Trainer Stijepic lobt „besten Haufen" – Jetzt wartet eine hohe Hürde auf den SE Freising

Stand: 31.07.2026, 18:30 Uhr

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Freisings Trainer Mijo Stijepic

Optimismus vorm Heimdebüt: Freisings Trainer Mijo Stijepic weiß aber um die Stärken von Türk Sport Garching. © Michalek

Der SE Freising hat seit dem Winter kein Pflichtspiel mehr verloren. Trainer Mijo Stijepic äußerte sich nun vor der Heim-Premiere im Interview.

Freising – Für den SE Freising gibt es am Samstag (13 Uhr) eine doppelte Premiere: Es ist gegen Türk Sport Garching das erste Heimspiel der neuen Saison. Vor allem aber: Es ist das erste „Heim“-Spiel einer Eintracht-Elf in der Luitpoldanlage, wo normalerweise der Sportclub zu Hause ist. Renovierungsarbeiten im Erima-Sportpark haben den Teil-Umzug bis Herbst nötig gemacht (wir berichteten). Im FT-Interview spricht Trainer Mijo Stijepic über den Saisonstart gegen Gaimersheim, den Charakter der Mannschaft und die Qual der Wahl.

Herr Stijepic, 0:0 im ersten Spiel – was hätte zum Saisonstart besser laufen müssen?

Ja gut, es gibt Tage, da reicht es nur zu einem Punkt. Ich war nicht enttäuscht. Das Team wollte, hat Vollgas gegeben. Im letzten Drittel hat uns aber die Konsequenz gefehlt. Wir haben es dann nicht zu 100 Prozent richtig gespielt, waren oft schlampig. An dem Tag war einfach nicht mehr möglich.

Seit dem Winter hat der SEF unter Ihnen kein Pflichtspiel verloren. Wo liegt das Geheimnis?

Es gibt kein Geheimnis. Wir haben eine technisch und taktisch starke Mannschaft, die charakterlich, und das habe ich den Jungs auch schon gesagt, der beste Haufen ist, dem ich sowohl als Spieler als auch als Trainer beigewohnt habe. Alle ziehen überragend mit. Wir im Trainerteam haben am Anfang vor allem auf die Balance zwischen Offensive und Defensive geschaut. Es liegt in unserer Verantwortung, die Jungs so gut auf die Spiele vorzubereiten, dass sie am Spieltag beißen und kratzen.

Gibt es Gewinner der Vorbereitung?

Ich will da niemanden rausnehmen. Natürlich gibt es den einen oder anderen, der es besser gemacht hat, aber das Kollektiv steht über allem. Aber natürlich gibt es beim Fußball eine Achse, die man aufstellt und um die herum man aufbaut. Ansonsten kann es immer taktische Veränderungen geben.

Am Sonntag im ersten Spiel stand Last-Minute-Neuzugang Jakob Schmid in der Startelf. Wie erklärt man das den anderen?

Die Jungs wissen das schon. Wer nicht im Training ist, spielt auch nicht. Florian Hölzl etwa hat zuletzt im Training gefehlt und auch bei der Generalprobe in Dorfen. Mit Jakob waren wir eben super zufrieden. Er war – im Positiven – frech im Spiel.

Vor allem in der Offensive haben Sie Alternativen. Wie entscheidet man da?

Man muss das relativieren. Joshua Steindorf ist nach neun Monaten Verletzung noch kein Fall für die Startelf. Dass Christian Schmuckermeier 50 Minuten schon packt, ist überragend. Bei Marwane Gobitaka ist es so, dass Fabrizio Brandes eine hervorragende letzte Saison gespielt hat und so noch leichten Vorsprung hat.

Jetzt geht’s gleich gegen den FC Türk Sport Garching, den viele als Favorit sehen. Inwiefern ist es besser, jetzt schon gegen sie zu spielen?

Im Grunde muss man gegen jeden irgendwann spielen. Man könnte am Anfang auch sagen, dass sie jetzt noch frisch sind. Es gibt immer Plus und Minus zu bedenken. Sie haben eine enorme Qualität, vor allem in der Offensive.