes, die ihre militärische Ausbildung und ihre Waffen aus ihrer Zeit beim Astra Militarum behalten. Dazu gehören neben Lasergewehren auch Plasmawaffen, Melter, Flammenwerfer und Scharfschützengewehre.
Dabei gibt es im 40k-Universum einen wichtigen Unterschied: Nicht jeder Verräter ist automatisch ein Anhänger des Chaos.
Für Creative Assembly wäre die Verrätergarde trotzdem eine clevere Lösung. So könnte das Team schon zum Start einen Hauch Chaos in die Kampagne bringen, ohne gleich eine komplette spielbare Chaosfraktion liefern zu müssen.
Chaos selbst ist ebenfalls nicht verschwunden
Die Verrätergarde aus dem Livestream ist dabei nicht der einzige Hinweis auf das Chaos. In unserem Interview haben wir Dave Petry direkt auf das Fehlen einer spielbaren Chaosfraktion angesprochen. Seine Antwort war eindeutig: Chaos soll in irgendeiner Form im Spiel auftauchen und definitiv nicht fehlen. Mehr wollte er uns dazu aber noch nicht verraten.
Ob Petry damit nur die Verrätergarde meinte oder ob in der Kampagne noch weitere Diener des Chaos auftauchen, bleibt offen. Von den Chaos Space Marines fehlt bisher jedenfalls weiterhin jede Spur. Dafür könnte es gute Gründe geben, doch dazu kommen wir gleich noch.
Eine gute Lösung für den Start
Für uns ist die Verrätergarde vor allem deshalb interessant, weil sie nicht einfach nur als weiterer Gegner auf der Karte steht. Wenn sie tatsächlich durch Aufstände mitten in euren Gebieten auftaucht, kann Chaos eine Bedrohung von innen werden.
Das würde gut zum Setting passen. Das Imperium kämpft schließlich nicht nur an seinen Grenzen gegen Orks und Aeldari. Verrat, Kulte und Rebellionen gehören im 41. Jahrtausend genauso zum Alltag.
Dazu kommen Gerüchte, dass Games Workshop für das 40. Jubiläum von Warhammer 40.000 im Jahr 2027 größere Änderungen plant. Dabei könnten auch Fraktionen wie das Chaos neu aufgestellt werden.
Für Total War 40k wäre das natürlich heikel. Wenn Creative Assembly das Chaos jetzt noch in seiner bisherigen Form umsetzt, könnte die Fraktion kurz darauf schon nicht mehr zum neuen Stand der Lore passen. Es wäre deshalb gut möglich, dass CA erst abwartet, wohin Games Workshop mit dem Chaos tatsächlich will, bevor daraus eine vollständige spielbare Fraktion wird.
Deshalb werden wir uns vorerst wohl mit der Verrätergarde zufriedengeben müssen. Im Grunde ist das aber ein guter Kompromiss. So ist das Chaos schon im Spiel vertreten, ohne dass Creative Assembly zu früh alles festlegt.
- Aufstände können euch eine echte Chaos-Bedrohung ins eigene Gebiet bringen, statt nur gewöhnliche Rebellen.
- Chaos spielt schon zum Start eine Rolle, auch wenn die Chaos Space Marines nicht spielbar sind.
- Noch offen ist, wie groß die Verrätergarde ausfällt und ob sie eigene Einheiten bekommt.
Später könnte daraus sogar eine große Chaos-Geschichte entstehen, die deutlich mehr bietet als nur eine weitere spielbare Fraktion. Gerade wenn Games Workshop 2027 wirklich größere Änderungen plant, hätte CA die Chance, das Chaos mit einem richtig epischen Knall ins Spiel zu bringen. Was meint ihr? Passt die Verrätergarde als erster Vorgeschmack auf das Chaos?