Stand: 09.08.2026, 07:30 Uhr
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Die Verfilmung von Stephen Kings erstem Roman wurde zu einem Horror-Klassiker. Mit Sissy Spacek in ihrer Oscar-nominierten Rolle sorgt „Carrie - Des Satans jüngste Tochter“ bis heute für Gänsehaut.
Die Pubertät ist ein Horrortrip. Vor allem, wenn man wie Carrie White (Sissy Spacek) von der ersten Monatsblutung ausgerechnet unter der Schuldusche überrascht wird. Der Schock sitzt tief, auch weil Carries sadistische Mutter alles, was mit Sexualität zusammenhängt, als sündhaft und teuflisch geißelt. Schlimmer aber als jede Strafe zu Hause sind die Hänseleien der Klassenkameraden (in einer Nebenrolle: John Travolta). Doch „Carrie - Des Satans jüngste Tochter“ (Sonntag, 9. August, 22.25 Uhr, Tele 5) wird sich mit telekinetischen Fähigkeiten erbarmungslos an ihrer Umwelt rächen - in einer düsteren, verstörenden und meisterhaften Stephen-King-Verfilmung.

Carrie White (Sissy Spacek) wurde von ihrer bigotten Mutter (Piper Laurie) völlig unaufgeklärt gelassen. Daher ist Carrie schockiert, als es nach der Sportstunde zu ihrer ersten Blutung kommt. Carrie wird von ihren gehässigen Mitschülerinnen daraufhin erbarmungslos traktiert. Die Sportlehrerin Miss Collins, die Carrie helfen will, begeht einen folgenschweren Fehler, als sie die anderen Mädchen für ihre Gemeinheiten bestraft.
Zeitloses Werk von beklemmender Eindringlichkeit
Chris (Nancy Allen) schmiedet daraufhin mit ihrem Freund Billy (John Travolta) ein teuflisches Komplott, um sich an Carrie zu rächen. Tommy Ross (William Katt) lädt das völlig überraschte Mädchen zum Jahresabschlussball ein, nur um ihr eine weitere Demütigung im Augenblick ihres Triumphs beizubringen. Doch nun verwandelt die gedemütigte Carrie, die in der Pein ihrer Pubertät telekinetische Kräfte entwickelt hat, den Tanzsaal in ein Inferno.
Dass „Carrie“ bis heute zu den besten Horrorfilmen aller Zeiten zählt, liegt auch an den Protagonisten: Sissy Spacek spielt das gequälte Mädchen, das sich mit Hilfe übersinnlicher Kräfte an ihrer Umwelt rächt, mit beklemmender Eindringlichkeit und erhielt dafür eine Oscar-Nominierung. Regisseur Brian de Palma machte aus dem ersten veröffentlichten Roman von Stephen King ein zeitloses Werk von großer Eindringlichkeit. Er arbeitete dabei souverän mit allen Kino-Tricks, die nur noch von der Suggestion der Bilder von Kameramann Mario Tosi übertroffen werden. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)