Treffen um den Hofgarten Rund 200 Punker zu den „Spaßtagen“ in Bonn erwartet
Bonn · Rund 200 Menschen werden zu den sogenannten „Spaßtagen“ am Bonner Hofgarten erwartet. Das sagen Stadt und Polizei zum Treffen der Punkerszene an diesem Wochenende in der Bonner Innenstadt.
06.08.2026 , 18:00 Uhr
Auch im vorigen Jahr bevölkerten rund 150 Punker bei ihren „Spaßtagen“ den Bonner Hofgarten.
Foto: Mitja Nikolaus
Wie jedes Jahr so ruft auch in diesem August die Punkerszene in den sozialen Netzwerken zu ihren „Spaßtagen“ in Bonn auf, die man inzwischen schon als Tradition bezeichnen kann. Das Treffen ist an diesem Wochenende von Freitag bis Sonntag im Hofgarten und am Kaiserplatz geplant.
Erwartet werden laut Polizei und Stadt Bonn wie in den Vorjahren um die 150 bis 200 Personen. „Beamtinnen und Beamte der Wache GABI sowie der City-Wache werden – wie im vergangenen Jahr – vor Ort Präsenz zeigen“, teilte Polizeisprecher Severin Wolters auf GA-Nachfrage mit und verwies auf den Verlauf im vorigen Jahr. „Die Zusammenkunft, für die damals ebenfalls in sozialen Netzwerken geworben worden war, verlief ohne nennenswerte Störungen.“
Die Stadt Bonn wird auch in diesem Jahr zusätzliche Toiletten aufstellen. Zudem sollen auch weitere Müllsammelbehältnisse bereitgestellt werden, so Isabel Klotz vom städtischen Presseamt. Die Kosten dafür trage die Stadt Bonn. Zur Frage, ob es Auflagen für die Veranstaltung gebe, erklärte sie: „Die Punker- Spaßtage werden bei uns weder als Veranstaltung noch als Versammlung geführt. Es gibt keinen offiziellen Veranstalter.“ Die Veranstaltung könne als länger andauernder Flashmob gewertet werden. Da es keine Veranstaltung sei, erteile die Stadt auch keine Auflagen.
In der Vergangenheit habe die Zusammenarbeit zwischen Ordnungsbehörde und Punkern gut geklappt. Auch im Anschluss an die Zusammenkunft im letzten Jahr hätten ortsansässige Punker die Fläche eigenverantwortlich aufgeräumt und leere Flaschen und Leergut selbstständig entsorgt. Alles sei ruhig verlaufen.
Das bestätigt Andrea Forst-Raasch. Sie ist kommissarische Vorsitzende des Einzelhandelsverbands Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen und betreibt eine Apotheke am Kaiserplatz. „Im Gegensatz zu früheren Jahren gab es in den letzten drei Jahren kaum noch Anlass für Beschwerden“, sagte sie. Das liege sicherlich auch daran, dass die Punker auf dem Hofgarten eine Fläche zum Campen zugewiesen bekommen hätten und sich deshalb nicht mehr mit so vielen Personen am Kaiserplatz aufhielten. „Es gibt zwar noch manchmal Kritik von den Gastronomen, weil sie morgens ihre Tische und Stühle beschmutzt vorfinden, auch ist manchen die Musik zu laut. Aber alles in allem verlaufen diese Treffen inzwischen deutlich ruhiger“, so die Apothekerin.