Wichtige Updates
Emirate: Iran attackiert zwei Tanker vor Omans Küste
Trump erwägt "großen, fetten" Angriff auf geheime Anlage
Trump: USA wollen Schutzmacht in der Straße von Hormus werden
Ölpreise ziehen deutlich an
Philipp Luther

Raketenangriff auf Jordanien galt angeblich US-Stützpunkten
Nachdem Jordanien meldet, es habe vier iranische Raketen abgeschossen, verbreitet die iranische staatliche Nachrichtenagentur IRNA eine Mitteilung der Revolutionsgarden. Demnach habe man "Schlüsselpositionen der USA" in Jordanien mit ballistischen Raketen "getroffen". Die Angriffe seien eine Vergeltung für US-amerikanischen Beschuss Irans. Laut IRNA werfen die Revolutionsgarden den USA zudem vor, Mitschuld an dem "Massaker von Palästinensern im Gazastreifen" zu sein.
Philipp Luther

Iraner verhöhnen Trump für dessen Maut-Pläne
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verhöhnte US-Präsident Trump und schrieb Dienstagnacht auf X, der habe "absolut recht" – nur um dann hinzuzufügen: "Wer für die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus sorgt, sollte für diese Dienstleistung entschädigt werden. Iran war schon immer der WÄCHTER dieser Meerenge und wird es auch für IMMER bleiben", schrieb Araghtschi. Dann schob er hinterher, 20 Prozent seien "natürlich zu viel. Wir werden fair sein."
Philipp Luther

Trump informierte US-Kongress schon am Freitag über neue Kampfhandlungen
US-Präsident Donald Trump hat den Kongress offiziell über die Wiederaufnahme von Kampfhandlungen im Iran unterrichtet. In einem Schreiben an die Führung des Parlaments, das am Freitag versandt wurde und der "New York Times" am Montag vorlag, erklärte der Präsident, amerikanische Streitkräfte hätten am 7. Juli „Verteidigungsschläge gegen Ziele innerhalb des Irans“ durchgeführt.
Die Benachrichtigung befeuert erneut den Streit zwischen dem Kapitol und dem Weißen Haus über die Befugnis des Präsidenten, einen Krieg im Iran ohne Zustimmung des Kongresses fortzuführen. Beide Kammern des Parlaments haben bereits dafür gestimmt, den Präsidenten anzuweisen, den Krieg zu beenden oder eine Genehmigung für dessen Fortführung einzuholen. Das Weiße Haus argumentiert jedoch weiterhin, Trump handele im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Befugnisse als Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
Philipp Luther

Jordanien: Vier iranische Raketen abgefangen
Die jordanische Flugabwehr hat in der Nacht zu Dienstag vier aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen und abgeschossen. Das berichtete die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf Militärkreise.
Den Angaben zufolge gingen an mehreren Orten Trümmerteile nieder. Das königliche Ingenieurkorps der Armee sei im Einsatz, um die Überreste zu sichern und zu beseitigen.
Oskar Schulz
Emirate: Iran attackiert zwei Tanker vor Omans Küste
Der Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Tanker des mit den USA verbündeten Golfstaats in der Straße von Hormus angegriffen. Wie das Verteidigungsministerium der Emirate in der Nacht auf der Plattform X bekanntgab, wurden die Schiffe bei der Durchquerung auf der südlichen Schifffahrtsroute innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer von zwei Marschflugkörpern getroffen. Dabei sei ein indisches Besatzungsmitglied getötet worden, zudem seien acht verletzt worden, vier davon schwer.
Bei den Verletzten handele es sich um sechs indische und zwei ukrainische Staatsangehörige, hieß es weiter. Zudem seien Brände auf beiden Tankern ausgebrochen, schließlich aber unter Kontrolle gebracht worden. Der Angriff stelle einen "schwerwiegenden Verstoß und klaren Bruch des Völkerrechts" dar, erklärte das Verteidigungsministerium. Die Emirate behielten sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren.
Oskar Schulz
Erneut Sirenengeheul in Bahrain
Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran heulen im Golfstaat Bahrain wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner in der Nacht über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht.
Oskar Schulz
Trump: Abkommen mit dem Iran weiterhin möglich
Trotz der jüngsten Eskalation im Konflikt mit dem Iran hält US-Präsident Donald Trump eine Verhandlungslösung weiterhin für möglich. „Ja, ich glaube, ein Abkommen ist möglich“, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. „Wir hatten uns vor zwei Tagen mit ihnen geeinigt, und dann sagten sie: “Oh, diesen Deal können wir nicht machen. Wir müssen noch weiter darüber verhandeln."
Oskar Schulz
Trump erwägt "großen, fetten" Angriff auf geheime Anlage
Trump suggerierte in einem Radiointerview zu den neuen Angriffen auf den Iran , dass die USA eine tief unter der Erde gelegene Einrichtung angreifen könnten, die auch als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. Über ihren Zweck wird auch wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran errichten wolle, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte. Pickaxe sei "ein mögliches Ziel" für einen "großen, fetten" Angriff sagte Trump. Wahrscheinlich werde es "relativ bald" passieren.
Oskar Schulz
US-Militär: Haben neue Angriffe auf den Iran begonnen
Das US-Militär hat in der dritten Nacht hintereinander nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele attackiert. Um 16.45 US-Ostküstenzeit (22.45 UHR MESZ) hätten die Streitkräfte die neue Angriffswelle gestartet, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Diese Angriffe würden die Fähigkeit des Irans weiter einschränken, unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu attackieren, hieß es.
Paulina Cwiartka

US-Armee soll iranische Häfen ab Dienstag blockieren – Araghtschi macht sich lustig
Die US-Armee beginnt die erneute Blockade iranischer Häfen nach eigenen Angaben am Dienstagabend. Die US-Streitkräfte würden die Blockade ab dem 14. Juli um 22.00 Uhr wieder aufnahmen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Montag mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor diese Maßnahme sowie eine Abgabe von 20 Prozent auf alle durch die Straße von Hormus transportierten Güter angekündigt.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump lustig gemacht. Wer für eine sichere Durchfahrt von Handelsschiffen sorge, „sollte entschädigt werden“, erklärte Araghtschi in Onlinediensten. „20 Prozent sind natürlich zu viel – wir werden fair sein“, fügte er hinzu.
Paulina Cwiartka

Trump kündigt „Rede an die Nation“ für Donnerstag an
US-Präsident Donald Trump hat eine „Rede an die Nation“ angekündigt. Er werde die Ansprache am Donnerstagabend um 21.00 Uhr (Freitagfrüh 03.00 Uhr MESZ) halten, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Hintergrund ist die erneute militärische Eskalation mit dem Iran.
Trump hatte zuvor eine erneute Blockade iranischer Häfen durch das US-Militär in der Straße von Hormus angekündigt. Zudem wollen die USA nach seinen Angaben von Frachtschiffen eine Gebühr für Durchfahrten durch die Meerenge erheben. Die Ölpreise schossen danach erneut in die Höhe.
Der Präsident hatte sich letztmals am 1. April mit einer Fernsehansprache an die Nation gerichtet. Darin hatte er angekündigt, den Iran binnen Wochen „in die Steinzeit“ zurückbomben zu wollen. Danach werde der Krieg ein schnelles Ende finden, sagte er.
Louisa Thönig

Großbritannien will iranische Revolutionsgarden de facto verbieten
Die britische Regierung will die iranischen Revolutionsgarden und eine weitere, mit dem Iran in Verbindung stehende Gruppe als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen und damit de facto verbieten. „Wer diese Gruppen unterstützt oder ihnen hilft, muss künftig mit einer Haftstrafe von bis zu 14 Jahren rechnen“, erklärte Premierminister Keir Starmer zu dem entsprechenden Gesetzentwurf, der in dieser Woche ins Parlament eingebracht werden soll.
Die Revolutionsgarden sind eine Art ideologisch geprägte Armee neben dem regulären iranischen Militär. Die Truppe gilt als besonders loyal zur geistlichen Führung und soll die Islamische Republik gegen alle Angriffe aus dem In- und Ausland verteidigen. Im Krieg mit den USA und Israel werden die meisten iranischen Attacken auf Golfstaaten den Revolutionsgarden zugeschrieben. Die EU hatte die Revolutionsgarden Anfang des Jahres verboten.
Neben den Revolutionsgarden will die britische Regierung auch die Gruppe Islamic Movement of Companions of the Right (IMCR) als Bedrohung für die nationale Sicherheit einstufen. Die mit dem Iran verbundene Gruppe hatte sich zuletzt zu mehreren Angriffen auf jüdische Einrichtungen in Großbritannien bekannt. Ihre Aktivitäten gingen „mit Bedrohungen für Leib und Leben“ einher, erklärte das britische Innenministerium.
Mit der geplanten Einstufung sollen die britischen Behörden einfacher gegen die beiden Organisationen vorgehen können. Dieser Schritt stärke die Fähigkeit der Regierung, Bedrohungen durch ausländische Mächte entgegenzuwirken, darunter „Spionage, ausländische Einmischung in unsere Demokratie, Sabotage und physische Angriffe“, teilte das Innenministerium mit.
Louisa Thönig

Trump: USA wollen Schutzmacht in der Straße von Hormus werden
Die Vereinigten Staaten wollen die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen und für deren Schutz bezahlt werden. Das kündigte US-Präsident Donald Trump an. Gleichzeitig stellte er eine erneute Seeblockade gegen Schiffe in Aussicht, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ablegen. Für alle anderen Frachtschiffe würden die USA ab sofort eine Abgabe von „20 Prozent auf alle transportierten Güter“ erheben, ergänzte Trump.
„Wir übernehmen die Kontrolle über die Meerenge“, sagte er dem Sender Fox News. Die USA würden künftig als Schutzmacht auftreten: „Wir werden der Wächter der Meerenge“, erklärte der Präsident weiter. Dafür wolle Washington bezahlt werden. Die Vereinigten Staaten könnten sich dann als eine Art „Schutzengel“ der wichtigen Handelsroute betrachten.
Iran lehnt US-Kontrolle über Straße von Hormus ab
Aus Teheran kam umgehend eine scharfe Zurückweisung. Der Iran werde nicht akzeptieren, dass die Vereinigten Staaten in der Straße von Hormus eingreifen oder dort die Kontrolle übernehmen. Ein solches Vorgehen werde man „unter keinen Umständen zulassen“, erklärte die iranische Seite.
Louisa Thönig

Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten
Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet. In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich. Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Morgen für beendet erklärt.
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