U21-Trainer Glöckner ist als Improvisator gefragt

Stand: 26.07.2026, 12:27 Uhr

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Profis bei den Junioren, Junioren bei den Profis: Patrick Glöckner beschäftigen bei der U21 viele Personalfragen / Michy Batshuayi, Jessic Ngankam und Noel Futkeu bei der U21

13.07.2026, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Trainingsauftakt  - Saison 2026/27 v.l. Michy Batshuayi (Eintracht Frankfurt)(DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO)

Zeigt sich bei der U21: Profi Michy Batshuayi. © Jan Huebner/Jan Hübner

Wer glaubt, nur Adi Hütter hätte bei der Frankfurter Eintracht wegen des (noch) unvollständigen Kaders in der Vorbereitung auf die neue Saison einen schweren Job, soll mal bei Patrick Glöckner nachfragen. Der neue Trainer der U21 hat mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen wie der Cheftrainer, ziehen sich die Personalsorgen und Personalfragen doch von oben nach unten durch.

Im Grunde sind die Probleme bei der U21 sogar noch größer, einfach weil die Saison viel früher beginnt. Am 8. August startet die Regionalliga-Saison für die Frankfurter bei Hessen Kassel. Glöckner also muss sich als Meister der Improvisation zeigen. Vor allem, weil acht Spieler (Amil Siljevic, Jeremiaha Maluze, Niklas Scheller, Marvin Dills, Keito Komashiro, Ebu Bekir Is, Julian Etse) aktuell im Kreis der Profis trainieren und der U21 nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Im Gegenzug ist die U21 Auffangbecken für drei Stürmer, die zwar mit Profiverträgen ausgestattet, aber bei den Profis eben nicht mehr wohlgelitten sind. Seit ein paar Tagen trainieren Michy Batshuayi, Jessic Ngankam und Noel Futkeu unter Glöckner und nicht unter Hütter. Das hilft der U21 punktuell, aber natürlich sicher nicht grundsätzlich, denn Zukunft hat das Torjägertrio weder da noch dort.

Vor dem letzten Wochenende hatten Ngankam und Batshuayi darum gebeten, in der U21 auch mitspielen zu dürfen, um ein wenig Spielpraxis zu sammeln. Batshuayi ist auch gleich ein Treffer beim 2:2 im Testspiel bei West-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen über dreimal 45 Minuten gelungen. Gerade vom 32 Jahre alten Batshuayi, dem ehemaligen belgischen Nationalspieler mit der ganzen großen Erfahrung einer langen internationalen Karriere, sind alle im Nachwuchs voll des Lobes. Hilfreich für die Saison aber kann er natürlich nicht sein.

Von Einspielen kann bei der U21 zurzeit keine Rede sein. Woche für Woche muss, kann oder darf, je nach Betrachtungsweise, der Trainer auf andere Spieler aus dem breiten Reservoir der eigenen Jugend wie U19 und U17 zurückgreifen. Aber natürlich sind unter anderen Ebu Bekir Is und Marvin Dills das Herzstück des Teams, so zumindest lautet die mittelfristige Planung.

Weiteres Problem: Benjamin Kirchhoff (31), letztjähriger Kapitän und auch jetzt wieder als Anker für die jungen Spieler gedacht, fällt über viele Monate aus. Eine muskuläre Verletzung aus der vergangenen Saison ist wieder aufgebrochen und musste operativ behandelt werden. Kirchhoff wird zumindest weite Teile der Vorrunde nicht zur Verfügung stehen.