Stand: 30.08.2026, 19:32 Uhr
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Der TSV Fischerhude hat das Bezirksliga-Derby beim MTV Riede mit 3:1 gewonnen. Die Gastgeber vergaben in den ersten 20 Minuten drei Großchancen und kassierten dann den Ausgleich.
Riede/Fischerhude – Der Rieder Segelhorst scheint für die Bezirksliga-Kicker des TSV Fischerhude-Quelkhorn ein gutes Pflaster zu sein. Holten die Bezirksliga-Fußballer von der Wümme schon in der vergangenen Saison drei wichtige Zähler beim MTV für den Klassenerhalt, so dominierte das Team um Coach Vitalij Kalteis auch am Sonntag bei den Blau-Weißen. Der TSV gewann das Derby primär aufgrund des größeren Willens und der größeren Leidenschaft mit einem 3:1 (2:1). Damit warten die Gastgeber weiter auf die ersten Saisonpunkte.
Am Ende haben sich die Jungs in einen regelrechten Rausch gekämpft!
„Davon kann sich meine Mannschaft eine Scheibe abschneiden! Fischerhude war sicher nicht das spielerisch bessere Team. Aber es hat alles in dieses Spiel geworfen, was man benötigt, um ein Spiel zu gewinnen. Wir haben es versäumt, unsere Großchancen in den ersten 20 Minuten der Partie auch in Tore umzumünzen. Wir müssen eigentlich 3:0 führen, kassieren dann den Ausgleich und alles bricht bei uns wie ein Kartenhaus zusammen“, konstatierte später Riedes Trainer Marc Lindenberg enttäuscht.
Ähnlich sah es auch Vitalij Kalteis: „In der ersten Halbzeit haben wir doch etwas gebraucht, um in die Partie zu finden. Da hatten wir zwei-, dreimal etwas Glück. Nach dem Rückstand haben wir dann unser System umgestellt und hatten sofort mehr Zugriff aufs Spiel! Die Jungs haben sich richtig reingehauen, alles, was drin war. Das war klasse. Zwar lief es auch in der Anfangsphase der zweiten Hälfte nicht ganz rund bei uns, doch letztlich sprechen die Tore und mehrere Aluminiumtreffer von uns eine deutliche Sprache. Am Ende haben sich die Jungs in einen regelrechten Rausch gekämpft!“
Bis zur 15. Minute sah es so aus, als sollte der MTV Riede die Fischerhuder in diesem Match regelrecht überrollen. So ließ Maik Stöver nach feiner Just-Flanke (5.) noch das 1:0 liegen, das wenig später Niklas Behn per Strafstoß erzielen durfte, nachdem TSV-Keeper Paul Burmeister Marvin Just von den Beinen geholt hatte (11.). Nur 120 Sekunden später hätte es 2:0 heißen müssen, als Stöver freistehend knapp verzog. Und erneut nur eine Uhrzeigerdrehung weiter jagte Luca Johanningmeier das Leder an die Unterkante der Latte. Dann der Schock für die Platzherren, als Jannis Deja quasi aus dem Nichts nach einem Eckball auf 1:1 stellen durfte (16.). Und von da an schlug das Pendel mehr und mehr Richtung TSV Fischerhude aus. Traf Jodokus Junk nur die Latte (20.), machte es Ricardo Finder in der 31. Minute besser und stellte auf 2:1 für Grün-Weiße – Spiel gedreht!
Zwar versuchten die Hausherren das Blatt in Durchgang zwei noch einmal zu wenden, waren aber oft zu schlampig und kompliziert im Spielaufbau und trafen zudem auf einen Gegner, der sich in jeden Schuss warf und um jeden Zentimeter Boden kämpfte. Lohn dafür war das entscheidende 3:1 Jodokus Junk nach einem feinen Konter (80.).
Fischerhude war nicht das spielerisch bessere Team. Aber es hat alles in dieses Spiel geworfen.