Publiziert25. Juli 2026, 16:54
BerichtTrump flog nicht mit Katar-Jet – aus Angst vor Mullah-Mordplänen
Nach dem Treffen in der Türkei flog der US-Präsident nicht mit der von Katar gespendeten Boeing zurück – offenbar, weil die US-Geheimdienste einen Mordanschlag auf Trump fürchteten. Der Vorfall verstärkt die Zweifel, ob der Luxus-Jet wirklich sicher genug ist.

Darum gehts
- Laut der «New York Times» plante der Iran einen Angriff auf Trumps Flugzeug beim Nato-Gipfel in Ankara.
- US-Geheimdienste stuften die Bedrohung als glaubwürdig ein – Trump reiste daraufhin mit einer älteren Air Force One zurück.
- Der von Katar gespendete Luxusjet im Wert von 400 Millionen Dollar verfügt über eine ungenügende Raketenabwehr und muss nachgerüstet werden.
«Das luxuriöseste Flugzeug der Welt» und «die grösste jemals gebaute Air Force One»: US-Präsident Trump hielt in der Vergangenheit nicht mit Superlativen zurück, um die Boeing 747-8 zu bewerben, die er in einem höchst umstrittenen Deal vom Golfstaat Katar geschenkt bekam. Der 80-Jährige gilt seit Langem als vehementer Kritiker der mittlerweile in die Jahre gekommenen Präsidentenflugzeuge und präsentierte das 400 Millionen Dollar teure Geschenk als praktische Lösung.
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Das Flugzeug steht erst seit einigen Wochen offiziell im Dienst der präsidialen Air Force One – schon jetzt musste Donald Trump in mindestens einem Fall offenbar auf eine Reise im Luxusflieger verzichten und stattdessen mit einer der alten Maschinen reisen. Grund: ernst zu nehmende Mordpläne gegen den Präsidenten – auch im Zusammenhang mit der Katar-Maschine.
Mullahs wollten Trump ausschalten
Wie die «New York Times» exklusiv und mit Verweis auf diverse mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, waren iranische Mordpläne der Grund dafür, dass Trump von Ankara aus plötzlich mit einem anderen Flugzeug nach Hause reiste. Der US-Präsident hatte sich für den Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt aufgehalten. Das wussten auch die Mullahs, die den US-Präsidenten und dessen Flugzeug laut der US-Zeitung ins Visier nahmen.
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Die Anreise geschah noch mit der katarischen Boeing 747-8. Im Zuge des Gipfels stellten US-Geheimdienste laut des Berichts dann eine glaubwürdige Bedrohung fest, bei denen iranische Stellvertretergruppen geplant haben sollen, das Flugzeug anzugreifen und den US-Präsidenten so zu töten.
Auf Anraten der Geheimdienste habe der Secret Service dem Präsidenten anschliessend geraten, mit einem der alten Flugzeuge in die USA zurückzufliegen. Während wenig Details zum geplanten Angriff auf den US-Präsidenten bekannt sind, dürfte vor allem ein Umstand zum Flugzeugwechsel geführt haben: So verfüge die 747-8 über ungenügende Raketenabwehr, warnten NYT-Journalisten schon in Berichten Wochen vor dem Nato-Gipfel.
NYT-Journalisten werden doch nicht vorgeladen
Trumps Administration reagierte in ihrer ganz eigenen Art: Mit Vorladungen und Forderungen nach Telefondaten der beteiligten Journalistinnen und Journalisten. Am Donnerstag, zwei Tage vor Veröffentlichung des Artikels zum Nato-Vorfall dann die Kehrtwende: Ein Gericht gab dem Antrag der NYT, die Vorladungen aufzuheben, statt. Der Katar-Jet soll nun nachgerüstet werden, dies dürfte aber mehrere Monate in Anspruch nehmen. Bis dahin wird Trump trotz seines 400-Millionen-Geschenks in den alten Air-Force-One-Maschinen reisen müssen.

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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