26. September 2026, 7:25 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Am 22. September 2026 wurden in Berlin erneut die Trendreiseziele für das kommende Jahr gekürt. Eine Kategorie beim TRAVELBOOK Award in diesem Jahr: die schönste Weinregion Europas. Neben vier weiteren startete das Schweizer Weinanbaugebiet Wallis ins Rennen. Gewonnen hat die malerische Region zwar nicht, einen Besuch ist sie jedoch allemal wert. Die Infos.
In Stufen angelegte Weinberge klettern in der Schweizer Weinbauregion Wallis die Hänge hinauf. Die Terrassenlandschaft schmiegt sich an den Fluss Rhône. Im Hintergrund sind die schneebedeckten Berge der Alpen zu sehen. Eine malerische Kulisse, nicht nur für Liebhaber feiner Weine.
Wallis ist die wichtigste Weinregion der Schweiz, ein Drittel der nationalen Weine werden dort auf einer Fläche von 4795 Hektar produziert. 55 Rebsorten werden hier auf einer Länge von rund hundert Kilometern angebaut, auf einer Höhe zwischen 270 und 1100 Metern. 59 Prozent von ihnen sind rot, 41 Prozent weiß.
Die malerische Kulisse des Walliser Weinbaugebiets entstand in ihren Ansätzen bereits vor rund 20.000 Jahren, wie die Seite Swiss Wine informiert. Damals zogen sich die Gletscher an diesem Ort inmitten der Alpen zurück. Hinterlassen wurde ein Tal, in dem man laut des Weinmagazins „Vinum“ bereits während der Eisenzeit mit dem Rebbau begann. „Mit der römischen Eroberung des Wallis 15 vor Christus gelangten römische Rebsorten und vor allem das Wissen um Weinbau und Weinbereitung in die Gegend“, schreibt das Weinmagazin. In der Folge breitete sich der Weinanbau weiter aus.
Heute sind die Hauptsorten aus dem Wallis laut „Vinum“ Pinot Noir, Chasselas/Fendant und Gamay. Bekannt sei das Wallis zudem „für seine autochthonen Sorten wie Petite Arvine, Amigne, Humagne Blanche, Cornalin oder Humagne Rouge sowie für seit Langem dort heimische Varietäten wie Syrah oder Marsanne Blanche.“
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Was kann man im Wallis erleben?
Im Schweizer Weinanbaugebiet Wallis dreht sich fast alles um Wein. Besucher können unter anderem Wanderungen durch das Weinbaugebiet unternehmen. Die offizielle Schweizer Infoseite empfiehlt den in Etappen unterteilten, 66 Kilometer langen Weinweg. Die erste dieser Etappen auf dem Chemin du vignoble ist 12 Kilometer lang. Sie beginnt am Südhang des Rhonetals und endet in der Stadt Saillon mit ihrem mittelalterlichen Dorfkern und ihren Thermalbädern.
Neben geführten Weinwanderungen bieten die Weingüter zudem Weinverkostungen und Kellerbesichtigungen an. Auch Fahrradtouren durch die Weinberge sind möglich.
Ein weiteres Highlight, das die Schweizer Infoseite nennt, ist das Weinmuseum (Musée du Vin) in Sierre. Ein anderes ist das malerische Wasserschloss Colline de Daval, in dem Weinfreunde übernachten können. Hinzu kommen etliche Veranstaltungen, Feste und Sehenswürdigkeiten, die sich bei einem Besuch des Wallis lohnen. Die Infoseite Swiss Wine fasst zusammen: „Das Wallis ist malerisch und liebenswert – was man auch von seinen Weinen sagen kann – und lässt Besucher niemals unberührt.“
Alle Infos zu den anderen Anwärtern auf den Titel der schönsten Weinregion Europas lesen Sie bei TRAVELBOOK.
Methodik zum TRAVELBOOK Award
Auch in diesem Jahr sagen wir es wieder: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für die Weinregion Wallis in der Schweiz. Denn: Jedes Reiseziel hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.
Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Erstmalig haben in diesem Jahr nicht nur die Leser von TRAVELBOOK, sondern auch die Leser von BILD mit abgestimmt. Insgesamt wurden mehr als 150.000 Stimmen abgegeben, um die Trendreiseziele 2027 küren zu können.