Ukraine wehrt sich: Doppelschlag gegen Putins Infrastruktur

Stand: 16.09.2026, 13:15 Uhr

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Die Ukraine meldet zerstörte Artillerie, Luftabwehr und Treffer auf zwei Anlagen.

Schlag gegen die russische Infrastruktur: In der Nacht zum Dienstag sind eine Ölraffinerie und ein Hersteller von Drohnentechnik getroffen worden. Zugleich soll es laut ukrainischem Lagebericht für Putins Truppen an der Front weitere Rückschläge gegeben haben. Dabei seien 27 Artilleriesysteme und vier Luftabwehrsysteme zerstört worden. Russische Luftangriffe, gelenkte Bomben und Kamikazedrohnen seien unterdessen an mehreren Orten in der Ukraine zum Einsatz gekommen.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

278 Gefechte und mehr als 1.200 zerstörte Systeme

Der ukrainische Generalstab meldete am Mittwoch, den 16. September, dass am Vortag 278 Gefechte gezählt worden seien. Insgesamt seien 1.206 Waffensysteme, militärische Ausrüstung und Fahrzeuge zerstört worden. Die Angaben sind jedoch nicht alle unabhängig überprüfbar.

Ukraine wehrt sich: Doppelschlag gegen Putins Infrastruktur

Die Ukraine meldet zerstörte Artillerie, Luftabwehr und Treffer auf zwei Anlagen. © © IMAGO / Depositphotos / Symbolbild

Russland setzt Bomben und Drohnen ein

Russische Truppen hätten am Dienstag 106 Luftangriffe geflogen und 356 gelenkte Bomben abgeworfen. Zudem hätten sie 7.106 Kamikazedrohnen eingesetzt und 2.366 Mal ukrainische Orte sowie Stellungen beschossen.

Artilleriebeschuss habe Pysariwka, Ulanowe, Ryschiwka, Oleksijiwka, Junakiwka, Wolfyne und Marjine getroffen. Luftangriffe hätten die Gebiete um Iwolschanske und Towstodubowe getroffen.

Ukraine meldet abgewehrte Angriffe

Die ukrainische Luftwaffe, Raketentruppen und Artillerie hätten ein Gebiet mit russischen Truppen getroffen. Bei Pokrowsk seien 43 Angriffe gestoppt worden, bei Kostjantyniwka 18.

Bei Lyman hätten ukrainische Truppen acht, bei Slowjansk sieben und bei Kupjansk drei Angriffe abgewehrt. Bei Huljajpole seien zehn Vorstöße gemeldet worden. Je einen Angriff habe es bei Kramatorsk und Orichiw gegeben.

Raffinerie und Drohnenwerk in Russland getroffen

Nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte seien in der Nacht zum Dienstag die Ölraffinerie Syzran in der Region Samara und das Werk Atlant Aero in Taganrog getroffen worden. In Syzran seien die Rohölverarbeitungsanlage AVT-6 und der Tankpark getroffen worden. Die Raffinerie gehöre zu Rosneft und könne jährlich etwa 8,9 Millionen Tonnen Öl verarbeiten. Sie produziere Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff. Bei Atlant Aero seien Explosionen und ein Feuer gemeldet worden. Das Werk stelle Molniya-Drohnen und Bauteile für Orion-Drohnen her. Zusätzliche Daten hätten die Zerstörung von drei Lagertanks in der Raffinerie Slavyansk ECO in Slawjansk am Kuban bestätigt. Acht weitere Tanks seien beschädigt worden.

Russische Verluste in nur einem Tag

Russland habe am Dienstag 1.530 Soldaten verloren. Auch diese Angaben sind nicht überprüfbar.
Außerdem seien fünf gepanzerte Fahrzeuge, 789 Drohnen und 374 Fahrzeuge und Kraftstofftanks verloren gegangen.

Ein Mehrfachraketenwerfer, vier Bodenrobotersysteme und zwei Einheiten Spezialausrüstung kämen hinzu.

Russlands Gesamtverluste seit Kriegsbeginn

Seit Beginn des Krieges habe Russland laut Generalstab damit 1.511.530 Soldaten verloren. Zudem seien 12.345 Panzer, 25.339 gepanzerte Fahrzeuge und 49.820 Artilleriesysteme zerstört worden.

Auch 2.132 Mehrfachraketenwerfer, 1.642 Luftabwehrsysteme und 442 Flugzeuge zählten zu den Verlusten. Daneben habe Russland 356 Helikopter, 519.069 Drohnen und 2.630 Bodenrobotersysteme verloren.

Hinzu kämen 5.111 Marschflugkörper, 35 Schiffe und Boote sowie zwei U-Boote. Außerdem seien 149.557 Fahrzeuge und Kraftstofftanks sowie 4.692 Einheiten Spezialausrüstung verloren gegangen.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen den vom russischen Präsidenten Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg. Zu eigenen militärischen Verlusten machte der ukrainische Generalstab keine Angaben. Die Informationen aus Kiew stammen von einer Kriegspartei und sind nicht unabhängig überprüfbar.